BETENDER RUF

                              

Die mehr oder weniger bekannte Aktivität des Universums ist schwindelerregend, beschleunigend, expansiv, ohne irgendeine Tendenz der Kontraktion aufzuweisen. Auch wenn… sich die mobilen Elemente konzentrieren und sie sich zu sich selbst zusammenziehen, entfernen sich aber immer mehr voneinander, die einen von den anderen.

D.h., dass wir von einer globalen Vision sagen könnten, dass unsere Expansion in einer absolut ausnehmenden Weise fort fährt. Das ist das Offensichtlichste.

Auf der Ebene unserer näheren Anschauung neigen die nahesten Elemente dazu, sich zu verbinden; vielleicht auch als ein Produkt der Ausdehnung, die sich aber in Anziehung verwandelt.

Und so ist unser galaktischer Haufen der Milchstraße dafür vorgesehen, dass er sich in einigen Millionen Lichtjahren mit der Galaxie von Andromeda verschmilzt, die sehr viel größer ist als unsere. Sie folgen ungefähren Richtungen, aber im Grunde sind es expansive Richtungen, es ist nur so, dass sich in dieser Expansion einige Elemente mit anderen treffen. Und alles lässt einen vermuten, dass es kein Big Bang sein wird, sondern eine progressive Integration der einen Elemente mit den anderen, indem sie eine große galaktische Ansammlung bilden –und bilden werden.

Das… das leiten wir ab wegen dem, was wir beobachten und betrachten können. Aber sehen Sie mal: was wir beobachten und kontemplieren können ist bereits vorbei.

Ja, um genauer zu sein, die Information, die wir von unserer Welt haben ist eine leuchtende Information, d.h., es ist eine Information, die ungefähr mit 300 0000 km pro Sekunde reist. Was bedeutet, dass jedwedes Phänomen, das wir heute hier beobachten, von einem Himmelskörper ausgesandt wurde, der wahrscheinlich nicht mehr existiert.

 

Wir könnten sagen, dass wir von der Vergangenheit leben… nicht? Weil das Ursprüngliche bereits aufhörte gegenwärtig zu sein. Also ist unsere Gegenwart Vergangenheit, und sie geht ihrerseits weiter. Weil sich in unserer leuchtenden Welt, auf diesem Lichtstreifen diese –wir sagen mal- in einem „kleinen” Raum bewegt, weil er vom bekannten Universum gerade einmal 5% einnimmt. Der Rest ist ein absolutes Mysterium.

 

Wir könnten sagen: „Und was hat das mit uns zu tun?”

Wenn wir uns in diesem Universum befinden –und das ist es, was wir durch unsere Beobachtungs- und Betrachtungssysteme ableiten, also ja, dann hat das vielmehr „schon mit uns zu tun”.

Das Erste, was wir ableiten können ist, das viele der Verhaltensweisen, Gesten, Art und Weisen die Dinge anzugehen, et cetera, et cetera, vererbt worden sind, dass sie aus der Vergangenheit sind: Vom Vater, vom Opa, vom Uropa…  Nicht wahr?

D.h., das ist wie dieses Licht, das wir jetzt beobachten, das nicht mehr den Aussende-Fokus hat. Er sandte ein Licht aus und das reiste… und dieses Licht kam bei uns an. Genauso wie der Opa oder Uropa diese oder jene Tendenz  hatte, und er  formte sich lumineszierend in Adenin, Thymin, Cytosin, Guanin… und dort kam er bis zu uns.

- Wow…! Und was ist dann mit unserer Gegenwart…?

- Unsere Gegenwart ist… fiktiv. Ja. Sie ist ein Verlauf der Vergangenheit.

- Und unsere Zukunft?

- Na gut, unsere Zukunft ist… „Dem Licht folgend”. „Dem Licht folgen.”

- Schwierige Aufgabe, nicht wahr?

- Oh, ja! Schwierig…

Aber wenn wir uns Licht fühlen und wir den Faktor Zeit annullieren, wir uns aber in die Vergangenheiten versetzen, die wir geerbt haben… und wir sehen, dass es so ist, dann könnten wir unser Bewusstsein erweitern und versuchen –um es so zu sagen- „mehr Dinge zu erinnern“. Und… vor allem –vor allem-, da dieses Licht –das Vergangene-, das wir beobachtet haben, weiterhin reist, dass wir uns unserer pilgernden Situation bewusst werden; wodurch jedwedes sesshafte Problem aufhört, „ein inexistentes Problem“ zu sein“. „Reine Fiktion.”

- Wow…! Genau.

 

Der betende Sinn erinnert uns heute, dass wir keine Probleme sind, wir sind Lösungen. Dass wir keine Realitäten sind, wir sind Fiktion. Dass wir leuchtender Transit sind. Dass wir hierhergekommen sind, weil wir aus diesem Universum sind, um Zeugnis von Licht(!)… abzugeben; ohne dass das bedeutet, dass wir mit der Dunkelheit Schluss machen wollen, weil es die Dunkelheit ist, die erlaubt… –man muss genau hinsehen- „es ist die Dunkelheit, die erlaubt, dass sich das Licht offensichtlich macht.” Wenn keine Dunkelheit existieren würde, dann könnte man nicht das Licht offensichtlich machen.

Was uns dazu bringt zu denken, dass dieses Schöpfer Mysterium, Mysterium der Mysterien uns unsere Präsenz ermöglicht und uns die Kategorie von „Licht“ gibt…

Fsss…!

 

So als beabsichtigten wir, die gesamte Materie und die dunkle Energie zu beleuchten.

–Ich habe „beabsichtigten wir” gesagt, nichts weiter.

Sie ist ‚un-beleuchtbar’, aber dank ihr existieren wir als Licht. Und wie gesagt wird oder man zu sagen pflegt: „Sie hat einem Jungen, einem Mädchen das Licht geschenkt…“

„Sie hat Licht geschenkt…” Es ist nicht, weil das Kind, wenn es rauskommt, das Licht sieht! Nein, das Kind, wenn es rauskommt, sieht nichts. Es befindet sich noch in einer anderen Welt. Aber es ist schon ein Ausdruck, dass sich eine neue Gelegenheit ergibt.

Jedes geborene Wesen ist eine neue Gelegenheit für das Lebendsystem. Und jeder Tag, der anbricht, ist eine neue Gelegenheit für die Lebendigen.

Der Betende Sinn orientiert uns infolgedessen hin zu der Idee, Beleuchtende zu sein, leuchtend zu sein, klar zu sein. Und in diesem Maße werden wir Zeugnis vom Schöpfer Mysterium abgeben, von dieser unergründlichen Dunkelheit.

 

Jede Nachtwache, jeder Tagesanbruch… ist eine Einladung, damit wir Sender sind, die durch das Licht transportiert werden und transportierende des Lichts sind.

Wir beleuchten mit unseren Intentionen, Phantasien, Illusionen, Aktionen… alles, was durch die leuchtende Zeit hindurch geschieht.

Sicher… –sicher(!)-, wenn die Dunkelheit der Nacht kommt, im Schlaf, wird sich das Mysterium darum kümmern, unsere Ressourcen zu erneuern, damit wir in dem nächsten Tagesanbruch neue, unvorhergesehene, unerwartete und überraschende Möglichkeiten haben.

 

 

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