Sich im Universum zu befinden ist keine Last


BETENDER RUF

(6 Minuten der Stille)

Und man fühlt und man hört… –begründet- eine überlastete Menschheit.
Die Mühsal der Erträge, der Vorteile, der Gewinne, der Besitztümer, der Triumpfe…, die angesichts der wachsenden Forderung eines jeden Wesens, einer jeden Gruppe, einer jeden Gemeinschaft, eines jeden Landes… nicht ausreichend eintreffen
„Last.“
Und der Betende Ruf warnt uns angesichts dieser Überlastung der Resultate, der Produktion… in dem Sinne zu haben, zu kontrollieren, zu dominieren…
Und die betende Warnung kommt daher, damit wir uns bewusst werden, dass das Leben, dass die Tatsache, in diesem Universum präsent zu sein… nicht erschöpfend ist. Die Erschöpfung kommt von dem Lebensstil des heutigen Menschen –der durch die Zeiten hindurch ausgearbeitet wurde, klar-, dass er es mit seiner Wissenschaft, mit seinem Wissen, mit seiner Technologie… mit allem aufnehmen kann. Und wenn er bemerkt, dass es nicht so ist, dann taucht die Erschöpfung auch deswegen auf, um ihn im Betenden Sinn aufzufordern, dass das nicht der Sinn ist, dass das nicht der Weg ist, dem man folgen sollte.
Aber zweifellos bilden sich externe Konditionen, welche Konditionen der einen und der anderen sind, die miteinander über das konkurrieren, was nicht eigen, ist, über das, was ihnen nicht entspricht.
Irgendwie… taucht die Erschöpfung in dem, wie man die Beziehungen, die Zuneigungen, die Emotionen lebt, auf der Basis von Details auf. Ja, das Leben des Gemüts, der Belebtheit, der Seele, das zu lieben schwebt in Aufenthalten… –verglichen mit alltäglichen Spekulationen- in Aufenthalten, die „sehr zerbrechlichen” sind.
Und ein Ausrutscher im alltäglichen Vorgehen, ohne sich mit diesem zerbrechlichen Fühlen in Kontakt zu setzen, erzeugt eine Rührung, eine Rührung der Empfindungen, so als ob sie hin zum Ertrag, zur Produktion, zum Gewinn, zum Vorteil geschleift werden müssten.
Ach…! Dabei ermöglicht uns die Schöpfung. Sie erwartet keinerlei Hilfe und keinerlei Vorteil! Sie erwartet von uns nicht, dass wir gute planetarische Produzierenden oder ausgezeichnete Mächtige wären. Sie erwartet nicht von uns –so wie man es manchmal sagt- „Hilfe“!
Ist es vielleicht möglich, dass „Menschheit” der „Schöpfung” hilft?
Der schöpfende Sinn zeigt uns –im Betenden Sinn- durch das Leben die unruhige Sorge des Gemüts die Position aufrecht zu erhalten, die erlaubt, mit dem Unsichtbaren,
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dem Unerwarteten, der Überraschung, der Schmeichelei, dem Staunen, der Schönheit in
Kommunion zu bleiben.
Und wenn der Stein des Verstandes, der Logik bittet, sich in Sicherheit zu bringen,
wenn er seine Offensichtlichkeit fordert…, dann versteckt sich…, dann erschrickt sich
die zerbrechliche Empfindung des Mysteriums, die zerbrechliche Empfindung des
Staunens.
Die gewöhnlich rationale und vom Geschmack abhängige Erschöpfung, verankert
in dem Besitz des Verstandes, verschiebt den subtilen Duft einer Permanenz, verschiebt
das Ideal, das uns stützt. Er versucht die Seele, die Kraft „zu normalisieren“.
Ist die belebte Seele vielleicht der Form des „Normalen“ unterworfen?
Muss ich vielleicht… die Gefühle und die Emotionen und die Tränen eines
Augenblicks wegen einer Emotion argumentieren, und muss ich dem… für meinen Stolz
und für die Eitelkeit der Macht eine präzise Erklärung geben? Oder kann ich vielmehr,
wenn ich mich luftig fühle, wenn ich in dem Staunen vibriere… das Kriterium des
Enthusiasmus haben, das des Weitmachens… durch die immense und unendlichen und
wohlgefälligen Schöpferzuneigung?
Und je näher man… je näher man sich dem Subtilen, dem Unglaublichen
befindet…, desto mehr fordern die Logik, der Verstand und die Überprüfung ihr
Territorium ein. Desto mehr bitten sie, dass der Vers zum Schlick wird(!), dass das
Lächeln rigoros bestrafend wird, dass die Genehmigung sich in Korrektur verwandelt!
Und wenn sich dieses Ereignis jede Sekunde ereignet und wenn es ausnehmender
Weise nicht jede Sekunde auftaucht, müsste es ausreichend sein, um in andere
Dimensionen einzutreten. Aber es ist nicht so.
Tausende von Wundern sind nicht ausreichend, um den Verstand aufzuheben.
Es ist angebracht sich zu fragen: Ist es noch Zeit, um zu glauben? Ist es noch Zeit,
um berührt zu sein und um überwältigt zu sein oder hat die Dunkelheit der Konflikte, der
Furcht, der Traumata, der Erinnerungen und einer langen Liste der Hindernisse es damit
aufgenommen…. die ungewöhnlichen Überraschungen zu unterdrücken…?
Ist es nicht mehr Zeit…? Ist es keine Zeit mehr für Opfergaben? Ist es keine Zeit
mehr für… Rituale? Existiert bereits nur das „Tun“, der Genuss und das entschiedene
Denken durch den anderen und durch anderen und durch den anderen…?
Der Betende Sinn macht uns weiterhin wachsam, dass sich das, wenn sich die
Wesen interpretieren und interpretieren, dass dieses oder jenes oder das andere, weil es
Vernunft ist, weil es… offensichtlich(?) ist, den subtilen und nicht rentablen Emotionen
aufdrängt.
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Die Zungenbrecher der Intentionen von: ich habe dir gesagt; von: du hast mir
gesagt; von: ich habe gehört; von: ich habe verstanden; von: was ich interpretiert habe;
von dem: was Du interpretiert hast… sind ein Beispiel dieses Unwohlseins, dieser
Erschöpfung, die sich uns präsentiert und als unlösbar handelt.
Versionen über Versionen, die niemals übereinstimmen.
Und es geschieht, dass in dem Maße wie man das Subtile andeutet und damit
endet, das Subtile ‚zu bepflastern”, in diesem Maße wird das Wesen fordernd und
klagend.
Und es ereignet sich die einzige „Verteidigung” –um es so zu sagen-, welche die
Schöpfung –der liebenswürdige Umhang, den uns das Leben gibt- nicht benötigt: also
ohne sie zu benötigen, greift sie auf die Stille zurück.
(2 Minuten Stille)
Sie greift auf diese Stille… als die beste Form zurück, um sich nicht zu verletzen.
Die beste Art und Weise, das Versprochene zu bewahren.
Und von daher können wir entdecken, wie uns die Vorstellungskräfte der Kulturen
durch die Geschichte, die Erzählungen, die Traditionen… übermitteln, dass die Wesen
–nicht wahr(?)-, in anderen Momenten miteinander lebten und sich in Kommunion mit
diese Kraft zu lieben zu fühlten.
Ihre Fantasien, ihre Träume, ihre Riten, ihre Religionen, ihr Animismus… –all das,
was heute „primitiv”, „veraltet”, „unnütz” genannt wird-… all das verstummte nach und
nach. Es wurde Stille! Und wenn sie –in irgendeinem ausnehmenden Moment- etwas
sagte, tauchte sofort das Vernünftige(!), das Angebrachte… auf, um diese Gerüchte, die
sich in Millionen von Jahren in Bezug auf die Sterne, in Bezug auf die Träume, in Bezug
auf die Voraussagen entwickelt haben, verstummen zu lassen.
Nein, der Betende Sinn beabsichtigt nicht nostalgisch zu sein. Die Schöpfung, die
Lebenskraft, die Liebe, die die Genesis der Schönheit –und umgekehrt- ermöglicht,
befindet sich nicht in der Nostalgie. Sie befindet sich jetzt in der Wachsamkeit…
angesichts der ermüdenden Forderung anzukommen, zu haben, zu verdienen.
(2 Minuten der Stille)
Gewiss gibt es keinen schlimmeren Blinden als den, der nicht sehen will, noch
einen schlechteren Hörer, der nicht zuhören will, noch einen schlechteren
Schmeckenden als den, der nicht testen möchte. Noch ein schlechteres Aroma dessen,
(Sich in diesem Universum zu befinden ist keine Last) 4
der sich nicht äußern will, noch eine schlimmere Liebkosung als jene, die man nicht
geben möchte.
Die Sinne, panaromahafte Versionen, die übermitteln, die aufsammeln, die
ausdrücken… sie sind gelenkt, manipuliert, kontrolliert.
Und so ist es, wie sich jedes Wesen auf der Basis dessen rechtfertigt, was es sieht
–was hat es in Wirklichkeit gesehen(?)-; auf der Basis dessen, was es hört –was hat es
gehört(?)-; und im Allgemeinen… was ist es, was es gefühlt hat?
Und bei all dem. An was glaubt es?
(2:15 Minuten der Stille)
Das menschliche Vorgehen dieser Zeit der aktuellen Menschheit möchte schreiben,
möchte bescheinigen und möchte versichern, dass alles, was geschieht … durch die
vernünftige Offensichtlichkeit dessen, was ich interpretieren kann, um das Leben zu
dominieren, zu kontrollieren und zu besitzen vorgesehen ist, verurteilt ist, hingerichtet
und bestimmt ist. Und das wird so aufgestellt, als ob es keinen Ausweg.
Und jetzt wird das geschehen und jetzt wird das andere auftauchen und jetzt wird
das andere kommen. Und man hört alltäglich, wie die einen und die anderen sagen:
„Nein! Du wirst schon sehen, wenn das…” „Was in solchen Fällen für gewöhnlich
geschieht… bla, bla, bla.“
Wie furchtbar! Wie traurig!
Zweifellos ist es mit dieser ermüdenden Bedrängnis und mit diesem Urteil… über
jedwede Handlung schwierig; zweifellos ist unter diesen Gesichtspunkten die Stille des
Göttlichen das Subtilste, das wir wahrnehmen können.
Und wenn man uns damit noch die betende, meditative und betrachtende
Ressource erlaubt… müsste man einsammeln… müsste sich jedes Wesen in diesen
Hinweisen, Alarmen, diesem Klopfen… die sich ausdrücken, einfinden.
Ja, die, die keinen Ertrag haben, die nicht gewinnen, aber die auch zweifellos
niemandem fremd erscheinen, wenn für einen Augenblick die strahlende Klarheit des
Verses, der Bewunderung oder der Zufriedenheit erscheinen, trotz der Erschöpfung der
Erschöpfung.
Und alle können sich dessen bewusst werden.
Aber es geschieht, dass es sich sofort wie ein Objektiv schließt! Es öffnet sich für
einen Augenblick, es lebt für einen Moment… und dann schließt es sich. Es hinterlässt
dort eine eingedrückte Spur, die vielleicht… vielleicht in dem bleibt, in dem
„Vielleicht”… oder in der erwähnten Nostalgie oder pulsierend und flehend, das danach
strebt, dass das Objektiv offen bleibt, um sich permanent einzudrücken.
Und in dem Dasein, in dem Tun beeindrucken. Und aus dem Leben eine
„beeindruckende” Konstante zu machen.
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Der Weg dieser Unsterblichkeit zu lieben, des Fließens im Universum wird für geöffnet erklärt…
Zulassen, dass die Sinne aufhören zu urteilen…
Und treue Gewässer unendlicher Güte sein: die, die sich permanent über uns vergießt.
Man muss sie einfach nur… eintreten lassen.


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