BETENDER RUF

 

Die Routine schläfert die Überraschung ein. Belästigt die Unvorhersehbarkeit. Erschwert enorm den alltäglichen Prozess. Und sie wird zur Gewohnheit (span. cost-umbre’): Eine schlecht gemachte Naht (span. ‚costura’), die mit ihrer Realität zusammenlebt… –ehrlich  gesagt mit einer gewissen Langeweile.

 

Mit all dem abzuleiten, dass das Leben so ist, nämlich lediglich von dem persönlichen Interesse geleitet, das sich routinemäßig erschöpft… ist besorgniserregend.

 

Der Betende Sinn verweist uns auf eine andere Lektüre. Er verweist uns darauf jede Situation zu interpretieren, abzuschätzen, zu bewerten. Er verweist uns darauf, die Zufälligkeiten und die intuitiven Momente für… kreative Sprachen zu halten.

 

Wenn SIE einen „Betenden Ruf“ machen, dann möchten SIE uns etwas sagen. Aber es ist offensichtlich, dass SIE nicht unsere Stimmen und unsere Vokabularien noch unser ABC einsetzen, sondern dass sie sich dieser bedienen, um den Durchlauf in kleinen oder in großen…  in kleinen oder in großen Unstimmigkeiten, Kontroversen oder Überraschungen zu machen –das hängt von der Auffassung jedes Einzelnen ab.

 

Wenn sich die Gewohnheit einstellt und sich die Bequemlichkeit  einrichtet… lässt man da irgendeinen Raum für die Schöpfung? Ermöglicht man irgendeine Anregung zur Kreativität…?

In derselben Form –das ist offensichtlich- sucht man den Komfort und die Ruhe, die Nicht-Konflikte, alles friedlich…

„Es gibt keine Ruhe”. Wir sind umgeben von Konflikten. Jetzt existiert nicht der Friede. Wir befinden aus auf menschlichem Territorium, XXI. Jahrhundert… in ganz unterschiedlichen Formen und Arten und Weisen im Krieg. Jeder Einzelne mit sich selbst und einer mit dem anderen, manchmal so nahe, dass sie Gezänk sind. Unglaublich!

Dessen ungeachtet sucht man die Anpassung, diesen „Zustand des Wohlstandes”,       den uns die Macht zukommen lässt; diese klingende Errettung der falschen Münzen… die nur danach trachten wie ein Raub einzufangen, danach suchend… zu ruinieren, damit andere sich bereichern können.

 

In all dem –vom Komfort, des Wohlstandes, der Anpassung, der Ruhe und des Friedens- werden die Sicherheiten gefördert und jeder Einzelne versucht die seine zu suchen. Was für ein trauriges Bild vom Leben! Nicht einmal der junge Hirsch in seiner Schüchternheit traut sich, sich zu verbergen, sich zu verstecken. Er riecht die Luft in allen Richtungen und weiß, in welche Richtung er sich zu bewegen hat. Die Plünderer haben es nicht einfach.

Die Sicherheit dehnt sich auf den Knoten aus. „Knoten“. Ja, das „Anbinden”. Und er bindet dies fest und er bindet jenes fest… Und jede Fessel ist ein Biss, blutet. Weil das Leben kein Knoten ist…; es ist ein flexibles Seil, um Seilhüpfen zu machen.

 

Aber –ach(!)- mit der Zeit haben sich die Ängste, die Sicherheiten eingerichtet und sie fordern sogar Löhne um leben zu können. Um leben zu können! Löhne!

 

Das Potential der Gelder hat sich zum Gläubiger von Salaten, Tomaten, Fleisch, Fischen, Häusern, Autos gemacht… mit Spekulationen, klar!

 

Und man sucht weiterhin diese Vibration von Fesseln… die –klar- unfähig werden, andere Schönheiten zu betrachten, welche nicht die sind, die man ihnen aufgestellt hat, die man ihnen erzählt hat. Er hat sie in sich aufgenommen und er applaudierte ihnen. Die Förderungen machten ihre Arbeit… und die Anhänger tauchten auf, weil sie keine eigenen Kreativitäten… und nichts anzubieten hatten, was nicht die Wiederholung der vulgären Arbeit war; einer vulgären Arbeit eines egoistischen Lebens, bequem, vernünftig, fordernd, komfortabel, sicher.

 

Der Betende Sinn zeigt uns diese Besonderheiten, von denen sicherlich jeder gehört hat, jeder sie kritisiert hat und sogar nicht damit einverstanden ist, aber(!)… er praktiziert sie.

Häufig denkt man, dass, wenn SIE uns zum Beten rufen und um Situationen zu entziffern, manchmal denkt man, dass… dass irgendeine unterschiedliche Tatsache zu dem Alltäglichen geschehen wird. Aber… schauen Sie sich die Interpretation der Sprache der Schöpfung, des Schöpfer Mysteriums an: an sich, schon die Tatsache, dass sich ein Betender Sinn erzeugt, bedeutet eine Ausnahme, einen überwältigenden Zufall. Aber sogar das Gebet selbst kann sich verwandeln –in den Intellekt oder in den hingebungsvollen Teilnehmer- eine Reihe von Worten oder von Konzepten oder von Ideen, die… psss!

 

Ja, die Betende Botschaft sagt uns, dass ihre Sprache, damit wir sie entdecken und in Bezug setzen können, den alltäglichen Verlauf, die kleinen Details, die Konversationen, die Zufälle, die Gesten benutzt…

Werden wir etwa nicht getragen? Werden wir etwa nicht transportiert?

Demnach, auf welcher Basis kann jeder Einzelne sagen und sich seiner Wahrnehmung bemächtigen? Es ist nicht seine. Es ist ein Element, das bei ihm bewegt wird, das SIE bewegen(!), die uns fördern. Dass es „gar nichts“ gibt, was uns gehört. Dass die Schöpfung keine Gehälter für die durchgeführten Aufgaben gibt.

Es gibt einen sehr häufigen Irrtum –sehr, sehr häufig-, selbstverherrlichend, total egozentrisch und egoistisch. Es gibt einen so häufigen Irrtum, dass das Wesen den manchmal nicht bemerkt, und das ist sich zu halten für…

Viele Wesen, Millionen von Wesen –klar, wenn wir sagen „viele”, dann sprechen wir von Millionen- meine, dass sie mit ihrem Intellekt, mit ihrer Fähigkeit und ihren Ressourcen aktiv an dem Werk Gottes, dem Schöpfer Mysterium mitwirken.

Ach! Wir wussten nicht, dass er invalid war! Wir wussten nicht, dass er abhängig war; dass er auf der Warteliste stand… um Hilfe zu bekommen. Wir glaubten nicht, dass es so war. Aber für viele, viele, viele denkt das Wesen alltäglich und häufig, wenn es irgendeinen großzügigen, gütigen, geschickten, freudigen, zusammenlebenden Akt durchführt…, dass es mitwirkt, dass es dem Schöpferwerk hilft.

 

Wenn unsere Vermittlung zu irgendetwas Nutze ist, also dann sage ich… „absolut nein!“

 

SIE fördern uns zur Güte, SIE fördern uns zur Barmherzigkeit, SIE fördern uns zum Mitleid. SIE fördern und die Kraft des Schöpfer Mysteriums fördert uns durch die Ressourcen, mit denen wir von… dieser Schöpfung selbst dotiert wurden.

 

In dem Maße wie wir uns vermittelnd fühlen, in dem Maße wie wir uns als Diener in einer Schöpfung des Mysteriums fühlen hören wir auf, uns in dem „Hypophysen“ Hedonismus zu „ego-nominieren“ –um einen hohen Ort zu nehmen, nicht wahr?: „Hypophysen  Hedonismus”- in dem man sich keine Sorgen mehr machen muss, besser sein zu wollen.

Hör zu… hör zu, was geschieht. Schau, was Du siehst… Vergrößere Deinen Geruch…  Lass deine Geschmäcker stärker werden… Vergiss nicht deine gefalteten Häute, da auch sie Wahrnehmungssensoren sind.

 

Ja. In diesem bequemen Zustand ist das Dickicht eingelagert, die Wiederholungen flammen weit über das Notwendige hinaus wieder auf… und das Wesen wird so wenig durchlässig, dass die besten Botschaften, die besten Gaben in so viel Dickicht abprallen… sodass man nur in seinen Vergangenheiten avaliert –die noch nicht einmal zu vibrierender Gegenwart wird.

 

Der betende Vorschlag in seinem Ruf weist uns bereits auf bestimmte Situationen hin. Aber das Signifikanteste ist der Eindruck, mit dem das Wesen zurückbleibt. Mit diesem Eindruck geht das Wesen das, was passiert, in einer kreativen, in einer neuartigen Art und Weise an und es ist in der Lage zu betrachten, wie die Schöpfersprache in jedem Detail enthalten ist.

 

Wenn wir uns in dem Verhalten einfinden, unser Tun als Vermittler, als schöpferische Widerspiegelungen zu interpretieren, zu klären –wissend, dass unsere Blockaden, Vorurteile und Bremsen eine konstante Unmöglichkeit dafür darstellen, die Lebensfreude zu finden        –jeder Einzelne-  und er infolgedessen nicht der Sender, der notwendige Konnektor für die Notwendigkeiten anderer ist, wissend, dass wir alle… der Schöpferhilfe benötigen.

 

Hören Sie zu und machen Sie weiter…

 

AAAMMMMAAAMMM…

AAAMMMMAAAMMM…

AAAMMMMMAAAMM…

 

 

Machen Sie aus dem Tag eine neue Ballade der Liebe.

 

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