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BETENDER RUF

 

 

(4 Min. Stille)

 

Und es ist für gewöhnlich üblich, dass die Wesen der Menschheit in ihren Bewusstseinen mit dem debattieren, was sie gerne sein würden, was sie gerne tun würden… und nicht tun, dass sie die Debatte mit dem führen, was sie sagen und was verstanden wird, die Debatte zwischen dem Gefühlten, dem Gestatteten …

Zweifellos ist das ein dualer Inhalt, aber es ist auch ein Produkt eines kulturellen Inhalts, eines Inhalts der Erziehung, des formativen Inhalts… einer Philosophie von stagnierenden Parametern, die von der menschlichen Sichtweise aus ein Verhaltensmuster, ein Daseinsmuster fordert …

Und klar, in dem Maße wie man sieht, dass die Person, angefangen bei der frühesten Kindheit bis zum Erwachsenenalter… und weitergehend, nicht in diese geforderten Parameter reinpasst, zweifelt sie. Sie zweifelt an ihrer Fähigkeit, an ihren Ressourcen, an ihrer Befähigung und sie tritt in eine Debatte dessen ein, was gut ist, was schlecht ist, was werden die denken, warum werden die das denken… wenn ich glaube, dass es das andere ist…

Gelegentlich wählen viele Wesen angesichts dieser Debatte einfach aus, ihre Kriterien aufzuzwingen oder versuchen sie aufzuzwingen. Sicherlich werden sie mit vielzähligen Situationen zusammenstoßen… zwischen dem Festgelegten und jenen, die versuchen sich festzulegen, aber sie legen sich nicht fest, et cetera.

 

Zum Zeitpunkt, wenn wir uns fragen, warum diese Geschichte des Bewusstseins, dann können wir auf die Idee treffen, dass sich unsere Referenz mit der Schöpfung verloren hat, oder dass sie sich aufgelöst hat, oder dass sie verheimlicht wurde, da sie keine Bedienungsanleitung… mit konkreten Anweisungen ist, aber man unterstellte –und man unterstellt(!)-, dass sie eine stille Referenz ist, die uns zu einer Stabilität führt, zu einer Umsicht, zu einem Bewusstsein des Zusammenlebens, nicht zu einer Debatte über die Existenz.

 

Wie der Kontakt zu dieser Quelle des Lebens nach und nach verloren ging, lag seitens des Wesens sicherlich darin, das es jeden Tages mehr seine Fähigkeiten entdeckt, seine Ressourcen, seine Ableitungen und dabei dachte es, dass es seine waren, weil sich all das ihm verkörperte.

So entstanden nach und nach Personenkult, Persönlichkeiten –„Masken”-… die wie die Götter gegenüber ihrer Umgebung handelten. Und so wird ohne Bedenken mit einer Unverschämtheit angesichts des Lebens weitergemacht.

Das ist das allgemeine Bewusstsein, das uns einhüllt... und über dem der betende Sinn von heute uns empfiehlt, dass wir wachsam sein müssen, weil das zweifellos kontaminiert, Konkurrenzkampf erzeugt, Protagonismus erzeugt, Glaubenssätze der Beherrschung erzeugt…

 

Und diese Glaubenssätze der Beherrschung werden Territorien, Grenzwege, Schranken hervorbringen …

Konkurrenzkämpfe unter Göttern.

 

Es ist schwierig... oder schwierig sich –unter diesem Aspekt- eine Lösung vorzustellen.

 

Der betende Sinn bietet uns eine permanente Zuflucht. Aber eine Zuflucht. So als ob man warten würde, dass diese... kämpferische Gegenwart vorbeigehen würde.

Eine Zuflucht, in der es möglich ist, sich andere Einstellungen vorzustellen, andere Positionen, andere Verhaltensweisen. Und dann, „ohne, dass es aufhört zu regnen”, aus der Zuflucht herauskommen und... von, dem, was man gefunden, gelernt hat, was angeregt wurde, zu bezeugen, ein Beispiel abzugeben.

Für gewöhnlich muss man sehr bald auf die Zuflucht zurückgreifen.

Die Debatte bedrängt, sie umgibt, sie beansprucht…

 

Die betende Zuflucht ist eine alchimische Matrize, in der es möglich ist, sich zu transformieren, sich zu verwandeln, sich zu transfigurieren.

Wenn man es so wahrnimmt, so begreift und glaubt, dann ist es möglich... dass das Wesen frei von Indoktrinierungen der menschlichen Götter ist.

Wenn es nicht so ist, und wenn die Zuflucht einfach nur ein... Zustand von ‚sich unterstellen’ ist, um nicht nass zu werden, falls es regnet... oder weil es regnet, dann werden wir uns in einer Situation... ohne Lichter befinden.

 

Die betende Zuflucht reserviert und wartet... wie ein Ort des Universums, in dem es möglich ist(!)… sich von so viel Debatte zu befreien und sich in das zu verwandeln, was das Schöpfermysterium entworfen hat.

 

Und so können wir sagen, dass diejenigen, wenn der betende Sinn, der betende Ruf eine Zuflucht ist, die sich in ihm einfinden, Flüchtlinge sind... die vor dem Konflikt fliehen, vor der Verfolgung, dem Schmerz, der Vermutung, dem Hunger, der Verfolgung, der Gewalt, dem Verbot.

Wenn der betende Ruf so ist..., dann gibt es einen Ort, um Zuflucht zu suchen.

Ein Ort, an dem man uns nicht ausbeuten wird, man uns nicht verspekulieren wird, man uns weder kaufen noch verkaufen wird, man uns nicht einsperren wird, man uns nicht bestrafen wird, man uns nicht ins Gefängnis stecken wird.

Im Unterschied zu den Flüchtlingen, die Tag für Tag dazukommen... und die keinen Trost finden, repräsentiert der betende Ruf die Zuflucht einer realen(!) Aufnahme des offensichtlichen(!) Trostes, der unmittelbaren Erleichterung!

Es ist der Aufenthalt, in dem das Wesen sich fühlt.

Und sich fühlen… fördert den Sinn, Weg, die Richtung.

Und diesen Sinn, haben alle, die sich zum betenden Ruf einfinden –die Flüchtlinge- die –ausnehmende(!)- Gelegenheit, sie haben die Möglichkeit eine neue Menschheit hervorzubringen… in einem unendlichen Raum, in einem ewig(!) Zeit-losen…!

 

Ja, man könnte sich sagen:

„Ich bin ein betender Flüchtling. Ich bin ein Flüchtling aus einem Mysterium.

Ich befinde mich in dem, was man „diese Welt“ nennt, aber ich bin nicht von hier.

Als Flüchtling habe ich… meinen Raum gefunden, der aufgehört hat, meiner zu sein, um ein Raum des Zusammenlebens, des Treffens, des Entdeckens zu sein.

Und so vermisse ich das von vorher nicht. Ich war flüchtig. Ich will nicht zurückkehren…! Ich habe mich geirrt. Sie haben mich in die Irre geführt!

Ich flüchtete aus einer Notwendigkeit heraus, aufgrund von permanenten Widersprüchen. Und ich wurde zum Flüchtling… als sie mich zum Beten riefen. Und ich fand meinen Sternenraum…, der mir permanent assistiert… wenn ich bereit bin zuzuhören.

Weder kauft er mich, noch verkauft er mich, noch vermietet er mich, noch gibt er mich zurück.

Heute ist er eine Zuflucht, ja…

Im Verlauf wird er… die Verschmelzung, die Identität sein.“

 

Und wenn sich in der Zuflucht… unsere Fähigkeiten transfigurieren, im „Dasein”… dann löst sich die Angst auf; dem Misstrauen fehlt es an Sinn, man lebt die Gelegenheit, es ergibt sich die Ausnahme; man teilt die Wunder miteinander…

Man ist eine andere Identität.

 

Eine geliebte Bedeckung, aus Liebe… überzieht die Wände der Zuflucht –transparent, warm-… aus vielfältigen Farben.

 

 

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