BETENDER RUF

 

(2 Minuten der Stille)

 

Und je mehr sich die gesellschaftliche, kommunikative Beunruhigung und die der Beziehung in Streit verwickeln, desto mehr festigt sich die Begründung des Kampfes, das Verhalten in Kontra, die Ausdauer in der Herrschaft… und mehr Wurzeln schlagende Menschheit, die Variablen annimmt, die nicht die sind, welche die Autorität aufzwingt.

In diesem Zustand von… „Dasein”, wird der Betende Ruf missachtet und… heute mahnt er uns an, genau dann, wenn wir IHN mehr, mehr, mehr denn je benötigen.

 

Die Fähigkeit der Macht, die die Spezies entwickelt hat, ist erstaunlich. Erstaunlich! Ihre destruktiven Ressourcen sind… fast unbegrenzt. Und ihre Intentionen der Kontrolle, der Herrschaft und der Manipulation sind generalisiert geworden. Und jeder Einzelne versucht mit seiner Strategie –von Ausnahmen abgesehen- die Aufmerksamkeit zu erregen, sein Kriterium aufzuzwingen, Nächstenliebe zu fordern, Verhaltensweisen aufzuzwingen, egozentrisch mit der Schuldfreiheit spazieren zu gehen…

Und jeder Einzelne wird nach und nach… seine Formen wählen: Das „ich bin so”; das „ich werde mich schon ändern, wenn ich haben werde, wenn ich erreicht haben werde, wenn ich geschafft haben werde…”

 

Der Betende Sinn in seiner Beharrlichkeit fordert von uns die Aufgabe dieser Strategien. Er fordert unser Bewusstsein als Universum. Er fordert unser nachsichtiges (span. ‚consentido‘) Zusammenleben –mit con-sentida[1]-. Es ruft unsere solidarische Fähigkeit! Er ruft… unseren Schöpfer Ursprung(!), zu den Tausend und einen Formen, die man tun, realisieren oder konkretisieren kann. Er ruft uns, dass all das Tagesanbruch (span. ama-necer‘!) ist. Es bedeutet kontinuierlich geboren (span. ‚es nacer‘) zu werden, dank der Kraft der Liebe(!)..., die der Mensch auch besitzen, haben, kontrollieren, beherrschen will… Und er institutionalisiert das durch die Gesetze, die Kontra-Gesetze… Er prostituiert seine Ideale und verwandelt sie in Sklaven der Straffreiheit.

 

Gewiss… der Betende Ruf ist sich seiner schwachen Vibration bewusst. Er ist enorm in seiner Intention! Er ist unendlich in seiner Liebe! Aber die misstrauische, hohe Ansprüche stellende und bestimmte Menschheit(!), sie hört kaum zu, sie lernt kaum. Und sie sucht und findet Zuflucht in ihrer Ego-Vergötterung, getarnt als tausende Formen… total egoistisch.

Aber es scheint fast unmöglich zu sein, dass das Wesen seine Form, seine Art und Weise und seine Einstellung des „Daseins“, des Lebensstils überdenkt.

Und es sind vorbeigekommen… –ach(!)- es sind Abgesandte, Avatare, Heilige, Liturgien, Religionen, Menschheiten, Zivilisationen(!)… mit ihren Botschaften vorbeigekommen.

Und es scheint… –und offensichtlich ist es auch so-, dass nichts davon geschehen ist. Es scheint, dass kein Prophet sprach oder sagte oder schrieb. Es scheint, als ob die Ausnahme, das Unvorhergesehene, das Unerwartete, das Wundersame niemals existiert hätte.

Dort… ja dort, weit vom Bewusstsein entfernt wohnt die Forderung angesichts… dessen, was man nicht erreichen kann(!), die Forderung zu beten, um zu bitten, fast schon fordernd und selbstverständlich die Schöpfung, das Göttliche, das –wie man es nennen mag-…  allen Kummers, den das Wesen hat, zu beschuldigen. Einerseits fordert man diesen freien Willen das zu machen, was das Wesen für angebracht hält! Selbstverständlich ohne mit dem göttlichen Schutz zu rechnen –„ohne mit dem göttlichen Schutz zu rechnen”.

Wankelmut der Macht, Eitelkeiten der Selbstgefälligkeit…, wo einige das Glück haben, dass es ihnen plötzlich klar wird, damit man eine andere Realität sieht.

Von der Unendlichkeit aus… in dem Gebet vibrierend.

Von der Unendlichkeit aus… handelt es in seiner subtilen Vorhersage.

Während das Wesen… von der Unmittelbarkeit der Aktualität aus in seinen Widersprüchen debattiert.

 

Der Betende Ruf regt uns an, subtil, aber rigoros, nicht in die leichte Ablehnung oder in die leichte Zustimmung zu verfallen. Zuzuhören, was das Schöpfer Mysterium anregt, sagt und ausdrückt, wenn ES uns kontempliert, wenn Es uns meditiert, wenn ES uns betet.

Auf dass diese Nahrung unsere Gegenwart transfiguriert, unsere Wahrnehmung konfiguriert, unsere Illusion belebt.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Man muss sich unter der Großartigkeit unseres Ursprungs, unserer Erhaltung und Gegenwart aufstellen, damit man sich anpassen kann, ohne… die Projekte der Ideale  abzuweisen(!), die die Vorsehung anregt.

 

(3:30 Minuten der Stille)

 

Und jedes Mal –so als ob es sich um einen verzehrenden Weg- handeln würde, die Hindernisse werden manifester und die Ressourcen, um sie zu umgehen, werden immer menschlicher und weniger animistisch und viel weniger spirituell. Wodurch man dazu übergeht, die vulgäre Masse von „benutzen und wegwerfen“ größer werden zu lassen.

Und die Menschheit benutzt sich und schmeißt sich weg mit völliger Straffreiheit und Frivolität, ohne irgendeine Schönheit.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Und jetzt präsentiert sich uns der Betende Ruf als eine Flash-Benachrichtigung, die beabsichtigt uns zu überwältigen, um von uns das beste Bild zu bekommen, damit sich in jedem Wesen dessen beste Version erzeugt und sich gebunden fühlt an diesen vom Unendlichen aus schöpferischen… Flash.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Einerseits fühlt sich die Menschheit bekräftigt, als Oberhoheit und Herrscherin des Lebens und zu leben. Aber andererseits fühlt sie sich bedroht, vereitelt, erschrocken… wegen der Beherrschung, die der Mensch über den Menschen ausübt, durch das konstante und ausdauernde Verhalten zu kontrollieren und das Alltägliche zu vulgarisieren, indem er ihm (dem Leben) allen Sinn… der Belebtheit, der Seele, des Humors –selbstverständlich- der Liebe nimmt, die dazu neigt, sich in ein Geldstück zu verwandeln: neu, alt und mittelmäßig…

 

(4 Minuten der Stille)

 

Das Gebet sagte: „Unser Beistand ist der Name…”

 

Aber das verändert sich schon… und unser Beistand verwandelt sich in die alternative Herrschaft gemäß des Moments, des Umstands und sogar der Epoche, also werden wir immer dem Bestbietenden, dem Geschicktesten und dem am meisten Herrschenden verkauft werden.

 

(4 Minuten Stille)

 

Der Betende Sinn ermahnt uns, dass zum Zeitpunkt sich bei den „plastifizierten” Mitteln gleich welcher Art einzufinden, das sich das Wesen –vorher- seine Position der Unendlichkeiten, der Universen einimpfen muss …

 

(2 Minuten der Stille)

 

Die Nächte beabsichtigen mit den Träumen, sich in die Tiefen des Bewusstseins zu mischen, die Ewigkeit des Lebens zu animieren und die Wache des Tagesanbruch anzubieten… so wie das beste Geschenk der Pflege, der Zuneigung, der großartigen Referenz!

Aber das gewöhnliche Bewusstsein sieht die Sonne wie eine thermonukleare Reaktion, es sieht die Sterne wie ein Produkt eines großen Abschusses: Big Bang. Es scheint so, als ob die Fähigkeit der Vorstellungskraft erschöpft wäre, jene, die uns inspiriert, die Namen der Sterne, Galaxien und Konstellationen auszuwählen –die noch andauern „wegen dem“…, aber die in Wirklichkeit bereits mit Nummern und Buchstaben kodiert sind.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Die aufgestellten Teilungen und Teilungen, um kleine Herrschaften und Besitztümer aufzustellen bewirken, das Bewusstsein der Einheit zu verlieren, das Bewusstsein der Universalität, das Bewusstsein der Schöpfung. Und so nimmt sich das Wesen selbst gefangen(!)… und es erklärt sich selbstgefällig. Und jeder Einzelne mit dem „so bin ich”, verwüstet seine Umgebung, seine Umstände… Und häufig ohne es zu bemerken. Und viele andere ohne es bemerken zu wollen.

 

Vielleicht ist es der Moment vom Betenden Sinn aus, dass jedes Wesen seine unterstützende Verantwortung aller Desaster, die sich heutzutage im Leben ereignen, auf sich nimmt!

Vielleicht wäre es der Moment die Teilhaberschaft, die Kollaboration, bei der massiven Zerstörung des Solidarischen, des Liebevollen, die man macht, anzunehmen!

Vielleicht ist es der Moment –ohne sich schuldig zu fühlen, vielmehr verantwortlich(!)- die Offensichtlichkeit der Zusammenarbeit in dem Verheimlichen, in der Geheimnistuerei, in… der Falle(!), in dem sich versichern(!)… anzunehmen, während die Übrigen weit entfernt von meinem Besitz, von meiner Idee bleiben.

Vielleicht… ist es der Moment, die persönliche Verantwortung als Menschheit zu übernehmen, dessen, was verläuft, was im unmittelbaren, in dem Nahen, in dem Halb-Fernen geschieht…

Vielleicht ist das der Moment, nicht zu flüchten, nicht auszuweichen…

Und aufzuhören zu beschuldigen und aufzuhören zu verurteilen…, um zu beginnen auf der Basis zu konstruieren, sich als „Teilhaber einer Lieblosigkeit“ zu erkennen. Und von dort an sich in dem Betenden einzufinden, das von uns seine unerschütterliche und vorsehende Assistenz fordert.

Und um so atmen zu können(!)… wegen des Schönen, des Poetischen, des Lächelnden, „dem immer Möglichen“, unter dem Beistand des Schöpfer Mysteriums.

 

 

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[1] Con-sentida: „Mit-gefühlt“, wörtlich übersetzt.