Erbarmen-Gesuch, Gesuch-Erbarmen

 

BETENDER RUF

 

(1:45 Minuten der Stille)

 

Das Wesen der Menschheit hat so viel Schwerkraft(!) erzeugt, dass es der Schwerkraft, der es durch Kräfte der Schwerkraft unterlegen ist…, noch die Schwerkräfte beifügt…, die es aufgrund seiner Eroberungen, seiner Errungenschaften, seiner Possessionen, seiner Käufe, seines Ruhms… und einem langen et cetera innehat.

Der Verlauf dieses Lebens wird gekennzeichnet durch diese „Schwerkraft”.

Sicherlich waren wir in einem bestimmten Moment, vielleicht in einer anderen Zeit, auch Vögel –genauso wie in der Evolutionstheorie gesagt wird, das wir als Fische aus den Ozeanen herauskamen und wir zu Amphibien wurden und dann irdisch, und dann… Ja. Obwohl man uns jetzt als „Vögel“ bezeichnen: „Du bist ein schräger Vogel.“„Du bist ein schräger Vogel.“

Aber es könnte sein. Es könnte sein… genauso wie einige Zivilisationen verschwinden, so wie die Mohenjo Daro in Indien, ohne Spuren zu hinterlassen oder die Mayas in Mexiko, die verschwinden und keine Spuren hinterlassen, sie hinterlassen Diener: Personen, die sich „theoretisch“ erinnern, wie die waren, die dort gewohnt haben.

Tatsächlich ist es so, wenn wir der Evolutionstheorie wortwörtlich folgen, dann steht entweder eine baldige strukturelle Veränderung bevor –und in Folge dessen der Umgebung-…, oder es gab sie schon –denn man würde die Zeit nicht berücksichtigen-, und jetzt würden wir uns in einer anderen Situation befinden, in der sich diese aufgrund der Lebenskonditionen an diesem Ort erhalten, ohne dass sie sich von ihm wegbegeben können. Unter normalen Konditionen.

Wir umlaufen diesen Planeten… und wir erheben uns ein bisschen mehr oder weniger. Und manchmal treten wir sogar aus dieser Schwerkraft heraus, unter sehr ausnehmenden, sehr mechanischen Konditionen.

Indem man „die Schwerkraft” interpretiert, so wie wir es in dem Betenden Sinn machen, dass wir einer Kraft unterworfen sind… aber „die Unterwerfung” wird dabei als eine spezielle Art und Weise verstanden, dass wir uns mittels unserer Struktur platzieren können, nicht wie ein Gefängnis oder eine Strafe.

 

Und so versucht der Mensch nach dem Ebenbild dieser räumlichen Unterwerfung zu unterwerfen… –aber dann schon mit Vorsatz, Heimtücke, täglich, nächtlich-, er versucht seine Umgebung zu unterwerfen. Und er unterwirft die Erde, das Pflanzenreich, das Mineralreich, das Tierreich und seine eigene Spezies.

Und er schafft ein Gravitationsfeld, ein sehr starkes elektromagnetisches Feld und nukleares Feld.

Und jeder Einzelne wird in Bezug auf sich alles, was er/sie kann erzeugen und wird versuchen –im Allgemeinen gesprochen, klar- das astrophysische Modell, in dem wir uns befinden, zu unterwerfen, ihm zu entgegnen.

Und selbstverständlich sieht man, wie jeder einzelne erreichen möchte…, diesen Zustand „des Wohlstands” erreichen möchte… –von  Ausnahmen abgesehen-, den die europäischen Länder so sehr vorweisen.

Und sie kämpfen und kämpfen und sie streiten sich darum, um diesen Status der prall gefüllten Supermärkte aufrecht zu erhalten… die jedwede materielle Notwendigkeit sättigen können.

Und so werden sich offensichtlich unter diesem Blickwinkel selbstverständlich… schwere Ansammlungen, Konglomerate in Bezug auf die Personen bilden.

 

Und wir sind gegenüber unserer Situation der astronomischen Schwerkraft  „ungeschickt”, vielleicht deswegen, weil wir ein Mikrokosmos sind. Aber wir machen das –als Spezies- mit so viel Ungeschick, dass diese Possession, diese Akquisition, dieses  „sich umgeben“ mit Anziehung der Beklemmung ernstlich unsere Realisierung erschwert, dramatisch… unsere Position erschwert.

 

Wir müssen infolgedessen unter dem Betenden Sinn durch unsere Disposition anflehen –„an-flehen“-, um keine Last für uns zu sein und um nicht die Situation anderer zu erschweren.

Beide Dinge simultan, gleichzeitig.

So müssen wir uns also fragen: in welchem Maße verschlimmere ich mich und in welchem Maße mache ich es den anderen schwer… mit meinem Verhalten, meinen Meinungen, meinen Ratschlägen, meinen Anregungen, meinen Verhaltensweisen…

Es hat keinen Wert zu sagen: „Ich bin so”. Nein. Nein, nein. Ich bin ein evolutioniertes Wesen, das evolutioniert und das sich dessen bewusst werden muss, um nicht in eine kreisförmige Routine zu verfallen, in der es immer auf sich selbst trifft.

 

Und anflehen(!)… –anflehen und anflehen- setzt voraus anzunehmen, dass wir aus der Tatsache heraus, dass wir jetzt leben, eine Tendenz haben, Elemente anzuziehen, die uns erschweren, Situationen, die uns erschweren.

Und gleichzeitig(!), neigen Situationen, die sich kreieren… dazu, sich uns anzuhaften –so als wären wir ein Magnet-, sie machen uns sogar „verantwortlich für“.

 

Das Anflehen verwandelt sich nicht in ein „Bitten”. Das Anflehen… muss damit einhergehen, dass man sich der Situation bewusst wird in der man sich befindet. Genauso wie man ausruft: „Hab Erbarmen!”

 

Ja, es ist eine… schwere… Situation.

Aber sie darf sich nicht ausbreiten… „die Verzweiflung darf sich nicht ausbreiten”, sondern wir müssen unsere heilende Fähigkeit überwiegen lassen, die als Quelle das Gebet hat… und die Offenbarungen, die sich in diesem anbieten, damit wir unsere wahrhaften Notwendigkeiten fördern können. Und damit wir niemand sind, die Schwerkräfte anziehen, abgesehen von der, die aus Gründen des Mysteriums und der Evolution das ist. Aber da wir verglichen haben, haben wir magnetische Felder kreiert, in denen wir suchen und man uns sucht, um unsere Situation noch mehr unter dem Slogan „einer Wohlstandsgesellschaft“ zu erschweren.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Erbarmen-Gesuch, Gesuch-Erbarmen… So wie ein Hin und Herr der Waage, die uns die Schwerkraft nimmt.

 

Erbarmen-Gesuch, Gesuch-Erbarmen… So wie zwei Flügel, die mich dazu ermuntern zu fliegen.

Erbarmen-Gesuch, Gesuch-Erbarmen… So wie Wolken, die mich dazu ermuntern zu schweben… und ich muss mir um nichts Sorgen machen.

Erbarmen-Gesuch, Gesuch-Erbarmen… Ähnlich dem Wind, der verstreicht… ohne irgendetwas, was ihn anhalten könnte.

Erbarmen-Gesuch, Gesuch-Erbarmen… um es zu verstehen zuzuhören, um ohne Vorwürfe zusammenzuleben…, um ohne Verstecke zu lieben…m für Aufrichtigkeiten… ohne Ignoranz.

 

Erbarmen-Anflehen, Anflehen-Erbarmen.

 

 

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