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BETENDER RUF


 

(4 Minuten Stille

 

Wenn man sich die Gefühle der Menschheit anschaut, dann ist es –von Ausnahmen abgesehen- möglich, dass die Menschen am Anfang –was die Manifestation war- die paradiesischen Ressourcen und Mittel hatten, in denen sie sich entwickeln sollten.

Wahrscheinlich war ihr Bewusstsein… „in vollkommener Zufriedenheit dem Geschöpften gegenüber.“ Anders ausgedrückt, es gab keine Trennung zwischen dem Schöpfer Mysterium und dessen Schöpfer-Ausdruck.

 

Dann geschah etwas. Dieses „etwas” wird weiterhin im Orbit des Mysteriums verweilen, aber wir können uns mit den Worten annähern… und sagen, dass es sich in der Frequenz „des Ungehorsams“ bewegte.

Von dort aus löste sich das der Kontinuität verschriebene Bewusstsein vom Mysterium aus auf und es löste sich sogar die Manifestation auf. Sie existierte weiter, weil… dafür die kontinuierliche schöpfende Assistenz notwendig war. Aber das Bewusstsein des geschöpften… assimilierte nicht… nicht diese Kraft und es fing an diese in der Sonne, dem Mond, den Sternen zu lokalisieren… Es fing an Nicht-Stofflichkeit zu verlieren und fing an, an Materialität zu gewinnen. Es „anthropomorphisierte“ das Schöpfer Mysterium... und das Verhältnis wurde „bittend”.

Ja. Der Mensch bat und bat: Ernten, Jagd, gutes Wetter…

Und es scheint so, dass das manchmal übereinstimmte und andere Male nicht. Und der Mensch vertraute immer mehr auf „seine“ Ressourcen, „seine“ Mittel, „seine“ Fähigkeiten, seine Allianzen!

Und er brauchte immer weniger einen Bezugspunkt mit der Schöpfung. Er fing an „sein eigener“ Bezugspunkt zu werden. Und der Mensch „Ebenbild von” ging dazu über, dass er nach dem Ebenbild aller anderen wurde.

Und das geschieht ziemlich häufig, nicht?

Dann stellte sich ganz schnell das ein von… „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich” und so gab es keine… Möglichkeit des Dialogs.

 

Diese „Fülle” des Einklangs mit der Schöpferkraft verwandelte sich, abgesehen dass, dass sie sich auflöste und verschwommen wurde… verwandelte sich nach und nach in… Vorlieben, Wünsche auf der Basis dessen, dass der Mensch die Ressourcen und die Errungenschaften entdeckte.

Ja! Es war offensichtlich, das er nicht absolut abgesondert leben konnte: er hatte nicht die ausreichende vitale Konfiguration, der Mensch, um sich selbst erhalten zu können, sondern er brauchte… von allem.

Dank diesem… –bereits entgleisten- Verhältnis zwischen der Schöpferkraft und ihm, dem Anfang der Anfänge der paradiesischen Manifestationen, verwandelte sich das in Vorliebe, in „Wollen“.

„Ich will[1] das”… Ich will jenes”… „ich will das Andere”…

Und dieses Wollen wurde zur Macht.

“Denn wenn ich das und jenes will und ich es bekomme, es besitze… dann habe ich ein Belohnungssystem aufgrund des erreichten Erfolgs.“

Dergestalt, dass die Verbindungen des Belebten weggingen und sich grundlegend auf der Basis… des Erfolgs, dessen, was ich erreichen kann, was ich erreiche, was ich mir aneignen kann herausbilden.

“Wollen.”

„Und ja, ich liebe Dich sehr (span. „te quiero mucho“), aber was ich von Dir will (span. ‚lo que quiero de ti…‘) ist das und das und das und das.”

„Oh ja. Ich liebe Dich ganz doll (span. „te quiero muchísimo”), aber was ich wirklich will (span. ‚lo que realmente quiero‘) jenes, das andere und das, was weit darüber hinausgeht.”

Und zwischen Wünschen teilen sich die Possessionen und sie wetteifern miteinander und sie konfrontieren sich!

 

Die Herkunft, die die Schöpfung für ihre Kreaturen hat… ist unendlich. Und in dieser Unendlichkeit und zwischen so vielen Wünschen, schimmert für Momente… die Liebe, die nicht besitzt, die sich nicht beschwert, die nicht fordert,  die nicht bittet, die nichts weiter macht, als sich zur Verfügung zu stehen, sich anzubieten, zu dienen, sich zu geben.

 

Diese feine Vibration balanciert… und sie wir Spiegel angesichts des Wollens.

 

Wird man sich zwischen lieben oder wollen entscheiden müssen?

Mensch! Global betrachtet ist die Entscheidung, die jetzt andauert die zu wollen!

Jetzt will man Sicherheit, man will Wirtschaft, man will… den gedeckten Tisch, ohne Anstrengung; den gedeckten Tisch, ohne irgendetwas, was man anbieten könnte.

 

Das, was den Menschen vom betenden Gesichtspunkt aus wachsam machen muss, ist das Fehlen an Kriterium…um zu wissen, ob er will (span. ‚quieriendo‘) oder ob er liebt (span. ‚amando‘).

Und nebenbei gesagt gibt es deswegen kein Kriterium, weil die beiden Möglichkeiten verwechselt werden, so als ob es ein und dasselbe wäre. Und das ist nicht so.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Die Menschheit kümmert sich jetzt um ihre Erfolge, ihre Titel, ihre Prämien, darum, dass sie gelobt wird, um ihre Gewinne…, um ihre Sicherheiten, ihre Besitztümer.

Das Lieben (span. ‚Amar‘) scheint… wenig rentabel.

Es gewinnt nicht, es fordert nicht, es ist nicht impulsiv, es ist nicht besitzergreifend…

Es ist wie Das Meer (span. ‚La mar‘): Es dauert fort, immer anders in der Ankunft seiner Wellen, immer unvorhergesehen im Handeln seiner Strömungen. Und auch wenn wir etwas über das Meer wissen, verbirgt es viel als Mysterium.

 

Das Wollen (span: ‚querer‘) wäre wie die Flüsse.

Und das Lieben (span. ‚amar‘) wäre den Meeren gleich.

Der Mensch erobert die Flüsse, er baut sich in ihren Wegen auf, durchfurcht die Meere und… und davon verbleibt die Nostalgie des unendlichen Ozeans, der keine Grenzen hat.

Er wird unergründlich.

Aber der Fluss wird kontrolliert, er wird beherrscht, man baut Staudämme, man legt sie trocken, man ändert ihren Verlauf… Man holt aus ihnen einen Gewinn, einen Ertrag, einen Verdienst heraus.

Mit Dem Meer (span. ‚La mar‘) versucht man es auch –und tatsächlich schafft man es auch-, aber… es ist nicht so formbar, es ist nicht so veränderbar. Man kann aus ihm seine Ressourcen herausholen, aber… seine Fortdauer in einem Drittel des Planeten ist wie die göttliche Spur des Liebens (span. ‚el amar‘).

Aber wenn es hoch kommt, dann traut sich der Mensch zu segeln… ohne im Meer die schöpferische Widerspiegelung zu sehen. Ohne darauf zu setzen, weil man sich ja im Ursprung befindet… und ohne in unserer Herkunft zu vibrieren.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Man hat Angst von dem Lieben (span. ‚el amar‘).

Ja, weil…. man es nicht steuern, manipulieren, besitzen, festhalten, aufbewahren kann.

„Gewinnen“ ist leichter… mit dem Wollen und mit der Macht und was das erzeugen kann.

 

(2 Minuten der Stille)

 

***



[1] Im Original heißt es: Yo quiero esto… “Querer“ kann auf mehrere Art und Weisen übersetzt werden: wollen, lieben, wünschen. Wenn man jemandem sagt: „Ich liebe Dich“ gibt es zwei Formen: „Te quiero“ oder „te amo“. Der Unterschied wird im nachfolgenden Text dargelegt.