Das tugenhafte, liebenswürdige Potential entwickeln

 

BETENDER RUF

 

(7 Minuten Stille)

 

Die Aussichten der Spezies Menschheit mit ihrem speziellen Wissen zeigen uns ein konfuses, falsches, tendenziöses informiertes, ängstliches, aus Berufung und aus Zwang lügnerisches… und kontinuierlich gewalttätiges Panorama.

Das sind die Perspektiven, über die wir uns Sorgen machen müssen. Zweifellos gibt es Perspektiven, über die wir uns freuen können, so wie… einige Entdeckungen, wie die Kommunikationsmöglichkeiten, wie deren Möglichkeiten und Ressourcen, die Ausnahmen von Gruppen und Personen, die genussvolle Ereignisse möglich machen, das Auftauchen von verschiedenen Kunstarten… die das Perfekte, das Sublime suchen.

Aber sicherlich werden diese Liebenswürdigkeiten, die Anzeichen der Tugenden enorm durch diese Perspektiven… von heute und der Zukunft konditioniert.

Es geht nicht darum, es auf die Waagschale zu legen, nein. Jedes Wesen der Menschheit hat in seinem Schoß ein liebenswürdiges Potential. Aber es geschieht, dass die Entwicklung seines Wissens das Wesen zu einer Egozentrik, zu einer Vergötterung und zu einer Tendenz sich zu bemächtigen, sich zu verteidigen, indem es angreift(!) und jedweden Umstand zu manipulieren gebracht hat…, die sich zum eigenen Vorteil neigt.

Einzig der Eifer… unser Potential der Liebenswürdigkeit, des Kreativen, des Künstlerischen, des Liebevollen zu entwickeln… ist in der Lage, diese Perspektiven in Wankelmut ohne Wert zu verwandeln, aber die heutzutage eine kapitale Wichtigkeit haben. Und die sich nicht nur in Nationen, in Potenzen ausdrücken… Nein! Nein, nein. Sie drücken sich in Personen aus, in Namen und Nachnamen.

 

Der Betende Sinn von heute… belebt –belebt(!), „belebt”- hin zur Entwicklung unseres tugendhaften, liebenswürdigen Potential. Welches die Liebe liebt. Nicht das, welches die Liebe beneidet. Nicht das, welches gegen jedwede Liebe kämpft, welche nicht seine ist.

 

Ach…! Manchmal wurde gesagt: „Es gibt noch viel zu tun.” Dann gingen wir dazu über zu sagen: „Es bleibt noch alles zu tun.“

Und –ach(!)- die Eitelkeit, die jede Spur mit radikalen Positionen, mit Zwängen und… mit Erpressungen beschmiert !

Und eigenartiger Weise geschieht es, dass sie es, wenn sich die Eitelkeit, der Hochmut, die Gewalt ausdrücken, dann mit einer Übermacht und einer Aggressivität machen… die erschrickt, die dominiert und… sie scheinen, jemand zu sein! Ja! Es scheint, dass… eine Neutronenbombe auf uns gefallen ist.

Umgekehrt –umgekehrt-, wenn das Wesen seine Tugenden ausdrücken, zeigen soll, ein Beispiel seiner Tugenden, seiner Liebenswürdigkeit abgeben soll, geben soll… dann ist das wie ein Sandkorn der Wüste.

Dem Erleben und der Ausübung der Liebenswürdigkeit, der Tugend, des Dienens darf es nicht an Stärke(!), an Kraft(!), an Offensichtlichkeiten(!)... fehlen.

Sich wegen einer Eitelkeit erschrecken? Wegen einer Erpressung? Wegen einer Wut, eines Hasses oder eines Grolls?

Mal sehen, mal sehen, mal sehen, mal sehen, mal sehen…! All diese Perspektivplakate wurden durch den Sapiens in seinem materiellsten und egozentrischsten Terrain entwickelt.

Mal sehen, mal sehen, mal sehen! Die Tugenden, die Freundlichkeiten und die kreativen Kapazitäten werden aufgrund unseres Ursprungs entwickelt. Sie werden durch die Schöpfung verbürgt! Wir sind Vermittler. Wir inspirieren uns. Wir sind Träger der Liebe.

Und diese Träger werden sich erschrecken, werden sich einschüchtern Lassen oder aufhören, sich auszudrücken wegen des Neides des Einen, wegen der Wut des anderen, der Meinung von jenem…? Ja…! Das geschieht. Das geschieht, ja.

Und es geschieht… und es geschieht, weil man das Liebenswürdige, das Tugendhafte, das Dienliche, das Künstlerische „auf dieselbe Ebene stellt”... wie das Gewalttätige, das Tyrannische, das Wütende, das Egoistische.

Nein, nein, nein, nein, nein, nein! Sie befinden sich nicht da… sie sind nicht von dieser Welt. Sie üben sich in dieser Welt aus, die Liebenswürdigkeiten, aber sie sind nicht von hier.

Wenn wir bewusst in dem Eifer, in dem Dienen, in der Kraft, in der Anstrengung, in der Widmung gegenüber den Idealen und den Projekten leben, so sehr die Defekte, die Lieblosigkeiten, die Eifersüchte(!)…  auch beharren mögen –so sehr sie auch darauf beharren-, wenn wir es verstehen, uns in unserem Ursprung zu befinden, in unserer wahrhaften Beschaffenheit, wird diese keinen Schaden erleiden.

Ja, ja… ja, man wird den Schmerz fühlen und man wird durch diese Perspektiven berührt sein, aber man wird nicht nachgeben auf seine Positionen, auf seine Reserven, auf seine Gaben… zu verzichten.

Aber nein, tragen Sie es nicht zu Markte, tragen Sie sie nicht ins Geschäft, verkaufen Sie sie nicht: Wenn wir uns in unserer Kultur an das Eintreten in den Tempel von Jesus von Bethlehem erinnern, wo verkauft wurde, wo gekauft wurde, etc. und sie uns erzählen, dass er alle Händler rausgeschmissen hat.

Also gut. Es ist ein Vergleich, ähnlich dem, was in dem Gebet von heute passiert.

 

Aber es stimmt auch, dass mit diesen aktuellen Aussichten und denen der Zukunft das Wesen auf seine Liebenswürdigkeiten, seine Zuneigungen, seine Dienste, seine Kreativitäten aufpassen muss. Nicht aus Furcht, was sie (die Anderen) tun könnten! Die können nichts tun, wenn wir es verstehen, uns dort (in dem Ursprung) aufzuhalten; aber es ist dieses „Aufpassen”: zu wissen, sich dort weiter aufzuhalten… und zu wissen, uns mit dem Alltäglichen zu kommunizieren, mit dem Gewöhnlichen, mit dem Ordinären, mit dem Unpassenden, mit… mit „dem Wucher” zu leben…

Wir als Leben sind Bewusstsein des Universums. In dem Maße wie wir uns von  unserer himmlischen Natur loslösen und in unsere Besessenheiten eintreten, wird das Wesen schamlos, wird es… unpassend zu seiner Beschaffenheit.

Ja, später rechtfertigt es das eins ums andere Mal. Es wir Schuldige finden und… es wir diejenigen verurteilen, die nicht wie es selbst denken. Das geschieht jeden Tag.

Das Vorrücken dieser Perspektiven, die im Wesen eine Macht, eine Garantie, eine Sicherheit… von vier oder fünf Sprüchen entstehen lassen, die es gelernt und die es beibehalten und unterhalten hat; und von dort aus hat es sich nicht bewegt… auch wenn die gesamte Bibliothek Alexandriens über es hinweg gerollt wäre!

Unglaublich! Nicht wahr…? Aber die Spezies ist an diesem Punkt angelangt.

Verankert in den Vorteilen der Lüge, der Manipulation, der Macht, der Gewalt… dort bewegt sie sich und entfernt sie sich und verhüllt sie sich… und beschmutzt!

Und die Schöpferische Liebenswürdigkeit bleibt nicht indifferent! Nein, sie darf nicht virtuos und strahlend oder… speziell fortbestehen. Nein! Sie muss sich verpflichten von anderen Perspektiven Zeugnis abzulegen!

Und wenn es (das Wessen) dem treu ist, dann wird es das ohne Angst, mit Vorsicht, in seinem Moment tun!

Die Schöpfung weiß zu warten (span. ‚esperar’). Die Versprechen der Menschen… verzweifeln (span. ‚desesperan’). Von den Menschen, die…. Unglaublicher Weise die Idee angenommen haben –auch wenn sie das nicht ausdrücken-, dass sie sich selbst erzeugt haben, dass sie sich selbst produziert haben, dass sie der Kern, das Zentrum sind… und fast könnte man sagen, „der Ursprung aller Spezies“, welche er (der Mensch) unterwirft und deswegen fühlt er sich mächtig. Obwohl ihn tatsächlich ein Mückenstich im richtigen Moment auf den Friedhof bringt. Psss! So stark…!

 

Der Betende Sinn vertieft sich ganz offensichtlich in dem Zerfall der Spezies, aber grundlegend weist er darauf hin und… und ruft(!) seine Schöpfung, dass sie Zeugnis eines Geliebten und der Liebe sein soll, weil sie kreiert wurde.

Und die Liebenswürdigkeit und die Disponibilität, die Anpassungsfähigkeit, das Verständnis und die Bewunderung für alles Geliebte ist die permanent betende Erinnerung.

Das ist die Triebfeder, die uns die Beschmutzung, die Mucken, die unglaublichen Brandzeichen, die bleiben… nehmen kann… trotz der Britannischen Enzyklopädie, der Espasa Calpe oder der ganzen Bibliothek von Alexandrien.

Eine Menschheit voll von Vorurteilen(!): ernährungsmäßigen, kulturellen, gewohnheitsmäßigen, idealistischen… (k.K.[1]) Und die übermittelt sie durch Kontakt und von Generation zu Generation.

Unglaublich! Ich habe ein Vorurteil und ich übermittle dies an meinen Sohn… und der an seinen Enkel und der… unglaublich! Darwin irrte sich. Die Genetik irrte sich.

Wenn mir grün nicht gefällt, dann gefällt meinen Sohn auch kein grün, meinem Onkel gefällt grün auch nicht… gibt es wohl ein Gen, dass das Grün kontrolliert? Glauben Sie das? Oder muss es ein… Verhalten des Vorurteils geben…? Klar, das beschränkt sich nicht auf das Grün, sondern das wird… auf den gesamten alltäglichen Bereich angewandt.

Ja. In einer anderen anscheinenden Ordnung leben wir in einer außerordentlichen Epoche. Diese Beispiele sehen zu können ist erstaunlich: wie eine wissende (span. ‚sapiencial‘) Spezies so dumm(!), so vorurteilsvoll, so rassistisch(!), so neidisch auf sich selbst sein kann, dass sie sich selbst zerstört, sich schädigt!

Es ist eine außerordentliche Epoche! Zu sehen… so etwas zu sehen, wenn nichts davon gedacht war, dass es so sein sollte.

Klar! Man kann es –in diesem Fall- unter dem Gesichtspunkt eines betenden Moments sehen. Denn wenn man sich nicht unter diesem Gesichtspunkt befindet fängt man an, die Projekte des einen oder des anderen zu diskutieren, oder die Tendenzen des einen oder des anderen, und es beginnt das Gericht:

„Die Verhandlung wird eröffnet! Das Wort hat der Staatsanwalt. Und dann der Anwalt der Verteidigung. Und dann der Richter. Und als ob das noch nicht genug wäre, das Volksgericht. Kommen Sie alle, um den zu verurteilen… der nicht einverstanden ist, den, der nicht den Normen folgt, den, der nicht alle… Tassen im Schrank hat(!), den, der nicht das Vorgesehene macht. Lasst uns alle gehen und über ihn richten. Lasst ihn uns verurteilen… für die Gewohnheiten und die Normen von…  wer weiß wann? Aber da wir nicht den Mut hatten „zu“, lasst ihn uns bestrafen, nicht dass andere den Mut haben, ihn zu imitieren.”

Also so angesichts dieser Perspektive ist es eine außerordentliche Epoche.

Dem fehlt es nicht an Humor, diese Vision erlaubt es uns… nicht in die Täuschung des Gefechts zu verfallen, nicht die Diskussion der Meinungen zu verfallen: „Das, was Du mir gesagt hast und was ich Dir sage und was er/sie mir gesagt hat…”. Nein…! Geben wir ihnen, den Vernünftigen, immer Recht. Sie sollen mit der Säge weitermachen.         

In dem Maße wie man in den Kampf eintritt und in das Vernünftige, klingen nur die Schwerter. Die einzigen Flecken, die auftauchen, sind Blut. Blut, das sich in Wut, Hass, Groll, Verbitterungen, Verzweiflungen ausdrückt…

Nichts, was einem Sternenwesen eigen ist.

 

***

 


[1] Im Original heißt es „sic“, „sin comentario“, „kein Kommentar“. Daraus hat die Übersetzung „k.K.“ gemacht.