SIE kümmern sich seit Ewigkeiten um uns...

 

BETENDER RUF

 

(8 Minuten der Stille)

 

Ein Volksspruch, der wahrscheinlich in der Spezies kursiert, sagt: „Die Angst ist frei!”

Viel-viel-viel… später, von später, von später wurde gesagt: „Es lebe die freie Liebe!” Aber… man kann das nicht vergleichen...!

Es scheint… es scheint vielmehr, dass die erste Freiheit, die der Mensch hatte die war, Angst zu fühlen. Erinnern Sie sich? Na gut, vielleicht sind Sie sehr Jung, Sie werden sich nicht erinnern: Im Paradies, als der Apfel –oder die Aprikose, das weiß man nicht so genau, aber wir werden es bei dem Apfel belassen- also was gab es? Also Scham, Angst und Lüge…

Später, na schön, waren die Dinge nicht gut… und sie mussten dort weg. Das ist schon lange her, eh? Und es gab zwei Brüderchen. Aber, wie wir wissen, gefiel der eine dem anderen nicht gut, also fiel der andere über ihn mit einer Kinnbacke von einem Esel her und… na gut, er transmutierte ihn.

Angst.

Die Angst tauchte wieder unter den Brüdern auf…; nein, vielmehr durch die Geschichte, die vorher kam. Und es tauchte die ewige Angst auf, die existiert: die Angst vor dem Ewigen, die Angst vor dem Mysterium, die Angst vor dem Göttlichen, die Angst vor Gott. Voilá!

Aber später, gleich danach, vor Tausenden und Abertausenden von Milliarden von Äonen sagte man: „Gott ist Liebe, Gott ist Liebe, Gott ist Liebe…”. Gott ist Liebe (span. „Dios es amor”)[1]. „Diosésamo”: Der „Sesam“-Gott. Aber nein, ER schaffte es nicht, ER schaffte es nicht… trotz der Beatles: „All you need is love… tata-ratata”… Die auch nicht.

Es war eben so, dass Die Angst immer freier wurde.

Sie war frei, aber sie war nicht ganz und gar freigelassen. Sie wurde nach und nach freigelassen, und sie wurde und wird für einer der größten Freiheiten gehalten, die man hat. Unglaublich(!) nicht? Sicherlich haben Sie noch nie in dieser Weise gedacht. Also dann wird es  Zeit!

Das kann Konsequenzen mit sich bringen, klar, weil wir sagen könnten: „Lasst uns die Angst einsperren! Lasst sie uns auf Galeeren bringen oder verurteilen wir sie zu lebenslänglich.“ Aber sicher-sicher-sicher würde sie im Gefängnis Probleme machen.

- Ah(!), das Gefängnis. Dort haben sie viel Angst!

- Ja. Es ist kein guter Ort, nein… Wir können auch sagen, dass die Angst krank ist und wir schicken sie ins Krankhaus.

- Oje! Sieh mal einer an, was für ein Ort, um sich zu vergnügen…

Es ist auch nicht gerade ein Ort für Freuden, nicht wahr? Es ist vielmehr eine Kulturbrühe der Ängste und Ängste und Ängste… Das schon: mit weißem Kittel, mit Mundschutz… Aber im Krankenhaus gibt es Angst! Um Gottes willen!

- Na gut, schicken wir sie zur… ich weiß nicht, zur Regierung!

- Zur Regierung? Wie die Regierung auch immer sei, die grundlegende Funktion von dieser ist, in der Bevölkerung Angst zu kreieren, um diese leichter domestizieren  zu können. Mehr oder weniger motivierte Ängste, gefördert oder nicht.

- Na gut und der Staat?

- Der Staat? Der Staat hat so viel Angst, dass man seine Wurzeln entdeckt, dass alles in Gefahr geraten kann; jedwede Sache kann die Sicherheit des Staates in Gefahr bringen, in dem Fall ist es ein kleine Festung der Angst.

- Wow…! Na gut, also dann schicken wir sie in eine Kirche, die Angst.

- In eine Kirche?

- Zu den Kirchen, die es gibt, von ganz unterschiedlichem Naturell, ja, klar.

- Aber da gehen doch die Gläubigen hin, um ihre Ängste zu erzählen: „Ach(!), ich habe Angst davor, dass… Ach(!), ich habe Angst davor, dass… Ach(!), ich habe Angst davor, dass…”; davor,  Gott zu bitten „dass das nicht passiert, dass das Andere nicht passiert…”

 

Wissen Sie? Sicherlich wissen Sie das. Wenn ein Skorpion von einem Feuerring umrundet wird, dann versucht der Skorpion rauszukommen, klar. Er bemerkt, dass das Feuer ihn töten kann. Es kommt ein Moment, in dem… wenn er feststellt, dass der Feuerkreis weiterhin besteht und da ist, dann entscheidet sich der Skorpion sich umzubringen. Ja. Und er stößt sich seinen eigenen Stachel hinein. Und der wirkt bei ihm, ja!

Alle kennen wir diesen Ausdruck, der sagt: „Der hat Todesangst, der hat Todesangst!” Ein Stierkämpfer ist ein Herr, der Todesangst hat! Bis er wieder aufersteht, wenn der Stier zum ersten Mal an ihm vorbeiläuft und der ihn nicht getötet hat.

 

Wird es so sein... wird es so sein, dass, da wir von so vielen Steinen umgeben sind –ich meine im Universum-, Sterne, Sonnen und all das-… wird es so sein, dass unsere Angst daher kommt, dass uns etwas auf den Kopf fallen könnte, so wie es den Dinosauriern passierte –also jetzt weiß man, dass es nicht so war? „Und dieser Steinwurf für Antonio, dieser für Maria, dieser…”

- Ahhh! Von daher die Steinigungen, nicht?

- Ja. Die Steinigung war eine Methode… sie ist eine Methode(!) –weil sie noch existiert.

- Aber… mit Angst zu leben ist nicht gut, nicht?

- Ja, ganz genau, wenn man die Situationen analysiert, dann ist mit Angst zu leben nicht gut.

- Das ist nicht gut. Also ist es besser, ohne Angst zu leben.

- Aber „die Angst  hält den Weinstock“, sagt ein anderes Sprichwort. Und wenn Du Angst hast, also dann stellst Du einen Wachmann hin oder baust ein Alarmsystem auf…

 

Das ist eine interessante Erfahrung bezüglich dessen, dass es jedwede Variable, jedweden „Horizont” ermöglicht… jetzt, wo dieses Wort ein bisschen in Mode gekommen ist; na gut, in Mode… nicht gerade in Mode: „Ein einzigartiger Horizont”      –bezogen auf die letzte Foto-Show des kleinen Schwarzen Lochs.

Aber das Wort: „Der einzigartige Horizont” dient uns schon.

Normalerweise, wenn wir den Horizont sehen, sehen wir und stellen wir fest, dass wir Erdscheibenbewohner sind. Das bedeutet, dass sie (die Erde) flach ist. Wir sehen die Krümmung nicht. Sicherlich deswegen, weil sie so weit weg ist… Oder sie ist nicht da! Wer weiß?

Aber wir werden uns nicht in Diskussionen verwickeln, ob wir ein Diskobolos von Myron sind oder ob wir eine Golfkugel sind.

Aber wir sehen „einen singulären Horizont”, wenn die Angst nicht der Schäfer ist.

Ja, wir alle haben… jeder Einzelne von uns ist ein Einzelner, wir sind kein Plural, obwohl es eine Pluralität der Ereignisse gibt, die eine Singularität erzeugen.

Aber wir sollten die Dinge physisch nicht komplizieren.

Aber vom Betenden Sinn aus –ja, gewiss-, ist es nicht das erste Mal, dass die Angst als Wachsamkeit(!), als Alarm(!) auftaucht!

Abgesehen davon, dass die Angst frei ist, läuft sie locker herum. Weil die freie Angst manchmal angebunden ist, nicht? Ich habe zum Beispiel Angst vor Korn Flakes von Kellogg's, weil sie nicht ganz und gar ökologisch sind. Der Andere hat Angst vor seiner Cousine –es gibt viele Cousins und Cousinen- und andere haben Angst davor, dass man sie entdeckt.

- Das was?

- Was auch immer, ist egal!

Weil für gewöhnlich die Angst bedeckt, verdeckt, verheimlicht…

Wir könnten wirklich sagen, dass im Verlauf der Zeit der Homo sapiens-sapiens entdeckt hat, dass seine beste „Waffe”, um zusammenzuleben, die Angst ist. Und der Betende Sinn macht uns wachsam und alarmiert uns in Bezug auf diese Schlussfolgerung:

- Die beste Waffe, um zusammenzuleben, ist die Angst? Ist also demnach die Angst eine Waffe?

- Ja.

- Und kann man mit Waffen zusammenleben?

- Ja. Die Einen schießen früher, andere schießen später und anderen bleibt keine Zeit. Ach! Einige tragen keine Waffen, aber sie sind Waffen.

- Huch, was für ein Durcheinander!

- Nein, das ist keinerlei Durcheinander. Das ist eine Offensichtlichkeit.

 

Ja, wegen des Betenden Sinns heute hat jeder Einzelne –unausweichlich- an seine Ängste gedacht; sie werden bemerken, dass Sie einen wunderschönen Bienenstock aufgestellt haben –enorm groß(!)-; einen wunderschönen Bienenstock mit  sicheren Bienenzellen –eigenen, klar: „Ich bin so.“

Auch wenn es besser wäre zu sagen, was „Raphael” sagte: „Ich bin jener, der, weil er Dich liebt, das Leben gibt…“ Besser. Aber gut, wir sollten nicht zu phantastischem Extremismus übergehen.

Ein Bienenstock mit vielfältigen sicheren Bienenzellen. „Weil ich so bin”; „weil SIE mich so gemacht haben…”

Wer hat Dich so gemacht? Seine Gene, sein Stadtviertel, seine Religion, sein Land? Angst nach Angst nach Angst nach und sie fabrizierten einen Bienenstock auf der Basis, dass das so und so und so ist. Und er stellte die Angst als Wache auf. Ja. Das bedeutet, dass er… sich nicht sicher war, dass das die Lebensart war. In Folge dessen hatte er Angst.

Es ist noch mehr: Alle Ideen, die wir von diesem oder jenem haben diesen kleinen Punkt, nicht wahr(?) von: „Und wenn…?”

 

Wenn die Sofitten der Angst erst einmal dargelegt sind, übrigens in letzter Zeit üben sie sich sehr viel im Horror und im Terror

- Horror? Terror?

- Ja. Die Angst, wenn sie sich ein bisschen verschärft, dann produziert sie Terror und kommt zum Horror. Das bedeutet, dass sie ein evolutives System hat –nicht wahr(?)- und sie hinterlässt Geschichte, sie hinterlässt eine Spur …

 

Nein! Er erholte sich nicht. Weder Adam noch Eva noch seine ganze Sippe erholten sich und sie waren nicht in der Lage, ihre Angst aufzulösen. Sieh mal wie gut es ihnen ging: sie mussten sich um nichts kümmern, sie waren nackt, sie aßen von allem… Na gut(!), sie waren ein bisschen vegan, aber nach gut, da hatte man Schinken noch nicht nötig.

  • Sie müssen nicht lachen, eh?

Sehen Sie? Das ist ein sehr eigenartiger Aspekt: die Angst lacht wenig. Na gut, „wenig”, sie lacht nicht. Warum lacht sie nicht? Weil sie Angst hat, Angst davor, dass man bemerken könnte, dass ich Angst habe, wenn ich lache. Und wenn ich keine Angst habe, dann bin ich ein Idiot(!), ein Arbeitsloser, ein Unwissender!

Und so werden diejenigen, die ein bisschen mehr „beseelte” Wegstrecke an diesem Ort des Universums hinter sich haben, anerkennen, dass der Humor nach und nach verloren ging, weil die Angst jedes Mal freier rumläuft. Das ist die Erklärung. Obwohl es in Wirklichkeit mehr als Erklärung ist, es ist das Erleben.

Und man pflegt zu sagen: „Ich bin nicht in Stimmung!” Später dann wird man beifügen müssen: „Ich habe Todesangst.”

Wow! Also sieh mal einer an, was für ein Binom! Ein besorgniserregendes Binom, nicht?

- Ich bin nicht in Stimmung, weil die Welt nicht so ist, wie ich möchte, dass sie sein soll. Und ich habe Todesangst, nicht dass das passiert, was ich nicht möchte, dass es passiert.

- Aber vorher hat man Ihnen doch gesagt, dass Sie ein „einzigartiger Horizont“ sind!

- Schon, aber das ist sehr weit weg.

- Nein! Das ist hier. Weil wenn Sie „dieser Horizont“ sagen, dann sagt er das von hier aus und von hier aus sieht er, dass… „ahhhhh(!), dort, am Horizont…” Einzigartig.

- Und das, wozu dient das?

- Also das dient dazu, dass wenn Sie sich fühlen, dass Sie sich als ein Einzigartiger fühlen. Und er (der Mensch) kann es fühlen, weil er Ressourcen hat –aus der einfachen Tatsache heraus, von dieser Spezies zu sein-… er hat Ressourcen, damit man ihn als einen  einzigartigen Horizont sieht, weil er einzigartig ist. Wenn Sie diese Realität, diese Offensichtlichkeit gleichzeitig auf die Umgebung projizieren, werden Sie alles, was Sie umgibt, als einen einzigartigen Horizont sehen.

 

Ja. Er wird in die Krallen eines Schwarzen Lochs fallen, aber –aber(!)- er wird in das Mysterium eintreten. Und wenn er in dieses Schwarze Loch eintritt wird er entdecken und sich in der Schöpfung entdecken. Und wenn er sich in der Schöpfung entdeckt, im Schöpfer Mysterium, wird er sich ganz offensichtlich eines „NICHT ANGST HABENS“ bewusst werden. Einem „OHNE ANGST“. Eine andere Singularität.

Es ist eine gute Reise, nicht? Es ist ein sehr operativer betender Vorschlag… Er geht weit über den Slogan von „Gott ist Liebe” hinaus. Denn wenn man das sagt, dann vergleicht man das mit der Liebe, die jemand seinem Stieglitz, seiner Katze, seiner Freundin, seiner Geliebten gegenüber hat… Nein, nein, nein, nein, nein! Er ist etwas  Einzigartigeres.

Die Liebe, die die Schöpfung ausübt, ist offenbar OFFENSICHTLICH, nicht? Verloren in irgendeiner Ecke des Universums überleben wir, wenn das Normale wäre           –innerhalb des Wenigen, das wir von hier wissen- dass… wir seit schon lange nicht mehr existieren würden.

Aber „ETWAS” –und klar, das ist die Grenze der Sprache-, „ETWAS” liebt uns in einer so einzigartigen(!), so speziellen(!), so außerordentlichen(!), so ausnehmenden(!), so mysteriösen(!) Art und Weise, dass wir keine Angst haben dürften…!

Und in Folge dessen dürfte uns all jenes, was verstreichen, was auftauchen und was geschehen würde nicht mitnehmen. Und wird sollten keine Bienenstöcke konstruieren –dem widmen sich die Bienen-, sondern vielmehr, so wie es Alberto Cortez sagte –er möge sich im siebten Himmel befinden-, uns dem widmen, Luftschlösser zu konstruieren. Sie sind ökologisch, sie sind biologisch… sie brauchen keine Solarzellen! Selbstverständlich auch keine Geometrie. Nicht, nichts, nichts…!

Aber klar, immer kommt jemand, der alles kaputt macht, nicht wahr? So als wenn du ein Sandschloss am Strand machst und immer kommt ein Spaßvogel der sagt… Oder das Meer selbst(!), das plötzlich steigt, bessert aus und ahhhh(!)... und nimmt den Turm mit.

Ja. Manchmal werden Schlösser auf der Erde konstruiert; die schlimmsten sind die, die schon aus Blöcken und Ausrüstungen bestehen. Und das… das ist es nicht.

Klar, angesichts dieses Vorschlags ist es sicherlich wahrscheinlich, dass man das hört: „Und ohne Angst, wer wird auf uns aufpassen?”

„Und ohne Angst, wer wird auf uns aufpassen?”

- Ah! Also dann ist es also so… –oh(!), mon dieu(!)-, dass die Angst unser Aufpasser war?

- Ja. Es wurde bereits gesagt, dass „die Angst den Weinstock hält”. Also sie ist die, die auf uns aufpasst.

- Ah! Was für eine Verirrung, nicht? Nach dem Vorschlag des einzigartigen Horizonts, bis man zum Mysterium kommt. „Und wenn wir keine Angst haben, wer passt auf uns auf?”

 

Es ist furchtbar zu dieser… Alltäglichkeit zu kommen.

Nun gut, wenn wir uns erneut in dem Betenden sammeln, das uns aus dieser furchtbaren Sinnspruch herausholen will(!): „Wenn ich keine Angst habe, wer passt dann auf mich auf…?“

SIE kümmern sich seit Ewigkeiten um uns, weit über die Unendlichkeiten hinaus: „weit, weit darüber hinaus“ –wie sie sagen.

SIE kümmerten sich und sie kümmern sich so sehr um uns(!), dass sie uns den Terror, die Angst bemerken lassen.

 

Die religiösen, gesellschaftlichen, Gemütskonditionierungen, die moralischen Konditionierungen…; ein Häuschen und ein anderes Häuschen und ein anderes Häuschen, so wie die russischen Puppen: Innerhalb der einen gibt es eine andere und eine andere und eine andere und eine andere und eine andere und eine andere, bis man zu einer kleinen kommt, die keine andere mehr hat, aber sie ist hart, sie ist fest, sie ist nicht leer.

Die Furcht vor der Schöpfung, welche die Vermittler –Popen, Priester, Mönche und die übrigen- uns mühsam beibrachten, verbreiteten ihr Saatgut in einer finsteren Art und Weise, die nicht gerade auf uns aufpasste, die nicht weit über die Liebe, der Liebe, der Liebe, der Liebe, der Liebe, der Liebe, der Liebe hinausging … –weit darüber hinaus-, sondern die im Gegenteil ein Scharfschütze war, der uns mit Karma füllte und angesichts jedweder… Sünde auf uns schoss?

- Was für eine Sünde…?

- Ahhh!! Das war eine große Erfindung! Oh, ja, ja, ja, ja. Das war die Münze. Das war wie, wie… –wie soll ich sagen, wie soll ich sagen(?)-… der Ort, an dem man abdrücken musste. Also wurde jeder Einzelne ganz schnell von Gott gesehen, in dem Maße, wie er eine Sünde beging, und DER feuerte los. Und man konnte einen Reiz Darm haben oder einen wirtschaftlichen Reinfall oder eine emotionale Verstauchung                –„Verstauchung”-: das ist nicht sehr psychiatrisch, aber gesellschaftlich gut zu verstehen.

- Wow! Das heißt also, dass das die Münze war?

- Ja. Als das Kriterium der Sünde erst einmal eingeführt war –und jede Kultur hatte ihre eigenen, damit die Angst so Konsistenz hätte…

- Ahhh, das ist die Konsistenz der Angst!

- Klar! Weil man ihr Form geben muss! Weil wenn nicht, ist sie viel zu frei. Obwohl sie weiterhin frei sein wird. Sie hat eine freie Komponente und eine beigeordnete Komponente. Die freie Komponente ist: „Die Angst ist frei.“ Und die beigeordnete Komponente ist „die Sünde”. Von da an bemerkt Gott das und schießt auf uns. Aber na schön, nicht nur Gott, sondern die Vermittler Gottes und die Sympathisanten von Gott. Und sogar die, die noch nicht einmal an Gott denken, sondern nur an sich denken, schießen auf uns.

Also leben wir durchlöchert…!

- Jetzt bemerkst Du es?

- Von Kugeln durchlöchert…!

- Na gut, Kugeln oder… Na gut, lassen wir es bei den Kugeln.

 

Klar! Die Sünde erzeugt in uns die Angst, bestraft zu werden. Wow! Was für eine Strategie(!): Bestraft durch das Gesetz, durch die Moral, durch die Gewohnheiten, durch die Vorurteile…

- Ahhh! Das heißt also, dass das Angst ist…!

- Ja. Zweifellos.

- Aber die Sünde…

- Ja. In dem Maße wie Du einen Bienenstock hast, hast Du Sünden. Das heißt, messe Dich weder mit der Bienenkönigin noch der Arbeiterbiene; lass sie in Ruhe, die wissen, was sie tun. In dem Maße wie Du Dich anpasst, Dich kodifizierst, träge wirst, suchst Du den Komfort, den Wohlstand, die Sicherheit…

- Ah! Was ist das denn für ein Wort: „Sicherheit?”

- Ah, ja! Eine andere Variante der Angst, aber beladen mit Sünden.

Ich weiß nicht, ob ich, wenn das kulminiert, hier besser oder schlechter rausgehe, weil die Sünden anfangen zu erblühen, nicht wahr? Ha, ha. Nein. Ich sage das betend in dem Sinne, dass Sie sich… dass Sie sich keine Sorgen machen sollen. Später, wenn das leer ist, wird sich das Universum darum kümmern, die Reste mitzunehmen.

Lassen Sie es! Lassen Sie es! Nutzen Sie es aus, Ihre Sünden hier zu lassen! Aber begehen Sie sie nicht gleich wieder, wenn Sie hier rausgehen, denn sonst steht da erneut der Scharfschütze…

 

Sünde…! Sich als Sünder fühlen und sich damit „Angst” machen und sich damit verteidigen und angreifen und… Na gut! Das kennt man schon. Aber man insistiert!

 

Ja, die Gesellschaft hat versucht, bestimmte Aspekte zu legalisieren, aber deswegen hat sie dennoch nicht aufgehört hartnäckig auf die Sünde als Verteidigungs- und Sicherheitsmechanismus zu bestehen und als Mechanismus der Referenz, um zu wissen, was gut ist oder was schlecht ist. Aber diese Legalisierungen jedweder Art(!) institutionalisieren den Irrtum und machen ihn alltäglich. Sie erlauben nicht das Kreative.

„Legalisieren wir die Abtreibung(!), legalisieren wir die Euthanasie(!), legalisieren wir den würdigen Tot...!”

Aber… gibt es denn keine andere Form, um eine unauslöschliche Spur nicht zu institutionalisieren…? Die jedweden neuen Schritt umwandelt und uns nicht erlauben wird, den Berg frei zu lassen, so als wäre niemand hochgestiegen, damit die neue Erfahrung des anderen wahrhaft originell wäre. Und nicht mit Spray schreiben: „Hier war Paco.” Nein! Also bitte!

 

Der Geliebte bestraft nicht; ER feuert nicht ab. ER schöpft und ER erfreut sich an seiner kontinuierlichen Schönheit.

 

 

***

 


[1] Wenn man „Dios es amor“ sehr schnell ausspricht, „Diosesamor“, dann hört es sich an wie „Diossesamo“ an und man hört und das würde übersetzt heißen: „Gott ist Sesam“. 

BETENDER RUF

 

(6:30 Minuten der Stille)

 

Die Schöpfung, von ihrem Mysterium aus, handelt unter den Augen des gewöhnlichen menschlichen Bewusstseins… unbegreiflich.

Man könnte sagen, dass, als das Wesen nicht „sapientiell[1] war –er war nicht sapiens, er wusste nicht- sein „Wissen” –in Anführungsstrichen-, es sich nach der Beziehung, nach der Reaktion, die sich gemäß der alltäglichen Reaktionen erzeugten, richtete.

Wir könnten es „primitiv” nennen, aber man muss vorsichtig mit den Worten sein.

In dem Maße, wie dem Wesen die Fähigkeiten von Wissen (span. ‚sapiencia‘) verliehen werden, das bedeutet, zu kennen, zu wissen, zu interpretieren, zu analysieren, zu überlegen… –aber, Vorsicht(!), hier kommt ein erster bedeutender Betender Ruf-, ihm diese Befähigung gegeben wird, fängt es an sie zu entwickeln, er entwickelt sie, aber…  er kommt „bis zu einem bestimmten Punkt“.

Das ist ähnlich der Geschichte, die die Genesis erzählt, gemäß der er vom „Baum des Wissens über Gut und Böse” isst… und er wird aus diesem Bewusstseinszustand ausgestoßen –und mit ihm das Wissen über Gut und Böse-, nicht, dass er vom Baum isst, der sich im Zentrum des Paradieses befindet, was ihn unsterblich macht.

Die Schilderung dient uns in dem Betenden Sinn von heute als Modell, um zu sehen, wie die Menschen der Menschheit nach und nach die Welt gemäß ihres Wissens fabriziert haben, welches begrenzt ist… weil es kein eigener Erwerb ist, sondern es ist ein Erwerb, der ihm erleichtert wurde.

Aber es, das Wesen, erkennt das so nicht.

 

Wir haben eine sehr klare Dualität, die uns sofort hilft: der „Islam” spricht von Unterwerfung (span. ‚sumisión‘) und bedeutet Unterwerfung. Alles ist… unterworfen. Nicht im Sinne des Sklaven und im Sinne der Bestrafung, es ist „dem“… Schöpfer Mysterium unterworfen.

Umgekehrt ist in dem mächtigen Christentum alles der Entscheidungsfreiheit des Willens des Menschen unterworfen. Christentum-Judentum, um mehr zu erläutern.

Und was geschieht? Das offensichtlich dieses „Du wirst die Erde bevölkern und alle werden Dir gehorchen… und Du wirst alle Abstammungen beherrschen und                  –selbstverständlich(!)- wirst Du die Frau beherrschen”… etc., hat eine Macht, des Befehls, der Anordnung, des Gesetzes kreiert… und wurde bis zu dem Punkt globalisiert, dass alles durch eine wissenschaftliche, rationale, logische Bewusstseinsebene geführt wird, offensichtlich mit seinen Variablen und Ausnahmen.

Er braucht weder Beistand der Schöpfung, noch das Mysterium. Obwohl es offensichtlich ist. Wenn es nicht so wäre, wären wir nicht da.

Aber auf der Ebene des alltäglichen Bewusstseins ist das nicht da. Die kognitive Fähigkeit des Wesens wurde behandelt, gelenkt, manipuliert… durch das, was die Generationen empfangen haben. Und heutzutage… jedwedes Ereignis, das sich nicht in der Form[2]des Schuhs eines jeden einzelnen oder von jeder Gruppe, oder von jeder Kultur, oder von jedem Kontinent befindet… all das, was nicht da nicht drin ist… also, nein, nein… Weil es der Beherrschung entflieht. Es entflieht der persönlichen Wichtigkeit. Es entflieht dem Einfluss. Und infolgedessen wird jedes Ereignis, das sich nicht in dem aufgestellten Kriterium befindet als schlecht angesehen, verurteilt, abgesondert…

 

Das ist einer allgemeinen Art und Weise, aber vor allem, wenn das, was abläuft und was geschieht… –ach(!)- unvorhergesehen, unerwartet, war… wenn es… ein Mysterium war.

 

Und von daher ist es, dass das Wesen… seinen Grundsätzen gegenüber treu ist(!), aber total kämpferisch gegenüber dem… –nicht nur gegenüber denen, die nicht an seinen Grundsätzen teilnehmen, das kann er mehr oder weniger in Ordnung bringen-, aber es ist total kämpferisch gegenüber dem Unvorhergesehenen, Unerwarteten, den Grundsätzen des Mysteriums gegenüber.

Das geschieht vor allem –das ist klar- bei den Dingen, die der Intellekt, die Vernunft, die Logik… das Kognitive nicht bewältigen kann, gemeint sind Schmerz, Leid, Krankheit, Liebe, Treue, Glaube(!)… Versprechungen, Verbindlichkeiten… In diesen Faktoren! Wenn diese Faktoren ins Spiel kommen. Und klar(!), bei vielen Gelegenheiten stimmen die nicht mit den persönlichen, logischen, vernünftigen Plänen überein.

Aber von daher, dass das betende Wesen –und hoffentlich, hoffentlich(!) (span. ‚ojalá‘), oh Allah(!) vertiefen diejenigen sich darin, die jetzt  Ramadan machen-, die betenden Wesen, alle –aber manchmal unter speziellen Umständen, die wir gerade zitiert haben-, müssen sie aufmerksam werden, bemerken, dass unsere kognitive Fähigkeit zu kennen und zu wissen eine Gabe ist, welche als Ziel hat zu bewundern, beeindruckt zu sein, zu bemerken, dass man uns entdecken lässt; zu bemerken, dass SIE uns… die unglaubliche Schöpfung(!) entdecken lassen… welches ein Instrument ist, was SIE uns –sozusagen- „geliehen“ haben, damit wir sehen und Dank sagen und das annehmen, was wir nicht verstehen, was wir nicht begreifen, was wir nicht akzeptieren. Dort tritt die Unterwerfung ein und das sich führen lassen durch den Glauben. Sich nicht in die voreilige Verzweiflung des Willens werfen.

 

Ja, langsam… langsam bemerken wir, wird uns klar, dass wir zu einer bestimmten Ebene der Wahrnehmung kommen und uns  sofort der Halo des Mysteriums umgibt.

Wir erreichen eine bestimmte Ebene des Wissens über die Umgebung und über uns selbst, und erneut hüllt uns ein Halo des Mysteriums ein.

 

Der verbissene Eifer…, die Welt nach unserem Geschmack zu machen…!

Die verzweifelte Anstrengung, um zu erreichen…(!), was andere vorschlagen, die Moden, die eingeführt werden, die Anregungen der Mächtigen –oder die eigenen-…

Kürzlich unterlegte ein junges Mädchen die Charakteristika ihres Wesens einer Abstimmung. Und einige wählten dafür, dass sie sich umbringen sollte und andere dafür, dass sie es nicht tun sollte. Der Selbstmord gewann und das junge Mädchen brachte sich um.

Jetzt bestätigen bestimmte Kommentare der Justiz, dass man die verurteilen sollte, die für den Selbstmord gestimmt haben.

Auf welcher… Ebene wird das Leben angeordnet?

Zweifellos ist es ein… Einzelfall?

Wenn wir sooft hören: „Also die Umstände haben mich dazu gebracht…“. „Also das, was mir geschehen ist, das hat mich dazu gebracht zu…”„Also das, was mir passiert ist, hat verursacht, dass…”„Also, es ist so, dass…”

Die Rechtfertigungen, um nicht… die himmlischen Projekte anzunehmen, die im Allgemeinen unverständlich, widersprüchlich sind. Und das Wesen beharrt wegen seines Wissens darauf, dass das Göttliche klarer sprechen müsste und vor allem müsste ES wie ein Mensch denken.

Es ist das, was im Grunde gesagt wird.

Wodurch die Mehrheit –selbstverständlich außer ausnehmenden Ausnahmen- jedwede Art von Glauben, von Hoffnung, von Glaubensvorstellung… unter der Sichtweise seines Wissens aufgibt. „Er braucht ihn nicht.” Er muss kontrollieren und dominieren, was er weiß. Jenes, was er nicht beherrscht, das will er nicht.

Und obwohl sich das Schöpfermysterium faltet, sich anpasst, uns mit seinen Zufälligkeiten, mit seinen Zeichen überrascht… scheint es so, dass der Mensch taub(!), blind(!), stumm(!) ist. Der Geruchssinn… ufff(!), was wird wohl aus ihm geworden sein? Und der Tastsinn, keiner.

Der Betende Sinn rät, dass die Sinne dafür da sind, um uns Sinn zu geben. Sie sind dafür da, damit wir uns freuen. Sie sind dafür da, um unser Dasein in Einklang mit dem Mysterien zu bringen, die uns umgeben, die uns lenken, die uns tragen.

 

Es ist ein Betender Schrei, der uns… auf die Befolgung unserer  Gaben, unserer Talente ersucht(!), aufmerksam hin zur Akzeptanz dessen machen möchte, was verstreicht und was sich ereignet.

Auf dass es nicht eine ausnehmende Ausnahme sei, die in dieser Frequenz vibriert, sondern dass es eine kommunale Verbindlichkeit ist, die diese Prämissen berücksichtigt. Und das wird uns keine Befähigung, Begründung, Logik… nehmen. Aber die werden  wir schon anpassen(!), wir werden sie schon „von” dem Schöpfer Mysterium abhängig machen. Und demnach werden sich die Potentiale, von denen wir fühlten, dass es unsere seien, in Dienend verwandeln. Und infolgedessen werden unsere „Entdeckungen“ –jetzt schon- unbegrenzte Quoten erreichen.

 

Wenn wir in einem unbegrenzten, unendlichen Universum wohnen –so viel die Astronomen es auch annähern wollen-, die Unendlichkeit unserer Potentiale steht in direktem Bezug zu unserem Glauben an das Schöpfer Mysterium.

 

(6:30 Minuten der Stille)

 

(Gesang des Meisters)

 

 

***

 

 


[1] Im Original steht „sapienscial“ (eine neue Wortbildung). Gemeint ist „sapiens“, „wissend“.

[2] Im Original heißt es „horma“ das auch mit „Schuhspanner“ übersetzt wird. Dadurch ergibt sich das weiter Textverständnis.