Die Güte und die Barmherzigkeit der Schöpfung sind unglaublich offensichtlich

 

BETENDER RUF

 

(1 Minute der Stille)

 

Beeindruckend, aber gleichzeitig heiter zeigt sich das Licht des Mondes.

Beeindruckend und gleichzeitig freudig zeigt sich das Krähen des Hahns.

Beeindruckend und gleichzeitig… ohne Wichtigkeit trägt uns der Boden. Und wir springen auf ihm, wir durchlöchern ihn, wir pflanzen, wir erbauen …

Ohne sich wichtig zu nehmen, werden die Nächte dunkel und verschieben sich in ihren blinkenden Tänzen.

 

Die Kälte, der Wind, die Wärme, die Feuchtigkeit… bemächtigen sich in ihrem Haus, indem sie Gastgeber unterschiedlicher Felle sind, um den Aufenthalt angenehm zu machen.

Die Königinnen der Ruhehaltung… beruhigen sich(!)... diesbezüglich in ihrer anwesenden Pflanze, um unsere Visionen zu befriedigen, um unseren Geruch mit Duft zu erfüllen, unseren Geschmack zu ergötzen, um sich angesichts der Brise zu biegen, und damit wir das Klatschen der Blätter hören können.

Nicht, dass sie nicht schneller in ihrer Bewegung sein könnten, sondern sie beruhigen sich, damit wir sie kontemplieren können.

Und jedes Stückchen eines Steinchens, eines Steins, des Sandes ist da noch viel beunruhigender! Man könnte meinen, dass es absoluter Bedeutung entbehrt. Im Gegenteil… im Gegenteil, es markiert den Klang unseres Schritts… es erleichtert das Gewicht unserer Schritte… oder es macht… es macht ihn (den Schritt) geschickt, um Schwierigkeiten auszuweichen.

Gibt es… in der Umgebung des Wesens etwas, dass es darauf abgesehen hat, uns zu verletzen!? Gibt es etwas in der Schöpfung, das zum Ziel hat, uns zu belästigen, uns schlecht zu behandeln…?

Es scheint alles darauf hinzuweisen –wenn wir „gut denkend” fühlen-, dass sie zu unserer Disposition stehen, dass sie zu unserer Disposition stehen, um uns zu dienen

Der Regen, die Flüsse, die Quellen, die Brunnen, die Bäche… beruhigen unseren Durst.

Die Meere geben uns die klare Schönheit ihres Aufenthaltes, abgesehen von den Wundern ihrer Bewohner.

Die Schneeflocken klingen uns zu, sie klingen uns in der Stille zu, verspielt in ihrem Fall und sie verschwinden schüchtern, wenn sie auf dem Boden ankommen.

Ach! Und währenddessen erörtern die Sperlinge, welchen Ast sie zum Schlafen nehmen: ein skandalöses Getöse, das nur beabsichtigt, seine Lebensfreude zu zeigen…!

Und gleichzeitig fordern die Ameisen nicht, dass man ihnen den roten Teppich ausrollt; sie dauern in Stille weiter fort… auf die besten Momente wartend.

Alles scheint… organisiert(?)… zu sein –zu organisieren(?)-, entworfen(?) –zu entwerfen(?)-, verziert(!) –„geschmückt”-, damit sich das menschliche Vorgehen angenehm fühlt, sich  wohlfühlt,  es seine Sinne im Munde zergehen lässt; sein Dasein poetisiert; für so viele Details dankt und dankt…(!) –so vieles(!)- zuzüglich derer, die sich nicht in Klarheit zeigen, aber die zur Neugier anstiften. Und noch mehr: sie fördern uns hin zur Bewunderung dessen, was wir leben, dem Leben gegenüber.

Ach! Wird es so sein… wird es so sein, dass sie uns zum Leben rufen? Rufen sie uns, um im Gleichgewicht, in Harmonie, in Variablen, in Neuheiten, in Hilfe, in solidarischen Einklängen zu leben…!?

Werden sie… werden sie Schöpfungen sein, die uns zum Traum und dann zur Wache anstiften, die uns hin zur Nahrung wecken, uns hin zum Atmen anstiften?

Ach! Werden es die Schöpfungen sein, die uns rufen(!)…, um uns zu sagen, dass sie uns lieben? Und infolgedessen, angesichts so viel Verschwendung, sind wir beeindruckt(!) und wir spiegeln so viel Liebe wider, die es uns erlaubt…, dass wir uns untereinander verlieben(!), dass wir uns zwischen unseren Empfindungen lieben!

Wird es so sein, dass sich unser Dasein und unser Weitermachen… in dem Reich der Mäßigung befindet(?), in der Zufriedenheit(?), in dem Fließen(?), in dem Zuhören(?) In dem sich erkennen, was man sagt, was man tut und darin, kontinuierlich zu lernen, um so viel Liebe, die SIE uns anbieten, annehmen zu können?

 

Und mit all dem, wie kann es da sein… wie kann es da sein, dass das menschliche Vorgehen vergisst(!), sich ablenkt, sich über sich selbst zusammenrollt? Und aufhört, seinen Schritt zu hören, aufhört, die inkarnierte Blume zu sehen, aufhört, den Tagesanbruch zu fühlen, nachlässig vom Mond Notiz nimmt, dass ihn der Regen stört(!), dass er sich über die Kälte beschwert, ihm die Wärme unbequem ist…!

Und alles, was die Schöpfung als Beispiel der Liebe anbot(!), nimmt das menschliche Vorgehen… als Beschwerde(!):

„Ach, was für ein schlechtes Wetter! Ach, wie unbequem dieser Berg! Ach, wie beklemmend dieser Pfad! Ach, was für ein flaches Tal, es könnte, es könnte weiter sein! Ach, was für ein immenses Meer! Das erschreckt mich!”

Ist die menschliche Kreatur im Ursprung so? Oder sagten sie sich untereinander, dass sie die Vorbilder waren… die, die die Richtschnüre markierten!? Und klar, sie hörten auf, die Nahrung zu schätzen. Sie hörten auf, den Blick zu genießen. Nach und nach rollten sie sich in ihren Beschwerden ein. Und so… beschwerten sich die einen gegenüber den anderen. Und sie gingen von der Klage zur Wüste über, weil sie unbewohnt war, und zur Beschwerde über den Urwald, weil er so bewohnt ist. Und sie schufen Dörfer und sie beschwerten sich darüber, dass sie zusammengepfercht waren!

Die Menschheit machte sich zu Kreaturen der… Uneinigkeit, der Klage, der Wut …

Und als sie sich nicht durch die Schöpfung umschmeichelt fühlten, steckten sie Ihresgleichen mit ihrem Missfallen an und unter ihnen verwickeln sie sich in Konspirationen, in Gerüchten, Meinungen, Einmischungen,… sie gaben sogar Schreie von sich… und führten dabei gute Gründe an!

Wo war… das Danken? Wo war das sich erinnern? Wo waren das Träumen und das, das Gelebte präsent zu machen? Wo war es, dass alles anfing durcheinander zu gehen(!?), gleichzeitig unehrlich und konsequent konspirierend…

 

Sie setzten sich jeden Tag Karnevalsmasken auf und zwischen Gemurmel und Wortgefechten führten sie täglich von der Schöpfung und der unendlichen Liebe eines jeden Tages abgetrennt, ihre Differenzen an, nahmen Partei ein, indem sie Bewusst Seine konfrontierten…

Man scheint von der Schöpfung aus einen Seufzer zu hören, der sagt: Ach! Was für eine Lebensstrafe...!

Es wurde mit allem Luxus der Details geschöpft(!), ohne mit der purpurnen Farbe des Riffs zu geizen, ohne auch nur einen Augenblick das grün-dunkelviolette der Alge zu vernachlässigen(!), ohne auch nur einen Moment… das Gefieder der Möwe zu vernachlässigen, die mit der Sonne schwingt.  

Und mehr und mehr(!)… während sich der Mensch versteckte, sucht er Zuflucht in seinen Huldigungen (span. ‚pleitesía’) und seinen Rechtsstreiten (span. ‚pleito‘)!

Jeder einzelne errichtete sich als der Beste und in Folge dessen wollten sie denselben Platz besetzen. Und es erzeugte sich lediglich die Verwüstung.

Ach! Wenn man sich für einen Moment(!) –wenn sich für einen Moment-… einige Wesen der Menschheit bewusst machen würden –einige, nur einige(!)-, dass sie als schöpferischer Ausdruck der Schönheit dorthin gesetzt wurden, dass sie dort als Zierde der Liebe hingestellt wurden(!), dass sie dorthin gestellt wurden(!)… als Ausdruck der unglaublichen Pracht und diese „einige“ vibrieren in diesem Bewusstsein, um… die Seelen derer, die dotiert sind, aufzuhellen, um aufzuhellen, sich der Ängste, der Wut zu entledigen…!

Fallen etwa Messer, wenn es regnet…? Verschlingt uns etwa der Boden, wenn wir ihn betreten…? Die Luft, die wir atmen, geizt sie mit der Dosis? Oder zerstören wir sie vielmehr?

 

Ja! Es ist eigenartig, dass wenn sich das Wesen weit über seinen Verstand hinaus aus der Ruhe und aus seiner bestimmenden Wahrheit bringen lässt, versucht es sich zu reparieren(!), sich in Ordnung zu bringen(!), sich zu heilen, sich zu kurieren…

Mit all dem vorherig Beschriebenen, ist da so etwas möglich? Nein! Nein!! Es gibt  zu viel und üppige Eitelkeit, Hochmut, Wut(!), um nach… Erleichterung(?), Verbesserung(?) zu trachten? Nein!

Nein! Man kann nicht beruhigen, erleichtern, verbessern, wenn man abartig wütend oder radikal fordernd(!), aufzwingend(!), dominierend(!), manipulierend(!!) ist. Nein. So kann man weder verbessern noch zulassen, dass man  Dich verbessert, noch dass Du selbst besser wirst. Weil Du suchen wirst… –und die wundersame Pille fordern wirst, klar(!)-, damit Du Deine Arroganz, Deine Wut aushalten kannst… -bah(!)- und damit Dir diese eine glückliche Welt schafft –auf Kosten der anderen, klar.

Verletzende Menschheit, die zu Blut wird… und dann versucht zu erleichtern.

Ach…!

Eine heuchlerische Seele, ohne Mut, eine Seele des obskuratnistischen Wortes, das ausweicht, das sagt und vergisst, dass sich ausdrückt und sich versteckt.

Und das findet nicht nur an einem oder an dem anderen Ort statt…! Das ist an allen Orten.

 

Und sie rufen uns zum Beten und… was für ein Privileg! Wie ist das möglich, dass das noch geschieht?

Aber selbstverständlich gibt es diesbezüglich Klagen, weil es niemals zum Geschmack von  jedem Einzelnen ist.

Wie schrecklich!

Man hört erneut: Ach! Was für eine Lebensstrafe…!

Wenn sich alles für Dich bereitstellt, für Dich, für Dich, für Dich, für jenen, für den anderen, für alle(), mit Ambrosia. Und umgekehrt nimmt jeder seine Spitzhacke und seine Schaufel, begrenzt sein Territorium, trachtet nach dem Raum des anderen… und wühlt mit Hartnäckigkeit, mit Hämmern, Scheinen, Banken…

Ach! Und die ewigen Lügen, die herumstreifen und herumstreifen und sie werden sogar zu Wahrheiten. Und die Historiker kopieren und kopieren und kopieren, was sie von den einen und anderen hören und das Wenige, das sie durch sich selbst sehen können. Und sie erzählen uns… was erzählen sie uns?

Was für eine Gewissheit gibt es, dass nicht mit Lügen erzählt wurde? „Was für eine Gewissheit gibt es, dass nicht mit Lügen erzählt wurde?“

Und das Überraschende und das Unglaubliche ist, dass mit dieser ganzen Last von: „Ach, was für eine Lebensstrafe”(!) der Mandelbaum weiterhin blüht...!

Was… was für ein Geschenk! Geht ihr Vertrauen uns gegenüber weiter? Ist es möglich?

Ja. Und der Mond überragt und stiftet zur Poesie und dem Licht der Nacht an. Es scheint so, als ob sie nichts von unseren Vorgehensweisen wüssten. Es scheint so, dass… Na gut! Das wird schon ihnen schon vergehen.“ „Sie werden uns schon wieder mit Zuneigung anschauen” –sagen die Sterne. „Sie werden schon noch wieder vorsichtig auftreten” –sagten die Gesäten. „Sie werden schon noch wieder mit Freude trinken” –sagen die Wasser.

„Wann ist ‚schon‘? Wann… ist ‚schon‘? –mahnt das Gebet beharrlich. Wann?

Währenddessen erinnert es uns… dass die Feder dem Hauch des Windes folgt. Während sich der Frühling erneut mit neuen festlichen Kleider, mit neuen Geweben vorbereitet.

„Mal sehen, ob wir dieses Mal Glück haben(!!!)... und die Menschen schauen uns an.”

Mal sehen, ob der heutige Wachzustand freudig wird und kein Grund zur Klage, des Versteckens, der Abneigung ist…!

 

Der Mond verbirgt sich nicht. Er transformiert sich, er diversifiziert sich.

Die Sterne… fliehen nicht.

Der Boden verschwindet nicht.

Warum verbirgt der Mensch so viel!? Und außerdem ist es eigenartig! Er verbirgt seine… seine was? Was ist es, was er verbirgt? Das, was jener sagte, was der andere flüsterte, was er dachte…

Fühlt es sich so wichtig, dass das, was er verbirgt, wertvoll ist? Ist das wirklich wertvoll für das Leben des Käfers oder die Zukunft des Storches? Zum Beispiel. Oder ist das Verbergen eine Beschlagnahmung und ein Zeigen anderer Facetten?

 

Für einen Moment sagt uns der Betende Sinn –für einen Augenblick: „Und wenn es Morgen nicht Tag wird…? Was würdest Du von hier bis dahin machen, wenn die Kälte Deinen Geist einfrieren lässt?”

Das Wesen der Menschheit lebt mit Frechheit, mit der Ungezwungenheit, sich als Schöpfer zu fühlen. Und es fühlt sich dessen sicher, was Morgen geschehen wird und baut auf Übermorgen.

Ach…!

Es bemerkt nicht, dass der kleinste grüne Spross, der sich zeigt, das aus der Entscheidung des Unbenennbaren des Schöpfer Mysteriums heraus macht. Wie kann das angehen, dass es das nicht bemerkt?

Wie kann es angehen, dass es nicht vor Freude schreit… und seine Fantasien teilt?

Und wie kann es sein, dass es nicht solidarisch mit Ideen, Projekten, Aktionen ist?

Wie kann es sein, dass es mehr auf die Übrigen schaut, auf die anderen und es niemals schafft, seine Verrichtungen zu erledigen? Wie kann es sein, dass…?

 

Hat er vergessen zu leben…? Und hat es eine andere Sache eingeführt, was es „Leben” nennt.

Und man hört erneut: Ach! Was für eine Lebensstrafe...!

 

Das menschliche Verhalten ist so furchtbar und dramatisch ungerecht, dass die Güte und die Barmherzigkeit der Schöpfung unglaublich offensichtlich sind.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Das Glück (span. ‚ventura’) –als Tugenden (span. ‚virtudes‘)- traut sich zum Abenteuer (span. ‚aventuras‘) zu werden, wenn sich das Wesen verliebt, noch liebt …

Noch.

Wird es noch möglich sein?

 

 

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