SIE rufen zum Beten, zum Exquisiten, zum Sensiblen

 

BETENDER RUF

 

(5 Minuten der Stille)

 

Sensibel gegenüber einem Gedanken…

Sensibel gegenüber einer Reibung…

Sensibel gegenüber eines Blicks…

Sensibel… gegenüber Worten.

 

Zu leben ist sensibel. Und in seiner sensiblen Wahrnehmung formt es Bilder, formt es Geheimnisse, hütet es Verstecke… Erinnerungen und bewahrt Mögliches auf.Viel Mögliches.

Sensibel gegenüber seiner Ordnung, der Ordnung, die eine Idee markiert, die besagt, dass das Jahr dahinsiecht, auch dass der Tag anbricht.

Es wird sensibel gegenüber den eignen Fähigkeiten, die das Wesen mit seiner Umgebung aufstellt, mit seinen Erfolgen, mit seinen Fehlschlägen… Und obwohl es weiß –von der Intelligenz her-, dass all das fiktiv ist…, erhält es das wie eine Form aufrecht ein Reich zu haben: das Reich des Jahres, das Reich des Tages, das Reich des Monats, das Reich des Kaufs, das Reich des Ausruhens, das Reich des Wachseins…; das von „ich mag das“, das Reich „das mag ich nicht“, das Reich des Eifers, das Reich des Argwohns… Ach…!

 

Wen man sich sensibel fordert… angesichts der Perspektive der Sensibilität… dann ist unser Reich ganz sicher nicht von dieser Welt.

Es ist nicht um „zu benutzen und wegzuwerfen”, um sich zu verwickeln, zu entwirren, um sich auszufransen und fortschreitend faltig zu werden und… zu versuchen und zu versuchen, so also ob so das Glück auftauchen würde.

Aber es scheint so, dass es nicht so einfach ist, sich von diesem Reich zu lösen.

 

Der Betende Sinn zeigt uns, wenn wir uns zum Ruf einfinden, dass sich dann unsere Empfindungen…, unsere Sensibilität von dem possessiven Reich, vom fordernden Reich, vom konstruierten Reich lösen, um ungültig zu werden; um eine Leidenschaft einer Nacht und Benommenheit des nächsten Tages zu sein.

Die Ewigkeit hat sich nicht manifestiert, um sich in eine Frivolität zu verlagern.

Vielmehr ist sie geschneiter Samt aus Farben, vielmehr ist sie… Sehnsüchte ohne Forderungen, aber begierig, ihre Gefühle zu amplifizieren.

Die Festbeleuchtungen wurden nicht geschaffen, um sie zu zählen, um zu sehen, wie sie verlaufen, wie sie ausreißen, wie sie sich verstecken. Sie sind vielmehr als unendlicher Lockvogel da, damit wir, wenn wir unsere Sensibilitäten prüfen, exquisit(!), anspruchsvoll universell(!), liebevoll profund werden!

Der Schaden, der verbraucht, ist kein Mysterium. Die Liebe oder die Lieben des Moments, die sich nur auf die Erschöpfung belaufen, sind nicht… sind nicht von der Natur der mysteriösen Schöpfung.

Ach…!

Jeder Tropfen der möglichen verschwendeten Liebe ist ein Universum, das kollabiert. Und das ist fühlbar. Das ist sensibel wahrnehmbar.

Und ein Kuss in die Luft, ohne Wichtigkeit… ist ein Stern weniger.

So, so fordert das Sensible. So sorgfältig ist die Sensibilität, die minutiös durch den Großen Weber der Schöpfungen neu erschaffen wurde, minutiös in jedem Stich, was den Faden verlaufen ließ, ohne weh zu tun, um permanent ein Netz der Überraschungen zu bilden.

Ach! Und der GROSSE WEBER war… ER ist da… und ER macht weiter… unermüdlich in seinen Steppnähten…

Wege anregend, Tugenden klärend, Überschneidungen beitragend, Zufälle gebend.

Nein! Wenn man so subtil verwoben ist, kann man nicht verletzen. Und wenn die Seide der Filter des Kokons ist, die den Traum seines Fluges erzeugt, ach(!)..., das Netz des Göttlichen Webers ist so subtil transparent…, dass man ihn nur mit dem Hauch wahrnehmen kann.

Ja, wenn wir uns durch die Anziehung der Schönheit ermutigen. Wenn wir uns durch den wahrhaften Seufzer ermutigen. „Wahrhaften.“

 

Ja! Wir sind eingehüllt, verbunden; ja. Sensibel behütet. Und es ist notwendig, das zu fühlen, das wahrzunehmen. Das befindet sich dort an den Schwellen des Tagesanbruchs, der Abenddämmerung…; des Hahnengesangs, des Piepens der Vögel…

Nein, nicht dass man eine sensible Entführung macht und man sich von dem… dem Großen Gewebe trennt und man–ach(!)- plötzlich und matt einschrumpft.

Vielmehr… wenn man den Tadel vermeidet, dass man aufhört König zu sein(!), weil man entdeckt, dass dieses Reich nicht… -„nicht“- unser Sitz ist… Dass dieser Sitz in einer rächenden, herausfordernden Gefangennahme fabriziert wurde, programmiert um geboren zu werden, um zu wachsen und um zu sterben…

Während sich unsere Präsenzen eine Ewigkeit hinzieht(!)... beharrt das Wesen darauf, sich zu verbrauchen. Und es nennt das „ungezwungen sein”. Aber es fällt ihm schwer, sich zu von seinen Verankerungen zu befreien, die sich das Wesen wegen seiner Vorurteile, seiner Normen… selbst schafft.

Die mysteriöse Schöpfung ist mutig! Sie ist keine feige Schrumpfung der Empfindungen! Die Schöpfung des Lebendigen ist ein Abenteuer. Sie ist Abenteuer des aufs Geratewohl(!)… in dem es immer Tag wird.

Ach…! Was für ein Unglück dessen…, derer, die sich  in ihrer Vernunft aufbrauchen, in ihrer Vernunft, die festbindet, die verknotet, während die ungehemmte Schöpferrealität ohne Unterlass pocht(!)..., die um Mut bittet(!)…. Auf der Basis der Sensibilität, die man dir geschenkt hat. Auf der Basis der Worte, die SIE dir geschaffen haben. Auf der Basis des unendlichen Universums, aus dem du kontinuierlich hervorgebracht wirst.

 

Und diese Sensibilität macht aus dem Wesen ein JA. Ein JA der kreativen Geschicklichkeiten, ein JA der ehrlichen Geschicklichkeiten; das weiß… –das nicht wegen des Wissens weiß, sondern wegen der Gefühle- sich nicht in dem gefangen zu sehen, was den Tag, den Moment, die Erinnerungen oder die Eigentümer beherrscht.

Ach! Was für ein Terror angesichts der Schöpfer Sensibilität, sich dafür herzugeben, sich in dem erschöpften Eifer zu sensibilisieren, besitzen zu wollen, auf der Basis des Wissens und der Gelegenheit zu experimentieren, so als ob das Leben ein Sonderangebot wäre und man sich sehr… sehr beeilen müsste, um zu konsumieren, nicht dass es sich verbraucht!

Erschöpft sich etwa die Schöpfer Sensibilität?

Sein Mut ist unerschöpflich. Sein sublimes Gewebe ist unzerstörbar. Und gleichzeitig ist es so sanft(!)..., dass wenn das Wesen an seinen Positionen festhält, wenn es sein Leben nach Gewinn klassifiziert, nach Gelegenheit, nach Sonderangeboten, nach Chance, dann entfernt sich dieser subtile Duft.

Schon… schon das Sprichwort sagt: „Lieber den Vogel in der Hand, als 100 fliegende Vögel.“ Das Eigentum, der Vorrat, der Ansturm, das Haben, das Erreichen, das Erzielen(!) sind mehr wert, als die Vögel zu sehen und zu fühlen wie sie fliegen

Es scheint, dass das Wesen nicht möchte… -klar, es möchte nicht, weil es weiß, dass es keine „Vorliebe” ist-, was die Schöpfung fordert: sie fordert die Widerspiegelung der Unendlichen Liebe, die sie ihm gibt, um zu leben.

Klar! Er will nicht. Er will nicht(!), weil er es nicht besitzen kann. Und das Wesen zieht es vor sich zu sammeln… und in anscheinender Befreiung –frei(?)- das zu wollen, was „eine Gelegenheit“ ist und es als Trophäe zu haben, als „legitimen Besitz“.

Ach…! Aber das Schöpfer Gewebe von unsichtbarer subtiler Transparenz stellt sich diesem Vorgehen nicht zur Verfügung.

Und vielleicht traut sich das Wesen, wenn es „diesen Vogel nicht sicher in seiner Hand sieht” nicht mit denen zufliegen, die vorbeifliegen und zieht es vor, in seinen Instinkten zu kriechen, die es aufgrund seiner Forderung nicht zu sublimieren versteht

 

Sie rufen, sie rufen zum Beten hin zum Exquisiten.

Sie rufen hin zum Sensiblen. Damit das sinnliche zu einer Spirale wird, so sensibel(!), damit es in einem Raub eines Augenblicks von seiner beharrlichen und matten Macht ablässt und danach trachtet... in dem subtilen Duft des unendlichen Himmels zu fliegen.

Sich zum sensiblen Gefieder machen, das sich nur durch die Luft streicheln lässt, das sich nur durch die Wolke verzieren lässt, die nicht verhindert.

Und hin zum sensiblen Sinn… trauen wir uns hin zum Mut zu leben, ohne Eigentümer, aber hingegeben, wissend, dass wir Gewebe der Schöpfung sind.

 

SHENSHEN-SEHNNNNNNNN

 

Das Echo macht uns zum Flug… und es druckt sich in unserer Seele ein. Damit uns jedes Mal, wenn man versucht den Flug zurückzuweisen, das Echo anmahnt… damit wir nicht auf unseren Vorlieben beharren und um uns zu subtilen Verliebten des Ewigen Geliebten zu machen. Und um so in dem niedrigen und subtilen Flug zu erwidern, so wie der Pelikan, der gerade einmal… gerade einmal mit seinen Federn das Wasser streift. Er weiß, dass sich dort seine Nahrung befindet, aber sein Hauch befindet sich in der Luft.

Sein Lebenshauch befindet sich nicht in seinem Tauchen. Sein Lebenshauch befindet sich in der Brise, die ihn aufsammelt. Und mit einem sanften Flügelschlag, sich zurückziehen, aufsteigen, absteigen… sich am Nachmittag auflösen… um die Sterne zu feiern.

 

 

 

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