BETENDER RUF

 

(3 Minuten der Stille)

 

Der Betende Ruf der Antworten auf die Kreuzungswege.

Kreuzungswege, die jedes Wesen in seiner Vorratskammer hat und Kreuzungswege, in denen es versunken ist.

Die Allianzen der Mächte haben uns vorzeitige Auswege präsentiert und dabei scheint es, dass alles anfing, so als ob nichts geschehen wäre.

Und es ist leicht in die… bequeme Anregung zu verfallen, die uns die theoretischen Freiheiten(?) kennzeichnen…, die man uns zugesteht.

Wenn man auf Kosten der Freiheit lebt, die einem gegeben wird, ist das ein eindeutiges Zeichen, dass du ein versklavtes Wesen bist.

 

Aber weder in die vulgäre Banalität dessen verfallen, was vorgeschlagen wird –so als ob nichts geschehen wäre, wo doch der Bodensatz einer verzweifelten Angst zurückgeblieben ist-, noch in die einfachen Ressourcen, die man haben kann, um die Besonnenheit aufrecht zu erhalten.

Der Betende Sinn ruft uns vielmehr zu einer Veränderung hin zum Befreienden, hin zu dem „Neuen ohne zu kennen“, hin zum Kreativen, das noch kommt; eine sofortige Forderung.

Weil es leicht ist, in die Ressourcen zu verfallen, die propagiert werden und sich verbreiten, um das von vorher zu sein und wieder in die Vergangenheit zu verfallen oder in das, was sich anpasst an das, was da ist und… es gibt eben nichts anderes.

Der Ruf der Schöpfung schleudert uns vielmehr wie „eine außerordentliche Epoche”, in der man sich bewusst  geworden ist, bis wohin die Mächte und die Interessen –wer weiß von wem- unserer Spezies gehen… –Körperschaften, Gemeinschaften von…-, die da sind, die nicht von einer anderen Welt sind; sie sind von dieser Welt, aber mit Herkunft, mit Vorteil, mit Ressourcen und Mitteln, die sehr weit von dem entfernt sind, was wir erreichen können.

 

Aber wir dürfen nicht in das verzweifelte Verhalten verfallen, dass man angesichts so einer Situation nichts machen kann. Genau umgekehrt; ja: der Glaube –Glaube(!)- in die Schöpfer Ressourcen, die uns „alle” schützen, diejenigen, die versuchen die Spezies zu sektorisieren, sogar zu eugenisieren –und andere Formen von verbaler, mentaler, gesellschaftlicher Ausrottung-…

All diese Vorgehensweisen sind menschlich.

Und mit gewisser Sicherheit können wir bestätigen, dass sie auf Kriterien der Befähigungen, auf Ressourcen und Erfolgen der Menschheit basieren; die sich fast göttliche Qualitäten zuschreiben können…

Aber der Rest sind die Überreste –und wir sind Reste- wir sind nicht von der Hand des Göttlichen losgelassen worden.

ES ruft uns zum Beten, um uns die Hand zu geben, um uns festzuhalten, damit wir nicht in die leichte Versklavung oder in das leichte Verhalten verfallen „das Verlorene wieder herzustellen”, wenn wir doch nichts hatten.

Diese Hand, die von Unvorhergesehenem beladen ist, Unerwartetem, von Überraschungen, von unvorhergesehenen Situationen… und von unerwarteten Handlungen, damit das Wesen diese als Qualitäten zeigt –„Qualitäten“- lehrt, die „nicht von dieser Welt sind“ –in Anführungsstrichen, aber die kommen und ankündigen.

Sie kündigen… Erneuerungen an…, um aufzuhören ein Labyrinth des Unmöglichen zu sein und um aufzuhören, sich im Labyrinth des Unmöglichen zu befinden.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Angesichts der Erschütterung unserer Gefühle, angesichts der festen Überzeugung unseres ‚Tuns‘ nicht eingeschüchtert sein.

Sich nicht durch Verhaltensweisen, die im Zusammenleben strafend oder vorurteilsvoll sind, einschüchtern lassen. Vielmehr sich klar werden, klären… und sich in einem Zustand der Gracia[1]zeigen.

Ja, in diesem Zustand, in dem  jedes Wesen seinen Vorschlag erkennt, seine Tugend… in dem es nicht seine Meinung aufgrund der Stimme des anderen verheimlichen muss, die lauter  ist oder angesichts der Geste oder des Geschmacks von jenem, der alles weiß und alles kennt.

Es ist auch der Moment für die Stillen, die Schüchternen, diejenigen, die versuchen, dass alles gut ist, damit nichts gestört wird. Diejenigen, die zulassen, damit andere es ausnutzen und befehlen und anordnen! Wissend, dass es keine Auflehnung gibt.

 

Der Wind übermittelt sicher die Stimme des Befehls und der Anordnung, aber er bewegt auch die Asche… und mit ihr macht er diejenigen blind oder stumm, die die Oberhoheit haben.

 

Wir haben die Pflicht –weil das aus dem Leben ausfließt- unsere Tugend zu verkünden, unsere Disposition zu zeigen, unsere Position und unsere Kriterien.

Es existiert keine Norm, Regel oder kein Gesetz, das  das Fühlen der menschlichen ‚Gracia‘ tabelliert...! Derjenige, der das bestätigt, sammelt lediglich Ideen der Unterdrückung, der Versklavung und der „Regulation” ein, je nach regierendem persönlichen, spirituellem, gesellschaftlichem, kulturellem, politischem, wirtschaftlichem Egoismus… Diese berühmten „Gesetze des Lebens”.

Hat das Leben Gesetze?

Dabei ist es so, dass… verlorene Atome oder vergessene Götter ohne Befehl noch sonst etwas, was wir kennen könnten, entscheiden, sich in einem unvergleichlichen Beispiel an unergründlicher Diversität in jeder Hinsicht zu amüsieren.

Ist das eine Ordnung? Ist das eine Norm?

Ahhhh! Aber die Menschheit stellt das Recht auf und es werden Rechte geschaffen. Und bevor man sich um die Pflichten sorgt, welche die sind, die wirklich fördern und Erfolge realisieren, bevor man die erfüllt, werden die Rechte gefordert: diese verdrehten und schwindlerischen Elemente, die ganz eindeutig, versklaven und unterwerfen. Weil jedes Mal, wo der, der das Recht einfordert, Recht bekommt, sich  abhängig von dem macht, der es ihm gibt.

 

Umgekehrt, der, der seine Pflicht realisiert, befindet sich in dem Soll seiner Fähigkeiten, seiner Ressourcen, seiner Geschicklichkeiten, seiner Gnade, seiner Botschaft der Schöpfung, die er darlegen muss. Und das umfasst Mysterien, Überraschungen, Unvorhergesehenes…

 

(5 Minuten der Stille)

 

Der Kreuzungsweg der Menschheit ist… enorm verwickelt; kompliziert ausgearbeitet. Jedwede Beifügung in diesem Sinne bewirkt,  dass die Möglichkeit eines Glanzes möglich wird. Aber gleichzeitig müssen wir wissen –und der Betende muss es wissen- dass mit einem Detail (span. ‚detalle‘) –„Beitrag leisten” (span. ‚dar la talle‘)- der tugendhaften Gracia[2] –einer-, löst sich die komplizierte Verwicklung auf und die kreative Komplexität  amplifiziert sich.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Nicht die Warnungen, die Hinweise… –uff(!)- die Vorahnungen fürchten.

Die letzten sagten, dass die Welt untergeht. Und vielleicht haben sich einige aufgelöst. Aber das, was wir „Welt“ nennen, nicht. Sie geht weiter. Sie macht weiter. Aber es können sich jene Mikrowelten auflösen, die uns hindern, die uns blockieren, die uns bestrafen mit ihrer Gleichgültigkeit, mit ihrer Stille, mit ihrem Notstart… Die, diejenigen, die ihnen Arroganz und Befähigung beifügen (ohne Kommentar).

Auf dass keine Autorität noch irgendein Befehl unsere Position und unsere Handlungen definieren möge.

Wir wissen uns geschützt durch das Schöpfer Mysterium: diese magische Gegenwart unseres permanenten Beistandes. Aber SEINERSEITS(!)… SEINERSEITS zeigt es uns die Notwendigkeit, diesen Beistand darin auszudrücken, indem wir ihn suchen, ihn geben… nach dem Ebenbild wie wir ihn empfangen.

Die egozentrische Selbstgefälligkeit ist eine Beleidigung gegenüber der Schöpfung und gegenüber den Ressourcen, die SIE uns darbieten. Es ist eine Verachtung gegenüber dem Dienst, den andere zeigen.

Im Grunde ist es eine unsolidarische Position, die von den anderen eine Zustimmung beansprucht.

 

(8 Minuten der Stille)

 

Auf dass dieser Beginn der ‚Gracia‘ der Anstoß von gefühlten Worten und Maßen sei, die unser Erleben umreißen, unsere ‚Gracia‘ zu leben…, die sich nicht einschüchtern lässt.

Gerade weil sie in dem Schöpfer Mysterium beschützt wird, gibt ihm dieses die Erlaubnis für seine Pflicht, die das Wesen mit seinen Ressourcen zu erfüllen hat… und das beizutragen hat, worauf gewartet wird!

 

 

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[1] Hat mehrere Übersetzungsmöglichkeiten: Dank, Dankbarkeit, Gnade Grazie, Tugend

[2] Gnade, Tugend, Grazie, Witz