BETENDER RUF

 

(6 Min. Stille)

 

Der Betende Ruf ruft uns, um unser Verhalten, unsere Position und unseren Stil neu zu formen.

„Verhalten, Position und Stil.”

Das Verhalten, das man angesichts des alltäglichen Zusammenlebens hat. Die Position, die gemäß der Qualitäten, der Fähigkeiten, der Notwendigkeiten entspricht. Und der Stil: dieser Stil, der es uns erlaubt, uns in der Vibration der Schönheit, der Vibration des Amplifizierten, in der Vibration des Liebsten zu befinden.

 

Und dieser Betende Ruf stellt in diesem Sinne einen Augenblick, einen Augenblick der KONVERSION dar. Ja, eine Konversion, die uns eine andere Version-Vision von dem haben lässt, was geschehen ist, von dem, was geschieht und beziehen unter  einer anderen Dynamik Stellung.

 

Die Spezies in ihrer dominanten und erobernden, kolonialen und manipulierenden Gruppe befand sich in einer Position, die ihre Kontrollfähigkeit kulminierte. Und von daher führte dieser dominante –ich betone- koloniale, aufzwingende, manipulative Lebensstil…,  der es ist, der den Rhythmus und die Abfolge der Spezies im Allgemeinen lenkt, im Allgemeinen –wenn ich das jetzt sage, meine ich „globalisiert”-… also gut, dieser Stil, diese Art und Weise führte unter noch zu klärenden Umständen Variablen ein. Variablen des Zusammenlebens, der Psyche, des Animismus, der Wirtschaft, der Umgänglichkeit-… Variablen, die als Resultat einen offensichtlichen und feststellbaren  Gehorsam als Resultat hatten.

Das ist so sehr so, dass sie sie als „Neue Normalität“ definierten.

Und wir reden nicht von Maria, Antonio, José… Nein. Wir reden von der Spezies, von dem Teil der dominierenden Spezies…, die in ihrem Eifer nach der Beherrschung der eigenen Spezies –weil sie die Aggressivste, die Gewalttätigste ist, diejenige, die am meisten Fähigkeit zur Eroberung und zur Manipulation hat-… also gut, all das wird dieser „neuen Normalität“ zu Diensten gestellt.

Die Mehrheit dieses Spektrums, die sich in dem Kreis des Globalisierten befindet, erwidert gehorsam. Wir wiederholen.

Das gibt uns eine Probe davon, dass die Maßnahmen, die als Konsequenz der Evolution des Lebensstils der Spezies entwickelt wurden, Resultate ergeben haben: eine größere Herrschaft, Kontrolle, Manipulation und Leistungsfähigkeit der Spezies und infolgedessen von allem, was sie umgibt: Religionen, Wirtschaft, Psychologie, Zusammenleben, Gewohnheiten…

Der Betende Sinn gehorcht nicht den Weisungen der Menschheit, sondern ist der Ausdruck des Vorhabens des Schöpfer Mysteriums.

ES beugt sich nicht, noch kann man ES besiegen noch erschöpft ES sich. Und mit dem Wohlwollen zu LIEBEN… ruft ES, um neue Situationen aufzudecken, damit sich der Betende positioniert… ein Verhalten hat…. und einen Stil entwickelt.

 

Das Verhalten des Betenden, gemäß des Rufs, den das Gebet macht, muss ein Verhalten des vollen Vertrauens darein sein zu leben. „Volles Vertrauen darein zu leben.” Und zu leben bringt mit sich, das Leben als ein Ereignis anzunehmen, das Ressourcen, Mittel, Fähigkeiten hat, um zu bleiben.

So hat es uns die Evolution der Spezies wissen lassen.

Außer unseren strukturellen, funktionellen, biologischen, Umweltfähigkeiten mit mehr als ausreichenden Ressourcen, um fortdauern zu können, werden dem außerdem Ressourcen beigefügt, welche die Spezies selbst erzeugt hat, um sich besser anzupassen, um ihre Aktivität rentabler zu machen, für eine bessere Ebene der Freiheiten, des Zusammenlebens, etc..

All das hat die Offensichtlichkeit ermöglicht, dass die Spezies in ihrer Fortdauer, ihre Präsenz ausdehnt… und sich angesichts der Vitalität –oder dem Leben an sich- wie etwas UNBEGRENZTES positioniert.

Diese Position ermöglicht es uns, ermöglicht es dem Betenden –vom Gesichtspunkt seiner Bildung, vom Gesichtspunkt seiner Umwelt oder seiner mittleren Position als heilender Vermittler aus-, sie befähigt ihn –ich betone das-, um zu wissen… und um volles Vertrauen in das zu haben, was da ist, was wir sind.

Dieser Weg hin zur Verwandlung, nicht hin zu einer „neuen menschlichen Normalität“. Einer Verwandlung, die uns von dem vom Joch des Konsums, der Misshandlung, der Trennung, der Vorurteile, der Urteile, der Strafen befreit.

 

So, mit diesem Verhalten, ist unsere Position die zu verstehen, was sich ereignet. Nicht die in Konfrontation demgegenüber, was aufgezwungen wird. Eine befreiende verwandelte Intention in allem, was man macht unter dem Bezugspunkt des Schöpfer Mysteriums.

 

So kann unser Bezugspunkt unter anderen Parametern stehen: „Verwandelt” (span. ‚conversos‘), weil sie sich in Versionen konvertieren, die sich auf die Schöpfung beziehen, nicht auf die Mächte, die die Spezies erzeugt hat. Man berücksichtigt sie. Man tritt nicht in Konfrontation.

Und so wird ein Stil aufgestellt, eine Art und Weise, sich in Beziehung zu setzen, in der man unter dem göttlichen Bezugspunkt –ich betone das- in der Lage ist,  zu „versionieren“ –die Vision zu geben-…  was sich unter dem Gesichtspunkt ereignet, in dem sich jeder Einzelne identifiziert fühlt, ohne in Konflikt einzutreten. Und damit wir mit anderen Lichtern die Situationen des blinden Gehorsams, der Furcht, der Verzweiflung beleuchten können.

Dieser konvertierende Stil, diese Verwandlung unter dem Bezugspunkt des UNBENENNBAREN befähigt uns hin zu kreativen Verhaltensweisen, der „Kreativisierung“, dazu… Ressourcen zu erzeugen und sich vor einer anderen Ansicht aus zu positionieren, ohne in Konfrontation zu gehen. Einer Ansicht, die nicht angreifbar ist(!), die Neugier oder Vermutung oder Erstaunen erzeugt..., aber die nicht die Hegemonie der Macht in Gefahr bringt. Noch ist das ihr Ziel! Das Ziel wird diese permanente Konversion[1] kennzeichnen, dieser Bezugspunkt zum Schöpfer Mysterium.

Betend zu leben ist kein Kampf. Es ist eine permanente Verwandlung und speziell heute, jetzt, in dieser Zeit, in der man sich mit der offensichtlichsten Dreistigkeit auseinandersetzen muss, welche die Macht zeigt. In allen ihren Facetten.

 

Ohne den geringsten Zweifel an Ansichten noch des Wiederaufwerfens von Gesichtspunkten, bedarf diese Konversion einer ANSTRENGUNG… in diesem Verhalten, in diesem Dasein, in diesem Stil; eine Anstrengung, um aus der Sphäre der „Schwerkraft“ dessen herauszukommen, was beabsichtigt zu kontrollieren, zu dominieren, zu manipulieren, zu versklaven.

Und die Anstrengung ergibt sich durch den vorherigen gelebten Stil: angepasst… nur auf Konsum ausgerichtet… gewalttätig… Gewinner… konkurrenzfähig… rassistisch…

Also wollen wir aus dieser giftigen Wolke herauskommen, die die „neue Normalität” aufzwingt, müssen wir uns mit dem Verhalten und dem Stil der Konversion positionieren. Und das bringt eine Anstrengung mit sich. Das sagt uns der Betende Ruf. Ohne diese Anstrengung verfallen wir in die anziehende Umlaufbahn des Aufgezwungenen. Und wir werden in den leichten Applaus gegenüber der Macht verfallen –gegenüber ihr-, da wir unser Verhalten verloren haben, unsere Position und unseren Stil und da wir uns den Befehlen des Vorherrschenden unterworfen haben.

 

Und es ist nicht schwierig sich bewusst zu werden, dass diese Anstrengung, die uns heute der Betende Sinn vermittelt, nicht etwas Neuheitliches oder Anderes ist. Nein! Er sagt es uns konstant. Aber es geschieht, dass er uns heute fordert, weil unsere Identität als Universum in Gefahr ist –um es so zu sagen, unsere Disposition als Diener, unsere Befähigung als Vermittler.

 

Und in dem Maße wie wir uns in uns selbst vertiefen… –„in dem Maße wie wir uns in uns selbst vertiefen”-, werden wir die Hilfe, die Pflege… und die offensichtlichste Wahrnehmung unseres Bezugspunkts des EWIGEN, des SCHÖPFERS finden. Und das wird es uns ermöglichen kreativ zu sein, neue Perspektiven zu zeigen…, die nicht den Kontakt zu dem verlieren, was sich ereignet, aber die „versionieren“, die die Situationen in anderer Art und Weise visionieren!

 

Die Betenden sind keine Legionen. Das bedeutet, dass es keine Anstrengung ist, in der die meisten teilnehmen, nein. Es sind Anstrengungen von „Minderheiten”, welche die sind, die im Laufe des Studiums der Evolution ihre Fähigkeit gezeigt haben, dass sie die Totalität verändern, die Tendenzen modifizieren, neue Räume öffnen können.

Deswegen basiert diese Konversion auf QUALITÄTEN, nicht auf Quantitäten. Und diese Qualität der Anstrengung, die von unserer Beschaffenheit abstammt und die durch das Schöpfer Mysterium erhalten und unterhalten wird, macht aus dieser Anstrengung ein Wohlwollen, ein Verhalten… sich in einer Position zu wissen und in einem Stil, der dem entspricht, was wir erahnen, was uns das Schöpfer Mysterium durch das Gebet zeigt.

 

Die Wichtigkeit des Details, die Kultivierung der Zuneigung, die Beharrlichkeit in der Verpflichtung, die Treue gegenüber den Idealen, die Erfüllung der Versprechen… all das und mehr stellt die Ausübung der Anstrengung dar. Und wiederum ihr wohlwollendes Erleben.

Und wir beziehen uns betend, indem wir in dieser befreienden Anstrengung dieser Alchimie der Konversion vibrieren.

 

 

 

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[1] Conversion: ‚Con‘ = ‚mit‘, ‚version‘= ‚Version, Vision‘