37. Der verzweifelte Eifer zu besitzen

 

BETENDER RUF

 

Man könnte sagen, dass jedwede Haltung mit besitzergreifendem Verhalten unsinnig ist.

Und dieser Ausdruck würde –wenn wir unsere Ehrlichkeit beachten- vielzähligen alltäglichen Ereignissen entsprechen, nicht nur persönlichen, sondern Gruppenereignissen, regionalen, nationalen, internationalen Ereignissen…

Der besitzergreifende Sinn von „haben” bringt offensichtlich mit sich zu dominieren, zu regieren… Wir haben viele Worte. Und all das stellt eine BREMSE dar. Eine Bremse für den Ausdruck, den Willen, die Intention, weil… mehr als „das Gespenst”, geht „die Offensichtlichkeit” des besitzergreifenden Eifers umher.

Und die Macht –im Allgemeinen- möchte alle Ressourcen besitzen. Und die Regierung –im Allgemeinen- fühlt sich als Besitzer aller Bürger. Und der Staat fühlt sich als Gewährleister und Besitzer des Erbes der Macht. Und der Herr am Schalter besitzt die Möglichkeit, Dir eine Bittstellern zu ruinieren –um ein einfaches Beispiel eines jeden Tages aufzuzeigen.

Oder aber der Mann „von”, die Frau „von”… oder die Ehefrau „von” dem Herrn besitzen sich gegenseitig, so dass sie sich verketten und gefühlsmäßig ruiniert sind.

Voilà! Aber es geschieht, dass das so gängig, so gewöhnlich ist, dass –wie man sagen  würde- das „unser täglich Brot“ ist.  

Ja, heute ist das Gebet dreist(!) (span. ‚descarada’), gnadenlos (span. ‚descarnado’), fast mitleidlos!

- Ein mitleidloses Gebet?

- Ja, fast.

In Wirklichkeit kann sich der Betende Sinn die Sprache erlauben, wie er es will und die Torturen, die die Spezies im Laufe der Zeit begeht, um sich in Positionen des Privilegs und des Besitzes zu positionieren deutlich zu entlarven.

Schon frühzeitig: „Meine Kinder”. Genauso wie als logische Antwort: „Meine Eltern.“

Sie könnten sie in einen Schönheitswettbewerb stecken. Es wäre interessant                      –zusammen mit kleinen Mädchen im Badeanzug.

Aber klar(!), in diesem Tag für Tag, im Alltäglichen: „Fass mir ja nicht den Sohn von Dingsda oder die Tochter von Bumsda an!” „Anfassen” in dem Sinne etwas zu kommentieren, das nicht mit den Prinzipien oder den Kriterien Seines Vaters, Seines possessiven Vaters zu tun hat, der, der das Beste für seine Kinder möchte! Was er eigentlich will ist, dass er –der Sohn- genauso ungeschickt ist wie er selbst. Weil es nicht stimmt –nein, nein, nein, nein! Es stimmt nicht. Wir sollten das nicht durcheinanderbringen! Es stimmt nicht, dass es dem Vater in diesem possessiven Gemüt egal ist, dass sein Kind botanischer Ingenieur oder Kameliendame ist. Nein! Das ist ihm nicht egal. Er hat Pläne für ihn… und für sie. Er hat Pläne für sie. Vor allem, weil sie die Ungeschicktesten sind… ungeschickt oder…? Belassen wir es dabei, in „ungeschickt“.

Sie –die Eltern- haben einen „enormen” gefühlsmäßigen, wirtschaftlichen Vorrang, einen Vorrang des Schoßes… Von daher der Erfolg der familiären Versklavung… Wir sollten nicht vergessen, dass sie von den Sklaven abstammen (die Familien).

Und dort… „Oh! Das das kann ich nicht machen…! Oh! Das andere kann ich nicht machen…!”

Die Sache ist, dass, auch wenn sie es macht –in diesem Fall die Tochter-, wird sie es mit dem Schmerz des Schmerzes des Vaters und der Mutter und der Brüder machen, die nicht damit einverstanden waren, dass sie sich –zum Beispiel- der Zivil Raumfahrt widmet.

Weil, wenn dann später anscheinende Aufsässigkeiten –„anscheinende Aufsässigkeiten”- auftauchen, die „in Kontra von” gehen, aber das stimmt nicht! It’s not real. Das stimmt nicht! Weil die wahrhafte Widerspenstigkeit jene ist, die sich befreit und sich der konstanten Bedrohung des Besitz Ergreifenden entledigt und keinen Schmerz fühlt –keinen Schmerz fühlt wegen des Schmerzes mit dem der andere bedroht.

 

- Ach! Wenn Du weggehst, was wird aus mir werden?

 

Und dann kannst du gehen, aber du sagst Dir schon: „Was wird aus ihr werden! Die Ärmste! Was sie leiden wird. Ja, aber ich gehe. Aber ach(!)… was wird aus ihr?”

Furchtbar! Es scheint, als ob dieser verzweifelte Eifer zu besitzen, der –wie wir sagten- zur Kontrolle, zu Manipulation, zu Verfolgung führt, es scheint, dass… oder es könnte sein, dass diese ganze Entwicklung so verbreitet ist –ich betone das deswegen, damit man lernt, wenn es möglich ist-, so verbreitet(!), dass…  das üblich ist! Also sieht man das nicht als etwas, das man polieren, verbessern, auflösen müsste um zu sagen …–porca miseria(!)-: „Es reicht!”

Aber…(!) –ach, das „Aber”(!)- um zu dieser Position zu kommen muss man sich sehr oft waschen.

- Sich waschen?

Ja, ja. Sich waschen, sich viele Male waschen. Nicht nur die Hände. Es ist gut sich die Hände zu waschen… und andere Teile des Körpers. „Sich waschen” in dem Sinne, sich  so viel angehäuften Gewinn und Besitz zu nehmen. Und das kostet. Oh, ja! Das kostet…:

- Und das, was so…?

- Neiiinnn! Ärmster…! Nein.

- Und das…?

- Neiiiin! Das ist von der… Nein. Und das auch nicht, weil…

- Also… dann behalte ich alles!

Der Betende Sinn bezieht sich auf dieses menschliche Verhalten von Hunderten, von Tausenden von Jahren. Vielleicht eine Angewohnheit, die angenommen wurde, als das Wesen begann, sich von seinem Ursprungs Ort wegzubewegen und es interpretierte, dass es, um sich an einen anderen Ort zu bewegen, diesen besitzen müsste, und so nahm er ihn in Angriff… und fing an, Ländereien, Pflanzen, Steine, Bäume zu besitzen und alles, was sich in seiner Reichweite befand. Für den Fall… für den Fall, dass ihm etwas fehlen würde. Für den Fall, dass ihm eines Tages etwas fehlen würde. Genau den Tag, als er die Steine benötigte, hatte er keine Kräfte, er war müde und man beraubte ihn. Hihi! Das passiert für gewöhnlich. Aber dafür gibt es die Rache und man bringt das in Ordnung.

Der Betende Sinn erinnert uns…

Und dessen ist man sich nicht bewusst. Nein! Weil der Mensch so sehr bemüht und so sehr beschäftigt mit seinem possessiven Eigentum von „hier und jetzt“ ist, dass… also wie wird er da bemerken, dass die Schöpfung ihn nicht erdrückt, dass die Schöpfung sich nicht als Besitzerin fühlt und nicht als Besitzerin ausdrückt? Wie wird er das bemerken? Wenn es jeden Tag dämmert, wenn es dunkel wird, wenn es warm ist und kalt, wenn es regnet, wenn es Ernte gibt… wenn er alles hat! Das ist dem Besitzen nicht eigen. Es ist stimmt auch nicht –weil das typisch ist für die Possessiven-, sie verlangt auch keine Rechenschaft und sagt:

- He! Du! Adrian! Persivola(!) –es ist sie, die Schöpfung-… Ich komme, um Dir alles in Rechnung zu stellen, was Dir gegeben wurde seit… pfff! Und jetzt, was? Was gibst Du mir zurück? Was für eine Tugend hast Du kultiviert? Welchen Dienst hast Du geleistet? Was hast Du zu Deiner Umgebung beigetragen?

- Na ja, also ich habe ein paar Probleme gehabt mit…

- Sprich nicht weiter… Bald wird Dein Ersatz kommen.

Das wäre doch eine gute himmlische Antwort, nicht wahr? „Bald wird Dein Ersatz kommen. Mach Dein Nachthemd fertig für das Krankenhaus und dann versuche das Grab fertig zu haben. Man wird ein anderes Wesen kreieren müssen, damit es das macht, was Du nicht getan hast und was man Dir aufgetragen hat und das wird nun dem aufgetragen.“

Das könnte eine Antwort sein(!), nicht wahr?

Ja, das könnte sein. Aber… ohne sie auszuschließen, weil die Schöpfung unvorhersehbar ist. Uff! Wenn Du versuchst, ihrer Spur, in ihrer Vorsehung zu folgen, dann leitet sie Dich in einer Art und Weise irre… SIE sagen:

- Hier längs, hier längs, hier geht es längs…!

Und plötzlich kommst du hier her:

- Nein, hier längs ist es nicht.

- Aber… aber ich habe sie hier gesehen!

- Ufff! Vor Jahrhunderten war ich da.

- Wie „Jahrhunderte”? Ich habe sie vor einem Moment gesehen.

- Ach was! Das ist ein Hologramm von IHR. Sie macht Hologramme.

 

Hihihihihi. Was für ein dummes Wissen! Und es ist Wissen, eh? Der Homo sapiens ist seit 300.000 Jahren in diesem „Heim” –wie man sagt. Und ja, klar, etwas hat er gelernt. Er hat gelernt… Er hat gelernt, ja, ja. Er ist in der Lage jedwede Sache zum Beispiel mit einem Wort zu zerstören. Er hat eine Macht der Ausrottung, zerstörend. Oh! Ja.

Deswegen musste man den Teufel erfinden, klar! Es musste irgendeine böswillige Wesenheit geben, die so viele Ressourcen inspirierte, nicht?

Aber es scheint so, als wäre es etwas Vergangenes. Nein, nein, nein! Es ist nichts Vergangenes. Die Existenz und das Bewusstsein des Schlechten und des Guten sind da,  herumstreifend.

Aber… aufgepasst bitte! Bitte! Bitte…!

Wenn wir von einem Schöpfer Mysterium ausgehen, glauben Sie da, dass es einen Ort für ein Zerstörer Mysterium gibt? Nein. Lassen Sie ab von diesem Glauben! Weil es offensichtlich ist. Und vielmehr  als die Schraubenmutter kaputt, verdreht ist oder keine Kerbe hat, um festzuschrauben, denken Sie, dass es vielmehr das persönliche Verhalten ist, das stur darauf beharrt zu problematisieren, zu dramatisieren, mit Entsetzen zu erfüllen… Pfff...!

Wie hässlich…!

Ja, wenn wir das von außen sehen –nicht wahr(?)-… wir sehen die Spezies so und:

- Was für eine hässliche Spezies! Wie hässlich! Schau mal, schau mal, schau mal! Dort, Abfallhaufen von Hungernden, die sich um eine Tüte oder einen Spaghetti raufen… Wie hässlich! Und schau mal jener Reiche, wie der arrogant wird vor einer Jacht, vor einem dummen Fotografen, der ihn fotografiert und von seinem Leben lebt. Wie hässlich! Wie hässlich. Schau mal, schau mal jene Beiden, jeden Tag streiten die sich. Wie hässlich! Schau mal jene anderen… was werden sie anbieten, wenn ihr Zyklus kulminiert?

- Kulminiert?

So wie eine alte Legende sagt:

- Hier wird viel geweint, nicht?

- Ja, ja, man weint… Und dort?

- Also stellen Sie sich mal vor –so wie die alte Legende sagt- dort wird mehr geweint.

- Mehr?

- Ja. Aber mit der Erschwernis, dass Du nicht weißt, wann es aufhören wird. Umgekehrt weinst Du  hier und es kommt ein Moment, in dem es endet.

Klar, diejenigen, die von der Erfahrung des Tunnels und so sprechen bemerken nicht, dass einen das Licht manchmal blendet. Demnach klar, wenn Du geblendet wirst –gemäß einiger apokrypher Übersetzungen- siehst du nicht. Du siehst nicht, Du siehst nicht, Du siehst nicht, Du siehst nicht. Und wenn man nicht sieht, dann stößt Du mit Wolken zusammen, mit dem Wind, mit den Engeln, mit den Erzengeln, mit den Serafinen, mit den Querubien, mit den Thronen, mit den Amtsgewalten… –buah, Du bist ein Tollpatsch(!)- und mit allen anderen, die da so rumlaufen, blind wie ein Maulwurf.

- Aber hast Du auch das Licht gesehen?

- Vorsicht mit dem Kopf!

Und weinen und weinen…! Was für ein Tränenfluss, also wirklich!

Es ist nicht schwer, sich so etwas vorzustellen, nicht wahr? Na gut, noch gibt es die traditionellen Symbole von [1]die Kessel von Pedro Botero, welche Feuerkessel waren, wo man ewiglich gegrillt wurde. Aber, sehen Sie? Ja: dort war immer das Ewige, nicht? Und Du verbranntest ewiglich. Aber hier verbrennst Du Dich, Du machst Avril drauf und mehr oder weniger geht es vorbei. Aber dort nicht. Du verbrennst Dich und Du verbrennst Dich weiter und sagst:

- Hör mal, das wird irgendwann einmal aufhören, nicht?

- Nein. Das ist bereits für immer.

- Für immer? Und werde ich leiden und mich verbrennen?

- Ja, klar.

Aber dann hast Du die Erleichterung des Fegefeuers (span. ‚purgatorio’), wo Du nicht verbrennst, aber zwischen Abführmittel und Abführmittel (span. ‚purga y purga’) wow…! Die Abführmittel des Rizinusöls sind alltäglich, alltäglich, alltäglich, alltäglich, alltäglich. Und es kommt ein Moment, an dem… Du irritiert bist, eh? Ja, Du erwartest, dass das eine Zeitlang dauert und dass Du später in den Himmel kommst. Und dann im Himmel, also… so wie der Witz sagte: „Für vier Alte, die da sind, was sollen wir da machen? Lass uns das Fernsehen und das Radio anmachen, nicht?”

Ja. Diese phänomenischen Schemata sprießen da noch so. Und dann fragt man jemanden und man sagt: „Nein, nein. Ich glaube nicht an diesen Unfug.” Es ist eigenartig: die Personen streiten ab, was sie fühlen, was sie erahnen, was sein könnte und sie werden anscheinend im Bewusstsein größer: „Nein, ich… mir passiert das nicht. Ich nicht… ich habe nicht dieses Problem.”

„Sag mir, was Du hast und ich sage Dir, was Du Dir wünschst” –hihi.

Also erwischt, angeschlagen –touché- und versenkt.

 

Ja. Der Betende Sinn zeigt sich heute spöttisch, fürchterlich direkt und radikal schlagkräftig –ohne radikal zu sein.

Hat irgendjemand einmal gesehen oder weiß jemand von irgend einem Mal, dass die Schöpfung bestraft hätte… –bestraft, ja, im Sinne ihn zu besitzen, ihn zu zerquetschen und ihn zu zerstören- jemanden?

Selbstverständlich gibt es Personen und Gruppen  und Menschheiten und Ethnien –und was es sei-, die sich zugeschrieben haben, das ist klar, dass ihr Gott –oder wer auch immer- sie führt, sie bestraft, sie ahndet, sie belohnt und all diese Sachen. Ja, das existiert weiterhin.

Wie hässlich, Gott als Bestrafer, als Friedensrichter und Kriegsrichter darzustellen…!

Aber ja, es scheint, dass jeder Einzelne seine Parzelle zu verteidigen scheint. Und er macht das mit seinen Ressourcen, die er für am vernichtendsten hält. Nein… er ist nicht geschickt –und es ist eine Botschaft des Gebets. Er weiß nicht zwischen HÜTEN UND BESITZEN zu unterscheiden. Und demnach interpretiert er das in dem Besitz des Sohnes, des Ehemannes, des Partners, des Freundes… in der beeinflussenden Possession und er sagt das und er erkennt nicht, dass er eine absolute oder relativ wichtige Possession ausübt, sondern dass es „eine Form zu hüten“ ist.

 

- Also ich kümmere mich ihm ihn.

- Ah! Und diese Kette um den Hals?

- Die ist dafür da, dass… sieh mal, wir wollen mal schauen: Sie ist dafür, dass er keinerlei Zervikal Verstauchung erleidet.

- Ahhhh! Klar! Die Kette verhindert, dass… Ja. Und die Schäkel von… den Fußketten?

- Mensch! Wenn Du mal genau hinschaust, dann wirst Du sehen, dass niemand eine Zervikal Verstauchung erlitten hat. Niemand hat eine Verstauchung!

- Das ist wahr, das ist wahr: „Fußfesseln gegen Verstauchung.” Sehr gut. Und die Ehefrauen an den Handgelenken?

- Na gut, also schau mal: das ist deswegen, weil sie sich noch in der Periode der Ausbildung befindet. Also ist sie noch nicht so geschickt mit den Händen. Nein. Sie ist vielmehr ‚Galopp‘ (span. ‚trope’‚torpe‘ ist „ungeschickt”, in jurassisch. Also ist das so. Und das ist so und… was soll ich Dir sagen? Nach und nach…

- Aber nach und nach wird es irgendeine… geben…

- Ja, ja. Ach und nach werden wir… –wie sollen wir sagen(?)- also werden wir… Ja! Zum Beispiel im Corpus –Corpus Christi-, des Tag des Corpus werden wir eine Fessel vom linken Fuß wegnehmen. Und Du machst Dir keine Vorstellung, wie dankbar sie sind! Oh, sie sind dankbar…! Aber stell Dir mal vor: wenn dieser Tag vorbei ist, dann bitten sie darum, sie sie ihnen wieder anzulegen.

- Sie bitten darum?

- Ja, weil sie wissen, dass das alles dafür da ist, um auf sie aufzupassen. Und wenn Du sie nicht festbindest, sie nicht zähmst, sie nicht besitzt, dann fühlen sie sich als Schiffbrüchige(!)... oder haben das Gefühl, dass Du kein Interesse an ihnen hast.

- Oh…! Verstehe!

 

Und die Zeiten gehen vorbei und gehen vorbei und gehen vorbei und es scheint so, dass überhaupt keine Botschaften kommen, die in irgendeiner Art und Weise modifizieren, korrigieren, verbessern würden… ach(!), so viel Schmerz. Weil ja: er bemerkt nicht –er bemerkt nicht(!) also das ist unglaublich-, er bemerkt nicht, dass die besessene Possession, das possessive Verhalten Schmerz erzeugt. Bei einem selbst und in anderen.

D.h., der Besitzer in seinem Eifer zu besitzen, wenn er sieht, dass die Beute ihm entwischt, dann fühlt er Schmerz. Und die Beute… also die auch. Auch wenn sie entwischt bemerkt sie den Schmerz, der sich dadurch erzeugt hat, weil sie entwischt ist. Denn wenn sie nicht entwischt wäre, dann hätte der Vater keine Schmerzen und er wäre glücklich über seine Tochter, die glücklich verheiratet, organisiert wäre… und mit ihren Kinderchen und Küken an einem schönen Ort, um glücklich zu sein, so wie es… die Rebhühner sind. Vor allem die, die nicht gejagt werden, weil die Rebhühner, die gejagt werden, nicht glücklich sind; sie sind voll von Schrotkugeln, mit Blei.

Klar, das Universum betrachtet, wenn das geschieht. Und das Universum sagt        –zum Beispiel: „Sieh mal einer an wie hässlich! Wie langweilig! Und sie werden wieder dasselbe wiederholen! Wie langeilig! Wie hässlich...!”

„Ja, so wie es mein Vater und meine Mutter machten, so werde ich es wiederholen…”

 Wie hässlich! Ist denn vielleicht die Sonne, die Dein Vater und deine Mutter hatten dieselbe, die Du hast? Nein! Es scheint, dass es dieselbe ist, aber sie ist nicht dieselbe. Sie scheint nicht in der derselben Form. Sie ist unterschiedlich.

Stand Deine Aufgabe, die Du mit Deinen Ressourcen und Mitteln brachtest etwa  Deinem Vater, Deiner Mutter, Deinen Freunde zu Diensten oder stand sie der Schöpfung zu Diensten?

Und als… –also sieh mal- wenn Du Dich als Diener einer Schöpfung fühlst, dann tun Dir die Schmerzen, die andere Fühlen, weil sie einen Besitz verloren haben nicht mehr weh.

 

- Sie tun Dir nicht weh?

- Nein.

- Und das Leid, das mein Vater hat, weil ich nicht das mache, was er möchte?

- Also dann muss er Leiden, der Ärmste! Wie hässlich! Was für eine Erpressung!

 

Oh! Was für eine ERPRESSUNG! Das stimmt: „Die Erpressung!” Wie kann es sein, dass wir das vorher nicht nannten…(?) –ah(!), irregeführte Betende(!)-. Die Erpressung ist die Formel, ist die Formel… ich weiß nicht, wie ich sie definieren soll, aber es ist diese Formel, der Leidenschaft, die so, so, so benutzt wird, die, sub-beschleunigt…:

  • „Da ich nicht mit Dir einer Meinung bin, spreche ich nicht mit Dir oder ich sage Dir nicht… oder ich erpresse Dich und ich werde kalt und distanziert.“ –Das ist eine Erpressung!
  • „Da ich weiß, dass Du mich schätzt und mich magst, wird es Dir wehtun. Und mal sehen, ob mein Schmerz –wegen meiner Distanzierung- bewirkt, dass Du Dich meiner erbarmst und Du Deine Haltung korrigierst oder auf jeden Fall, wenn Du mit Deiner Haltung weitermachst, dass mein Schmerz Dich begleitet.“

Das ist ein starkes Stück! Nicht? Das ist ein starkes Stück! Das hört man sonst nicht, nein! Das deckt das Gebet jetzt auf. Das hört man nicht, aber so funktioniert das. wow...!

Und das durchschreitet Grenzen. Es ist ihm egal, ob man in Kuala Lumpur oder Süd Afrika ist oder… in Dänemark. Das ist egal! Es gibt keine Grenzen.

Und so streifen die menschlichen Bewohner umher –von Ausnahmen abgesehen- mit ihren eigen Leiden, mit denen der anderen, ihren eigenen Erpressungen, der Erpressungen der anderen.

In Wirklichkeit schleifen sie ihre Seelen hinterher. Ja, es sind kalte Körper, die ihre Seele mit einem groben Seil anbinden und sie gehen umher, indem sie sie hinterherschleifen, während die Seele weint. Aber sie hat nicht ausreichend Sinn als Universum, das Skelett, das er hinter sich her schleift, um seine Seele in sich aufzunehmen. Deswegen schleift er sie hinter sich her.

Nein, es ist nicht gerade ein idyllisches Bild. Nein. Aber es ist gut sich daran zu erinnern, vor allem wenn sich das Opfer der Erpressung permanent erpresst fühlt und man fühlt, und er fühlt das und er fühlt sie.

 

  • „Ja. Ich mache, was ich glaube, was ich will, aber mit dem darauf folgenden Schmerz der anderen… von dem ich weiß, dass er sie nicht erfreut. Aber das kommt bei mir an. Wenn ich wirklich an die Schöpfung angebunden wäre, dann würde dieses „andere” nicht bei mir ankommen, dieser Schmerz des anderen würde nicht bei mir ankommen, nein. Ich würde meine Seele, die ich hinter mir her schleife nehmen… und ich würde mich mit ihr kleiden.”

 

Ja. Weil sich das Wesen für gewöhnlich seiner Seele entkleidet. Er verliert sie nicht, er zieht sie hinter sich her.

Es wäre… es wäre –drückt der Betende Sinn aus- ein Verhalten des Details, wenn sich das Wesen anschicken würde, seine Position neu zu bewerten, neu zu überdenken.

Weil es außerdem eigenartig ist: derjenige, der erpresst wird und von dem Besitz ergriffen wird, übermittelt dieses Empfinden und übt es über anderen aus. Und so immer weiter. Und so haben die Kinder von klein auf IHRE Spielzeuge, sie haben IHRE… Es sind IHR-IHRE. Und diese IHR-IHRE, diese kleinen IHR-IHRE… bewirken ihre dazugehörigen Erpressungen.

Aber klar(!), es sind Kinder! Aber klar(!), es gibt immer eine Rechtfertigung, um die Vulgarität, den Besitz, die Erpressung aufrecht zu erhalten…

WIE HÄSSLICH…!

 

 

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[1] Der Name von „Pedro Botero” ist eine Form, den Teufel zu beherrschen und infolgedessen wären dann seine Kessel wären das Fegefeuer.