Wir leben in einem offenen Universum

 

BETENDER RUF

 

(7:30 Minuten der Stille)

 

Die Glaubensvorstellungen der Spezies in diesen Zeiten sind geschlossene Glaubensvorstellungen, die von einer menschlichen Kondition ausgehen, welche ihre Entscheidung auf der Macht der Kraft und der Entscheidung der Gewalt basieren; auf der Suche nach Besitz, nach ihren Verteidigungen und in der Überzeugung der Angriffe.

Sie (die Spezies) hat die Evolution beigelegt… und es wird nicht vorgesehen…        -weder ist es vorgesehen noch glaubt man es-, dass sie weiterhin wirkt.

 

Es ist wie ein geschlossener Kreis, zu dem man eins ums andere Mal wegen derselben, ähnlichen, gleichen, ähnlichen Umstände mit äquivalenten Antworten zurückkehrt, so als ob die Zeit und der Raum sich eingegrenzt hätten und so werden sie in ihrem Kreis weitermachen, bis sie sich –in irgendeinem Moment- aufgebraucht und verschlechtert haben und… sich in den Rückständen verschmelzen.

So, unter diesem Blickwinkel bleiben die Projekte, die Möglichkeiten immer beschränkt… auf Umfragen, die mehr oder weniger ins Schwarze treffen.

Der Betende Sinn kommt, um uns daran zu erinnern, dass wir in einem offenen Universum wohnen!

Es handelt sich nicht um… Raum-Zeit-Geschwindigkeit…

Es ist kein geschlossenes Universum.

Und das sagt in stotternder Form auch die Wissenschaft, obwohl –„obwohl”- sie  –das Universum- in ihren Aufstellungen auch wie etwas Aufgebrauchtes, Begrenztes… andeutet. Und auch wenn es sich jetzt in Ausdehnung befindet, kommt sein Moment der Kontraktion.

Der Betende Sinn –indem man auch diese Perspektiven des Bewusstseins, der Wissenschaft, des Wissens einsammelt- zeigt uns das Bild einer unaufhörlichen, kontinuierlichen, assistierten, erhaltenen Schöpfung.

Er ruft uns vom Schöpfer Mysterium aus, damit sich unsere Bewusstseins-zustände… dieser permanent unvollendeten, konstant neu kreierten, permanent unterschiedlichen Position gewahr werden.

 

 

Der Unterschied angesichts der Herangehensweise an jedwede Aktivität, jedweden Prozess, jedwede Entwicklung…, bringt in einem Fall –dem des geschlossenen, komplettierten Kreises-… einen besiegten, einen Sinn des gelegentlichen Gewinns, der Grenze, der Wiederholung mit sich…

Das bringt eine… Geburt, ein Wachstum, eine Entwicklung und einen Tot mit sich…

Das bringt mit sich, dass jedwede Aktivität auf ein Ende zusteuert… zu Ende zu gehen, ein Rückstand zu sein.

Solange wir ein offenes Universum annehmen, dass sich ausdehnt und das in einer unaufhörlichen Evolution neue Räume in kontinuierlicher Transformation kreieren wird…,  werden diese Möglichkeiten in diesem Universum unendlich, es gefällt den Möglichkeiten nicht… es gefällt ihnen nicht, sich unweigerlich zu wiederholen.

 

Und uns unter dem Ausdruck einer Widerspiegelung des Lebens zu befinden, die offen ist und uns in diesem Sinne von der unnötigen Wiederholung entfernt, uns von dem systematischen Irrtum entfernt, uns zu einer anderen… unbekannten Perspektive transportiert! Eine wahrhaftes Entdecken, in dem jedwede Vorhersage unnötig erscheint.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Wenn man aufmerksam ist, dann können wir einen bestimmten Grad an Hast bemerken, einen gewissen Grad an Beschleunigung, einen gewissen Grad an Unruhe.

Vielleicht ist dieser „gewisse Grad” die Ankündigung… den Kreis zu öffnen. Die Ankündigung zu bemerken, dass wir dort sind, dass wir ein „Dort” erzeugt haben, um uns zu kontrollieren, zu dominieren, zu handhaben, zu manipulieren…

 

Es ergibt sich –das wissen wir-, dass… Manifestationen des Lebens, wenn sie sich eingesperrt, ohne offene Möglichkeiten sehen, sich selbst vernichten und damit vernichten sie alles, was sie in ihrer Nähe haben.

Und es ergibt sich auch die Tatsache, … fortzudauern, zu warten, zu hoffen, es zu verstehen, dass die Gelegenheit kommt… sich so zu manifestieren, wie man ist(!): ein offenes Universum, ohne Vorbehalt.

 

Stellen Sie sich mal vor. In einem Fall führt die Hast zum „Ende“: das sie (die Spezies) darauf beharrt, eingeschlossen zu sein, darauf, sich bereits für eine komplettierte Evolution zu halten. Im anderen Fall, indem man sich dessen -dieses Geschlossenen- was wir gerade gesagt haben, bewusst ist, weiß man, dass man es nicht ist, aber man wartet. Man wartet, weil es Umstände geben wird, sich ereignen werden, in denen man sich ohne Drama, ohne Tragödie, ohne Ende, mit Hoffnung, mit Veränderungen, mit Evolution ausdrücken kann.

 

Es scheint so, dass es ein Leben gibt, das verzweifelt (span. ‚desespera‘) und ein anderes, das wartet (span. ‚espera‘).

Jenes, das wartet, weiß, dass es festgemacht ist, nicht an seinen Launen und Entscheidungen, sondern an den Umständen der Vorsehung. Jenes, das verzweifelt (span. ‚desespera’), fühlt sich als Hauptdarsteller, Direktor, Ausführender, einer Ebene der Selbstgefälligkeit  und der Geschlossenheit…, welche nur die fatalistischen Glaubenssätze das Wesen fortdauern lassen, indem es in tragischer Form lebt.

 

(3 Minuten der Stille)

 

In dem Geschlossenen erschöpft sich die Glaubensvorstellung in sich selbst.

Im offenen Universum wächst die Glaubensvorstellung, nicht durch sich selbst, sondern durch die Schöpfung selbst. Aber man muss dafür wie ein Empfänger bereit sein und zur Verfügung stehen.

Kommt vielleicht die Stimme, die Musik aus dem Apparat, den wir haben, heraus… wird sie dort geschaffen und entwickelt sie sich dort? Oder ist es vielmehr so, dass das, was wir horchen und hören, tausende… tausende von Kilometern entfernt produziert wird?

 

Das Wesen des XXI. Jahrhunderts glaubt an eine fatalistische Selbstgenügsamkeit. Und als solche handelt und kontaminiert sie. Sie macht jedwedes Gebet unnütz. Immer wird sie ein Verfallsdatum ansetzen.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Wir suchen einen Klang, einen mantrischen Ausdruck, der uns dazu verleitet… in betender Art und Weise bereit zu sein(!)…. Zuzuhören, damit wir ein wirklich evolutives Bewusstsein annehmen, in dem die Wesen sich brauchen, um das Leben auszudrücken und die sich, in dem Maße wie sie sich nicht benötigen, wie sie sich trennen, wie sie sich absondern, als Ausdruck des Lebens erschöpfen.

 

AAMMMMMMAAAAAmmmmm

AAMMMMMMAAAAAmmmmm

AAMMMMMMAAAAAmmmmm

 

(Es wird  17 Mal wiederholt)

 

(5 Minuten der Stille)

 

Wenn wir in diese permanente Öffnung eintreten, werden wir die Vibration der Wahrheit fühlen… und wir werden uns in unserem Tun „treu dem Offenbarten“ gegenüber zeigen, was sich uns durch den Betenden Sinn zeigt, durch unser meditatives Beispiel zeigt, durch unser betrachtendes Verhalten.

 

Bereit, disponibel… im Schöpfer Hauch… ohne Ende…

 

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