38. Versprechen

 

BETENDER RUF

 

Jeder Rhythmus, jeder Zyklus, jeder Bruchteil, der sich als Augenblicke ausdrückt –man siehe einen Tag, ein Wochenende, einen Monat, ein Jahr-… das ist fiktiv, gewiss, aber… auf der Bezugsebene geben sie uns den Ablauf einer Bahn.

Deswegen markieren die Sapiens im Laufe ihrer Zeitgeschichte Augenblicke, die dieses oder jenes Ereignis schaffen… und von da an war es, dass dieses oder jenes geschah.

Der Betende Sinn, ausgehend von seinem Mysterium, faltet sich an unsere Kleinheit an… und er ermuntert uns zu einem Bruchteil von Augenblicken. Und so ist es, wie wir uns in dem Anfang einer Woche vorfinden, für die es Pläne… Projekte… „Versprechen“ gibt.

Ja, vielleicht ist es ein Ruf, dass man ganz oder halb scheitert… –so wie es das Sprichwort sagt: „Wir haben uns Glück versprochen”-, aber haben wir unsere Versprechen wirklich erfüllt?

Zweifellos, wenn wir unseren Teil erfüllen bedeutet das nicht, dass sich X Ereignisse erzeugen werden, aber zweifellos, wenn wir nicht unseren Teil erfüllen, dann werden sie sich wahrscheinlich nicht ereignen.

Die Versprechen sind diese Vorschüsse des Bewusstseins: Wir nehmen vorweg, dass wir…; wir legen auf den Tisch…; wir nehmen… unser Engagement vorweg, unsere Illusionen, Phantasien und unser Tun, bevor sie sich wirklich erzeugen. Auch wenn –das muss man auch berücksichtigen- in dem Maße wie wir uns versprechen, ist es dann schon in irgendeiner Form geschehen, geschieht es schon.

Das ist sehr bedeutsam, wenn wir uns in dem ausüben, was wir uns versprochen haben: Zu wissen, dass das Terrain schon vorbereitet ist, es wurde schon gepflügt, der Boden hat sich bereits erfrischt, die Erde zeigt sich bereits sehnsüchtig nach unseren Saatkörnern… Dank des VERSPRECHENS.

Aber man muss sie (die Erde) mit der Aussaat kulminieren.

 

Vielleicht, wenn wir uns an Versprechen erinnern, dann werden wir uns vor großen Nicht-Verpflichtungen vorfinden. Sicherlich. Klar, wir werden auch Momente der erfüllten Aktion finden, die ihre Beispiele abgaben oder manchmal nicht, aber unsere Teilhabe blieb sichtbar.

 

Es ist der Moment –sagt uns der Betende Sinn-, unsere Handlungen, unsere Präsenz vorwegzunehmen; den Boden durch die Versprechen zu pflügen. Irgendwie haben wir es gesehen, wir haben es uns vorgestellt. Wir haben uns eingeschätzt und wir haben… manchmal unsere Vision des Versprechens „übertrieben“ und andere Male… „minimiert”.

 

Das beste „Risiko”… –Risiko in Anführungsstrichen, aber schon ein Erzeuger von Misstrauen, von Selbst-Misstrauen- das größte Risiko ist, nur mit seinen Kräften zu rechnen.

Sehen Sie mal. Das Versprechen ist wie diese Inspiration des Mysteriums, das uns dazu antreibt… die Ausnahme zu machen, das zu tun, was wir fühlen, dass es das Angemessene ist; was für uns eine Anstrengung mit sich bringt, ein sich widmen. In Folge dessen, wenn das Auftauchen des Versprechens ein Teil des Mysteriums ist, ist es eine Sprache, ein Teil… –sehr  klein, ja(!)- dessen, was später ablaufen wird, aber mit diesem Versprechen vereinfacht das unsere Teilhabe und macht möglich, dass durch unser Verhalten die Anmahnung der anderen Teile funktioniert, und dass sie sich einfinden und dass sie sich versammeln und… die Erfahrung erfreulich ist.

 

So werden wir in dieser Ausübung dieses Versprechens –indem wir mit unseren Ressourcen rechnen, wenn wir-, wenn wir diese Idee der „Inspiration des Mysteriums“ mit einbeziehen, werden wir mit dem Zufall rechnen, wir werden ihn fühlen, das Glück… das uns begleiten wird. Das heißt, dass das Auftauchen unserer Versprechen durch das Schöpfer Mysterium vorausgesagt wurde. Und in dem Maße, wie wir das berücksichtigen, werden wir uns bewusst, dass es nicht ausreichend ist mit unserem Beitrag.

Und das bewirkt, dass wir uns präsentieren oder unsere Versprechen mit der mysteriösen Inspiration, mit dem Beitrag des Betenden Rufs präsentieren. Was unserem Verhalten(!)… eine UNTERSCHIEDLICHE(!) Charakteristik geben wird, als wenn wir unser Dasein und Tun nur auf der Basis unserer Ressourcen angehen würden.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Egal wie auch immer das Resultat, die Resultate sein mögen, angesichts der Garantie desjenigen, der uns das Versprechen inspiriert hat… werden wir uns realisiert fühlen und wir werden von dem Verstrichenen lernen, sei es nun angenehm oder nicht; wir werden von dem lernen, was fehlte, was über war, was richtig war.

 

Das erfüllte Tun des Versprechens lässt die Kraft des Bewusstseins anwachsen…; es erzeugt Sanftheit und Fähigkeit…, fördert Pflege…  und so versetzt uns das auf die Ebene „des immer Möglichen.”

 

(2:30 Minuten Stille)

 

Wir wissen, dass angesichts jedweden Versprechens, mit dem SIE uns inspirieren, um die Teilhabe anderer Verhaltensweisen…, die sich –sicherlich- nicht auf der Ebene unseres Einklangs mit dem Mysterium befinden werden. Wir dürfen nicht erzwingen, noch aufdrücken, noch irgendeine Teilhabe manipulieren. Die Aufrichtigkeit in jedem Versprechen muss seitens unserer Ethik garantiert werden. Nur so werden wir die offensichtliche und konstante Teilhabe des Schöpfer Mysteriums verstehen.

 

(5 Minuten der Stille)

 

Sich „in dem Versprechen“ mit dem permanenten Beistand der Schöpfung „verpflichtet” zu fühlen bedeutet, sich gegenüber dem Einklang „der Notwendigkeiten” zu öffnen. Es bedeutet, sich mit dem Unbekannten zu verbinden… und dem Schweif des Lichtes zu folgen.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Es ist leicht und häufig so, dass die Mutlosigkeit auftaucht, wenn sich ein Teil oder alles Versprochene verschiebt, zerbricht… Der Glaube an die Vorsehung dieser empfangenen Inspiration muss uns neu beleben, uns reanimieren.

Beim Gehen zu fallen bildet Teil des Weges und man muss unser Stolpern als Schritte mit einbeziehen. So werden wir immer bereit sein, aufzustehen; nicht zusammenzubrechen.

 

(12 Minuten der Stille)

 

Auf dass sich die inspirierten Versprechen dieses Rhythmus, der beginnt, in permanenter Wachsamkeit der Hilfe befinden, die Sie empfangen und des Zufalls, der geschieht.

Das bedeutet tuend, da seiend, Zeugnis ablegend zu beten.

 

 

 

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