Es wird Zeit, dass sich das Wesen in seine Beschaffenheit vertieft

 

BETENDER RUF

 

Und Du wirst glauben, wenn Du Deine Hand bewegst, dass es die Kraft Deines Willens ist, und Du wirst nicht die Leere bemerken, die da ist, damit sich das ereignet.

Und Du wirst denken, dass das Angemessenste für Dich und für jenen und für den anderen das ist, was Du auf der Basis Deines Wissens und Deiner Intelligenz abgeleitet hast; und Du wirst nicht bemerken, dass Dir diese Fähigkeit nicht entspricht, dass Du nur… ein Lautsprecher bist.

Und es wird geschehen, dass…. Entscheidungen, Meinungen, Urteile und Erfolge ihren Gewinn oder ihren Verlust haben werden; und Du wirst denken, dass das Produkte der Ungerechtigkeit oder der Geschicklichkeit… der des Glücks sind.

Und  dabei… geschieht nichts(!)..., ohne die Zustimmung des Mysteriums.

 

Und Du wirst glauben, dass Deine Einfälle… ein Produkt Deines intelligenten Vorgehens sind. Dabei wirst Du nicht sehen, dass SIE Dir die Idee, das Wort geben durch den Hauch, den Du atmest…

Und Du wirst denken, dass Du weißt(!), dass Du kennst und dass Du lernst.

Und ach(!), ach(!), wenn Dir eines Tages etwas(?), jemand (?)... Deine unendliche Unwissenheit zeigen wird und Du das entdecken würdest… dann wärst Du gesegnet!

 

Aber eingestandenermaßen ist es so, dass sich jeder Einzelne mächtig, als Kontrolleur, als Beherrschender…und mit den erlernten Regeln fühlt; mit den Regeln… anderer, die… den geraden Weg handhaben, ohne zu bemerken, dass die Zeit des Windes  ihn einhüllt.

Und sie schufen Lineale, Winkelmaße und Zirkel(!)... und sie dachten, dass sie alles hätten.

Und eines Tages ein Vulkan, eines anderen Tages ein Erdbeben, eines anderen Tages ein Wirbelsturm… Und man sagte und es wird gesagt: „Sachen der Natur!”

Alles Gelernte verflog und wurde schwach… oder man folgte diesem antiken Parameter: „Wenn Du fällst, dann stehst Du auf!” Ha, ha! Das Schwerwiegende ist, dass Du aufstehst, um dasselbe zu machen.

 

Du erhebst Dich… oder heben SIE Dich auf!?

Ach! Was… was für eine Strafe des Himmels(!), was für eine Last der Schöpfung(!) zu entdecken, dass man anonym ist. Sich nicht repräsentiert zu sehen. Zu sehen, dass SEINE mit Fähigkeiten versehenen Erzeugnisse die unsichtbare Hand weder erkennen, noch sehen, noch fühlen(!)..., die es ihnen erlaubt zu atmen, dass ihr Herz schlägt, sich zu freuen, bewegt zu sein, beeindruckt zu sein… und sich sogar zu verlieben.

Ach…!

Und in diesem sich verlieben bemächtigen sich die Wesen…, sie halten sich fest an ihren verliebten Ideen, vor allem den ach so geschätzten Argumenten.

Sie verheiraten sich mit ihnen. Und sie reproduzieren treu Inquisitionen, die sie verteilen und sich verteilen…, weil sie sagen, dass „die Welt voll von Urteilen“. Sicherlich.

 

Man könnte sich fragen, man könnte jedes Wesen fragen…: Wozu dient Dir das Blau… von dem, was Du „Himmel“ nennst? Wozu nützt es Dir?

Wozu dienen Dir… die nächtlichen Festbeleuchtungen.  

Wozu dienen Dir… die glühenden Tagesanbrüche? Ja…!

Wozu nützen  Dir die fruchtbaren Erdböden…?

Oh! Vielleicht nützt Dir das alles nur wenig. Vielleicht nützt Dir ein bisschen die Erde. Aber hast Du bemerkt, dass Du nur Dir selbst dienst...? Dass Du –bestenfalls- einen Regenbogen, eine Sternschnuppe, ein Gewitter, einen Schneefall für eine schönen poetischen Schmuck hältst…?

Und es wurde eine… „persönliche” Welt geschaffen. Ja, „persönlich“: jede Person… schmiedet ihre Welt…

Und man könnte meinen, dass die Sinne… nicht existieren… Weil jeder einzelne mit seiner geschmiedeten Welt nur sich selbst dient und sich selbst sieht.

Ein Historiker… bereiste kürzlich die Orte –so viele(!)-, an denen vor kurzem, in den letzten 100 Jahren, Barbareien geschehen sind: Kambodscha, Vietnam, Ruanda, Kongo, Balkaninseln…; unzählige Zivilkriege. Und an jedem Ort, an den er fuhr, wenn er sich traute, das Unglück der einen mit dem Unglück der anderen zu vergleichen, fand er sich immer vor derselben Antwort vor: „Also hier ist es anders. Das ist nicht dasselbe.”

Genau das, was wir vorher gesagt haben.

Aber wenn doch, wenn doch die abgeschlagenen Köpfe dieselben waren! Wenn doch die Gemeinschaftsgräber gleich waren! Wenn doch die standrechtlichen Erschießungen gleich waren! Wenn… doch der Hunger und die Misere gleich waren. Was war denn da so einzigartig?

- Nein, also hier ist es anders.

- Ach ja?

Auf dem Historiker lastet jetzt die schwierige Aufgabe zu zeigen, dass sie nicht unterschiedlich sind, die menschliche Barbarei, die aufzwingt, dominiert und ihre eigene Spezies unterwirft. Und da jeder Einzelne glaubt, dass er „der Einzige“ ist, anders…

Und sicherlich ist er das, aber… solange er nicht entdeckt, dass „der Andere” existiert… nützt ihm seine „Unterschiedlichkeit” gar nichts.

Ah! Wie einfach löst man sich ab und korrigiert man sich(!); man rühmt sich und man bestraft sich; man verheimlicht und man hält den Mund; man versteckt und ist hartnäckig.

Es ist keine „gesegnete” Spezies. Eine Spezies, die mit allen Segnungen geschöpft wurde! Vielleicht wurde sie deswegen... „bösartig”.

Aber das Schöpferische… ist nicht unseren Sorgen und unseren Begründungen und unseren Erklärungen und unserer Logik unterworfen… Arme Versuche(!), miserable Versuche, um… das Unendliche, das Ewige zu ersetzen!

Ach! Gesegnet die, die sich getragen fühlen… und wissen, dass die Spuren ihrer Schritte nicht ihre Füße sind, sondern… von „JENEM”, der auf den Armen trägt.

Ach! Gesegnet jene, die… fühlen, dass sie lieben und es nicht in Frage stellen…!

Sie fühlen Versprechungen und niemals lassen sie nach. Und sie wissen, dass jedes Ereignis(!)… gesegnet ist.

Und wenn man es schafft,… den Anderen zu fühlen, jemanden, der man nicht selbst ist(!)…, kann es passieren, dass sich dort die Magie der Hingabe ereignet, die permanente Disponibilität(!): Jene, jene, jene, die uns das Angebrachte sagen lässt; uns das Hin und Her ohne Begründungen erlaubt; jene, die sich um unsere logischen Erklärungen kümmert, aber die weiß, dass es Gefängnisse sind, die aufgestellt werden, die man gegenüber den Illusionen aufstellt!

 

Ach! Das Fühlen, das ich dem Anderen gegenüber fühle… Und es gibt weder Urteil noch Strafe, sondern Belohnung und Genuss…(!), wenn man entdeckt, dass die Einsamkeit, die ich so sehr kultivierte, ein Gefängnis war, das ich mir selbst geschaffen habe.

 

Und die Intelligenz –ach(!)- sie wurde nicht zu Eingeweiden(!), sie wurde weder zum Organ, noch zu interstitiellen Flüssigkeiten, noch zu Muskeln noch Sehnen; sie wurde Berechnung, sie wurde Zahl, sie wurde zu Daten…

Die Eingeweide pochten und schrien und erbaten ihr… ihr Podium(!)m ihr Podium, um zu sagen… „die Stimme ihrer Schöpfung”!

Ah! Aber sie waren durch die Kultur, durch die Lehre unterworfen…

Die Kultur?... Die Lehre…? Von wem?

Ah! Unangenehme Frage:

Aber sie lernten und bildeten sich nach und nach…durch wen?

Der letzte Despot, der unterdrückte, bestrafte und institutionalisierte… das Gute, das Schlechte, das Reguläre, das Angemessene, das nicht Angemessene …

Wo…?! Wo, unter so viel Wissen und so viel Gelehrten und unzähligen Gebildeten, wo fand man... –wo unter ihnen allen fand man- die Schöpferkultur, die göttliche Kultur?!

 

Ganz schnell, klar(!), schloss man diese in Tempeln, in Kirchen, in Sarkophagen, in Mythen, in Legenden ein… Auf jeden Fall sollte sie lenkbar sein und dienen, um… jedwedes Gefühl, jedwede Emotion zu manipulieren…! Jedwede Verrücktheit der Liebe…!

Dafür gibt es die Gesetze! Dafür gibt es das romanische und das kanonische Recht! Das Natürliche… wer weiß, was das Natürliche ist? Darwin, Lamarck, Venter…? Die Erbsen des Mönchs Mendel? Ist das das Natürliche?

Oh(!), ja(!)... Es scheint ein Betender Sinn, der all das durch unsere Spezies Erlangte(!), all das Erreichte(!) verschmäht... Das Gebet gegen die Spezies!

Nein. Der Betende Sinn muss nicht in „Kontra” gehen, er hat keine Widerstände.

Ja! Er hat keine Widerstände!

Oh, ja! Sie werden Meinungen haben, klar. Klar, klar…!

 

Haben Sie irgendwann einmal ein Heer gegen den Ausbruch eines Vulkans kämpfen sehen? Sicherlich nein. Oder gegen die gigantische Welle eines Tsunamis?

Der Betende Sinn sucht nicht danach „gegen an zu gehen”. Ich betone das: er hat keine Opposition. Er gehört zur Schöpfung. Und angesichts von IHR können weder alle Generationen, die es gab, noch die, die kommen werden, „etwas” tun…, was nicht das wäre, was die Schöpfung entscheidet.

In Kontra nicht.

Immer zu Gunsten!

Aber korrigieren denn etwa der Vater und die Mutter nicht das Kind, wenn dessen Dummheiten es dazu bringen, dieses oder jenes zu machen? Gefällt dem Kind etwas diese Korrektur? Denken denn etwa die Eltern nicht, dass sie eine gute Erziehung ausüben?

Ah! Erziehung…!

 

Die unendlichen Distanzen bewahrend, richtet sich der Betende Sinn in Richtung dieses mysteriösen Vibrierens.

Die Menschheit versucht ungeschickt zu imitieren –ohne zu bemerken, dass sie imitiert-, denkend, dass es „ihre Kreativität” sei. Und was noch schlimmer ist: denkend, dass es ihre „Schöpfung“ sei.

 

(2 Minuten Stille)

 

Und auf der Basis der Kulturen und Kulturen, Erziehungen und Erziehungen, kollabiert das Wesen in seinen Backsteinen der Gewohnheiten, der Normen und Gesetze. Es hat sich bereits seine Erklärungen gegeben, und es hat bereits die Zwänge der Jahrhunderte akzeptiert… Es hat sich nicht die Mühe gemacht, sie zu überprüfen, klar.

 

Es ist Zeit –mahnt uns der Betende Sinn, der Betende Ruf-, dass sich das Wesen in seine Natur vertieft frei von Normen, Regeln, Kulturen, Erziehungen…, die systematisch aus Mächten ausströmten, die die Hegemonie der Versklavung suchten und suchen.

Sie suchten und suchen die Hegemonie der Versklavung.

 

Es ist Zeit, die Leere zu entdecken… die sich kreiert hat, damit wir den angemessenen Platz haben.

Es ist Zeit, um zu bemerken, dass die verliebte Liebe weder Konditionen noch Gebote hat…; sie hat nur Transzendenz der Sinne und… Staunen wegen dem Geschehenen, wegen dem, was geschieht…!

Sich wirklich in Händen der Schöpfung zu fühlen.

 

Es ist Zeit, die Ängste zu entfernen… und aufzuhören, Angst zu machen.

Es ist Zeit, die Kurse zu korrigieren, die uns ganz langsam aus den Angeln heben, hin zur unvernünftigen Unsicherheit eines jeden Einzelnen(!), zu den Sicherheiten, die man sucht und zu den Manien, die aufgezwungen werden!

Es ist Zeit… den Slogan zu unterlassen: „Also ich bin eben so!” Man bietet der Schöpfermysterium noch nicht einmal einen Brotkrumen an!

„Ich bin so!”: so als ob das aus dem Nichts hervorgegangen wäre.

Die einen machen den anderen den Prozess und so teilt man die Gewalt aus, weil jeder Einzelne glaubt, die Wahrheit zu haben.

Unzugänglich!

 

Die Schöpfung war niemals objektiv! Sie war niemals rational. Wir können uns keines der Attribute zuschreiben…!

Absolut richtig: Es sind Beschwerden…

Die Schöpfer-Attribute nimmt man in den Menschen nur dann wahr,  wenn sie sich liebend entdecken. Und das geschieht immer weniger. Und es wird immer mehr analysiert. Und in Folge dessen zerstört man immer mehr.

 

(2 Minuten der Stille)

 

Das Licht des Tagesanbruchs lächelt wieder. Es ist nicht wegen uns; es ist für uns.

 

 

***