Als Herberge des ewigen Hauchs sind wir 'Gute Nachrichten'

 

BETENDER RUF

 

(10:30 Minuten der Stille)

 

Und in dem alltäglichen Leben dieser Zeiten werden die Hauche (span. ‚aliento‘) und zeigen sie sich stark… wenn sie danach eifern, die Herrschaft zu bekommen, ihre Begründungen aufzuzwingen, ihre Wahrheiten zu zeigen… Dann sind die Hauche (span. ‚aliento‘) mächtig (span. ‚potente‘), klagend, fordernd.

Zuweilen erreicht dieses Übermächtige (span. ‚pre-potencia‘) der Hauche (span. ‚aliento‘) ihre Überzeugungen, aber sie müssen weitermachen –jetzt mit einem Übermaß an Überanstrengung-, um ihre Errungenschaften zu behalten…

Etwas, was vergänglich wird.

 

Man könnte es für eine Enttäuschung halten, aber das Bewusstsein lässt sich täuschen und setzt das fest oder wertet –diesen Prozess- als… „Gesetz des Lebens“. Und das gelebte wurde gelegt, das Erreichte wurde erreicht und… und jetzt ist bestrafen dran und sogar inständig bitten.

Aber in der Mehrheit der Fälle erreicht man diese Ziele wegen der mächtigen, fordernden und radikalen Hauche (span. ‚aliento‘) nicht. Und nach einem Durchlauf… taucht die Mutlosigkeit (span. ‚desaliento‘) auf.

Kraftlose Vorschläge ‚gefärbter’ Hoffnungen, Schutzwall ohne Konsistenz …

Niedergeschlagene Leben…

 

Wenn demnach das verläuft (span. ‚transcurre‘), geschieht (span. ‚ocurre‘) und sich ereignet, dann ist für gewöhnlich die Erklärung die…, dass die anderen die Schuld haben. Die Anderen! Sind die Schuldigen. Die Anderen sind die, die die gute Arbeit verhindert haben.

 

Wenn dann die Schuldigen erst einmal lokalisiert sind –welche gesellschaftlich, kulturell, politisch, aus der Nähe, Familienangehörige sein können… also eine breite Skala-, wird der Mutlose (span. ‚desalentado‘) ranzig, misstrauisch.

Er plant Resultate…, er stellt mittelmäßige Erfolge auf…

Von Ausnahmen Abgesehen sind alle Feinde.

 

Das kann eine Vision sein, in der sich das Wesen eingetaucht sieht oder sich in Momenten, für Momente eingetaucht sieht. Und grundsätzlich tauchen sie (die mittelmäßigen Erfolge) auf, wenn… –und das ist die Botschaft des Betenden Rufs- wenn man denkt, fühlt, dass die Hauche (span. ‚aliento‘) etwas Eigenes(!) sind, wenn sie für etwas Persönliches gehalten werden! Wenn der Bezugspunkt das Ego ist und das, was es gelernt hat, was es weiß, was es fühlt. Und in Wirklichkeit hat es das Wesen nie sehr interessiert, was die Anderen fühlen!

Es war ihm schon wichtig, dass die anderen das fühlen, was gewollt ist, dass sie das fühlen und dass sie sich verhalten, wie man es möchte, dass sie sich verhalten.

 

Die Endogamie der Hauche (span. ‚alientos‘) ist infolgedessen, wenn man es so sieht- enttäuschend. Es wird Variablen geben und es gibt sie, aber wenn das Wesen fühlt, dass es Eigentümer seiner Hauche (span. ‚aliento‘) ist… sieht man sehr bald, dass sie nicht lebbar sind. Er hat etwas benutzt, was nicht seins war, etwas, was SIE ihm gegeben haben, um es zu hüten, etwas, das SIE ihm einhauchten (span. ‚alentaron‘) zum zu leben, um weiterzuleben, um zu überleben… aber was niemals sein Eigen war.

Er hat den Ursprungshauch entwendet und er hat ihn persönlich gemacht, er hat ihn individuell gemacht; er hat ihn als Waffe oder als Standarte projiziert.

Der betende Sinn macht uns wachsam, er ruft uns(!)... damit man zum Bewusstsein erwacht, dass unsere Hauche (span. ‚alientos‘) ein Pfand sind, Grazien, die man uns gibt, damit wir sie lenken, sie zu Diensten stellen  „von”, damit wir sie mit Begeisterung füllen, sie in Versöhnung übersetzen, in Zusammenleben, in Solidarität, in genussvolles Wohlwollen.

Es ist ein Wert, den wir hüten müssen… so als wären wir eine Zuflucht, eine Hütte… oder ein Sack, oder eine Truhe…  Wer weiß! Der Hauch (span. ‚aliento‘) durchläuft so viele Modelle…!

Der Schatz des Lebens, ausgedrückt in Hauchen (span. ‚alientos‘) … ist eine Gnade der Schöpfung. Und in dem Maße wie wir konsequent sind, dass wir ihre Hüter sind und dass wir nur Gehäuse der Interpretation sind, verkünden sich diese Hauche (span. ‚alientos‘), sie projizieren sich, sie schlagen sich vor! Sie werden nicht ungültig. Sie erreichen nicht die Spitze! Sie sind auf der Spitze. Es gibt keine Mutlosigkeiten (span. ‚desalientos‘). Es gibt… verschiedene Hauche (span. ‚alientos‘).

 

(2:00 Minuten der Stille)

 

Als gesagt wurde: „Ich bin nicht würdig, dass Du eingehst unter meinem Dach, aber nur ein Wort…”

Mit diesem Beispiel –unserer Kultur nahe- können wir verstehen, dass wenn wir annehmen, dass unsere Hauche (span. ‚alientos‘) aus einer anderen Dimension kommen, dann manipulieren wir diese Kraft nicht und wir entmutigend (span. ‚desalentadora‘) sie nicht oder machen sie nicht krank, sondern dass diese Worte des Hauchs (span. ‚aliento‘) dienen, um uns in Bezug darauf zu heilen, dass wir zu Trägern des Hütens, der Hilfe, der Freude, des Enthusiasmus, der Ektase werden.

Aber er war so groß… –um eine Erklärung zu suchen- er war so groß, der Enthusiasmus, dass es eine Versuchung darstellte, ihn sich nicht anzueignen.

 

Es scheint so… –und es ist so-, dass er unerschöpflich ist, aber in possessiven Händen hört er auf es zu sein.

Die unersättliche Eitelkeit der Macht ahmte sich in den Hauchen (span. ‚alientos‘) nach.

Aber das, was aus dem Mysterium ausströmt, das, was uns belebt (span. ‚alienta‘) und uns zum Leben befördert, das, was uns die Möglichkeit gibt das Leuchtende zu betrachten… kann man nicht verleihen.

 

(5:00 Minuten Stille)

 

Man hat versucht uns davon zu überzeugen –und zum großen Teil hat man es erreicht-, dass wir es mittels unserer Hauche (span. ‚aliento‘) mit allem aufnehmen können. Und das wurde nach und nach den verschiedenen Altern angepasst.

Und so wurde diese Unendliche Kraft der Hauche (span. ‚aliento‘) nach und nach domestiziert.

Und nach und nach, auf der Basis dieser Domestizierung, kam das Wesen… immer mehr herunter.

Und in jeder Epoche, die es durchlief „konnte es nicht”… -es konnte (span. „podía“): Macht: „span. „poder”). Später ging es in eine andere Epoche über und konnte auch nicht…

Sein mächtiges Bewusstsein verließ seinen Gipfel.

Und das war normal.

Und all das geschah in der Welt der Gläubigen, der  praktizierenden Gläubigen, der Philosophen…

Aber es geschah –und es geschieht- auf dem Höhepunkt der Glaubensrichtungen, dass das Wesen das Maximale ist, das perfekte Werk der Schöpfung… dem alle huldigen müssen.

Und wenn sie ihm das nicht geben, dann zwingt es sich auf.

 

(4:00 Minuten der Stille)

 

Und demnach kann man sich fragen:

Aber… was sind wir denn dann?

„Empfangender Ausdruck einer Grazie einiger Hauche (span. ‚alientos‘), der im Verlauf eines ausnehmenden Ereignisses –dem Leben- die Funktion hat, die Großartigkeit der Schöpfung zu zeigen… und das Leben in ein kontemplatives Tun einzuhüllen, das einer Ewigkeit würdig ist.”

Klar, das geschieht nicht auf einmal, es passiert, es geschieht.

Es passiert und geschieht aufgrund des Plans, den wir nicht kennen. Weil es auch leicht ist –und für gewöhnlich geschieht das- sich zu fragen: „Warum benachrichtigt man uns nicht? Warum weist man uns nicht hin?”

Und was machen wir jetzt gerade…?

Und das, was wir jetzt machen –benachrichtigen und hinweisen- wurde unendlich viele Male… gemacht. Aber das Gefäß der Hauche (span. ‚aliento‘) hat nicht gehört. Es hat sich in seinem strengen Vorrat in Sicherheit gebracht, der sich neigt, wenn man ihn besitzt.

 

Der Botschafter kennt nicht die Botschaft, die er trägt. Er trägt sie. Es fällt ihm nicht ein, sie zu öffnen, zu lesen, sie zu interpretieren und… demgemäß zu handeln, wie es ihm passt.

Er ist so als würde der Briefträger die Briefe öffnen und die Nachrichten lesen und die Briefe umschreiben und so bewirken, dass sie –solche Botschaften- ankommen oder nicht.

So geschieht es, das ist nicht das, was geschehen darf.

Als Nomaden Wanderer beherbergen wir Gaben, die Gnade… und alle notwendigen Ressourcen, um nicht zu scheitern.

Wenn also die Ermüdungen/Mutlosigkeiten (span. ‚deslientos‘) auftauchen, auftauchen sollten, können wir auf der Basis dieser Wachsamkeit alarmiert sein… und wir können uns sagen, dass wir das in Besitz genommen haben, was nicht unseres war. Wir haben das umgelenkt, was man nicht umlenken darf.

Und in dem Maße wie wir diese Position korrigieren, kehrt der Hauch (span. ‚aliento‘) zu seiner Natur zurück; kehrt er zu seiner enthusiastischen, neuartigen, kreativen Beschaffenheit zurück.

 

Verliert das Kind etwa den Mut, wenn es anfängt zu laufen und es eins ums andere Mal hinfällt…? Ist es sich bewusst und weiß es, dass es aufstehen und gehen muss? Nein. Aber es gibt etwas, dass es antreibt, es zu tun.

Genauso ist es mit diesem „Etwas“ von Hauch (span. ‚aliento‘), der Hauche (span. ‚alientos‘), die uns hin zum Kreativen fördern, und wenn das Wesen den Mut verliert (span. ‚desalienta‘), dann deswegen, weil wir nicht die adäquaten Hüter dieser Lebenskraft sind.

Ist es denn etwa nicht so, dass wir als Heiler  versuchen, den Mutlosen (span. ‚desalantado‘) zu ermutigen (span. ‚alentar’)...!?

Ist es denn etwa nicht so, dass man als Heiler versucht, dessen Odem wiederherzustellen, ihn zu reparieren, damit er zurückgeführt wird...!?

Ist es denn etwa nicht so, dass man uns gesagt hat und es wiederholt wurde(!) in unseren Ausbildungen, dass diese verwirrten, gestörten Hauche (span. ‚alientos‘) empfindsam sind und sich verändern können in dem Maße, wie wir es verstehen, mit dem Wort zu handeln, mit den belebenden Odem, mit den Vorschlägen, mit den Anregungen …?

 

 Denn man empfängt die Wachsamkeit, das Bewusstsein und die Benachrichtigung der Natur der Hauche (span. ‚alientos‘) und es zeigt sich ein Weg, um sie in ihrer wirklichen Essenz zu halten. Noch ein Grund mehr, dass die Mutlosigkeit (span. ‚desaliento‘), das sich Einrichten, die Gewohnheit, die Routine… keinen Platz haben.

Und die Schönheit, der Enthusiasmus, die Neuheit, die Innovation, die Kunst, das Kreative, das Solidarische, das Zusammenleben… So viele Beispiele dafür, wofür die Hauche (span. ‚alientos‘) als göttlicher Plan entworfen wurden, als Plan des Mysteriums(!)…, dass wir uns nicht anmaßen können, zu beschlagnahmen und meinen, ihn zu Unserem machen zu können.

 

Genauso wie die Mutter in ihrer Höhlung die Essenz des Inkarnierten beherbergt… und er ist ein Abgesandter.

Genauso wie sie ihn in ihrem Schoß einhüllt und ihn stillt, aber sie zwingt ihn nicht; sie ist seine „Abdeckung“.

Genauso wie sie ihn später sich entwickeln und wachsen sieht… mit seinem Hauch (span. ‚aliento‘), mit seiner Botschaft.

Sie hütet ihn, aber sie besitzt ihn nicht.

 

In diesem Sinne zeigt uns das Weibliche in diesem Verlauf, wie wir ein Entwurf eines Behälters für Hauche (span. ‚alientos’) sind… und in keinem Fall ein Herrscher von Mutlosigkeit (span. ‚desaliento’), der Bedrohung… der… –ach(!)- der Ängste.

Als Herberge der ewigen Hauche (span. ‚alientos‘)  sind wir „Gute Nachrichten”.

Und wenn wir uns machen lassen… sind wir Saatkörner der Ewigkeiten.

 

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