Das Leben ist keine Unterjochung, es ist eine wohlwollende Übereinkunft

 

BETENDER RUF

 

(5 Minuten der Stille)

 

Nein, wir wissen nicht, was das Leben wirklich ist und warum es auftauchte und auftaucht. Aber wir können sehr wohl bemerken, dass sich, damit sich dieses Ereignis ergibt, eine Reihe von Konditionen ergeben müssen, die sich unserer Wahrnehmung entziehen.

Wie viele Elemente braucht man, damit das auftaucht, was wir an diesem Ort des Universums „Leben“ nennen?

Und man braucht nicht nur… eine Reihe von Konditionen, sondern diese Konditionen müssen sich außerdem sozusagen synchronisieren, sie müssen „übereinkommen”; sie müssen sich ausgleichen, stabilisieren, sich beruhigen…

Und auf der Basis dieser Dynamik zwischen unendlichen Faktoren, auf der Basis dieser solidarischen Position, in der keiner der unendlichen Faktoren eine privilegierte Position oder ein Recht oder eine Wahrheit fordert …

Das wäre so, als würden der Luftdruck oder die Temperatur oder der Wind fordern, dass die anderen sich „unterwerfen” müssten… Nein! Das Leben ist keine Unterwerfung. Es ist eine wohlwollende, notwendige Übereinkunft: die unterschiedlichen Faktoren benötigen einander,  sie ziehen sich an, sie respektieren einander

Wenn in dieser… nennen wir es „Evolution” ein Wesen der Menschheit auftaucht… und speziell der Sapiens –der „Informierte”-, fällt es –als Spezies- auf, dass er nicht… nicht den ausgeglichenen und tendenziösen Aufenthalten folgt, die das Leben ermöglichen. Nein, er folgt ihnen nicht. In dem Maße wie er sie kennt –bis zu einem bestimmten Punkt-, versucht er sie zu kontrollieren, zu dominieren, zu lenken, zu manipulieren, zu domestizieren, zu verhindern, aufzubewahren, zu bestrafen...

 

Das geht soweit, dass von allen Spezies, die diesen Planeten bevölkern –bis wohin wir wissen-, diese –die Menschheit- diejenige ist, die am meisten ins Ungleichgewicht bringt. Sie hat alles(!)... um unglaublich zu sein. Sie hat alles, um zufrieden zu sein. Sie hat alles, um… die Güte zu leben, zu zeigen…

Aber wahrscheinlich –sagt uns der Betende Sinn von heute-… wahrscheinlich möchte sie sich aufgrund der Größe, derer sie sich in der einen oder anderen Art und Weise bewusst ist, bemächtigen, sie möchte sich zum Protagonisten „vom LEBEN“ erklären.

Aber wenn das ein allgemeines Übereinkommen in der gesamten Spezies wäre, na gut(!), dann wäre das eine Charakteristik, die man studieren und auswerten müsste. Aber… nein! Es ist eine Charakteristik eines jeden Elements der Spezies. Jedes Element seiner mehr als 70 Milliarden trachtet danach zu kontrollieren, zu dominieren, aufzuzwingen, zu diskutieren….

 

Die Konsequenz… leben wir alltäglich. Nicht, weil uns die Geschichte alle Ereignisse und Störungen erzählt… nicht nur die, die sie anderen Spezies zugefügt hat, sondern die, die die Spezies selbst unter sich produziert hat.

Diese „vernünftige”… Aggression.

Gibt es die vernünftige Aggression?

Ja… und die unvernünftige und die unwiederholbare und die…

Jemand sagte, dass „der Mensch ein Wolf für den Menschen ist”.

Mit allem Respekt für die Wölfe. Er ist schlimmer.

Wenn im betenden Sinn „schlimmer” gesagt wird, dann wollen wir sagen, dass er diesen schlechten Leumund des Wolfs übertrifft… als Räuber, als Angreifer, als Belagerer…

Genauso wie gesagt wurde, dass der Löwe „der König des Urwaldes“ sei. So ähnlich.

Das menschliche Wesen  ist so sehr in der Lage die Versionen der Dinge zu verändern, wir reden nicht davon virtuelle Realitäten zu kreieren, nein, das ist… ja, das ist modern, das hat es schon gemacht; das Wesen hat alles geändert. Jetzt interessiert das und es zeigt sich das… und jenes wird angegriffen.

Ach! Was war…!? Was… was kam von der Schöpfung? Ja. In welcher Form auch immer. Was ist aus dem Leben, aus… der Hand des Schöpfers geworden!

Wo, wo ist die höchste Harmonie, die Pracht der Güte, die Großzügigkeit des Dienens, die Disponibilität der Notwendigkeit geblieben…? Ja! All das, was das Leben möglich macht. Und bei dem es scheint… dass das menschliche Wesen alles Mögliche macht, um die Dynamik des Lebens, zu leben „zu vermeiden”.

 

So als würde es sich um das berühmte „Goldfieber handeln, in dem sich alle einfanden, um das kostbare Element einzusammeln…, und es wurden die Kriege, die Schlachten, etc. aufgestellt. Man macht so weiter. Es ist generalisiert.

 

Wäre es möglich –als Frage-… wäre es möglich, wenn man die –wir werden sagen- „magischen” Elemente in sich aufnimmt, die das Leben erzeugen und uns sehen lassen, dass die Elemente, aus denen es gebildet wird, tiefgreifend identifiziert sind, die einen mit den anderen und angezogener Weise verliebt, die einen in die anderen und Dank dessen ergibt sich der Komplott des Lebens…, wäre es das möglich, angesichts dieses Bildes –und da wir Leben sind-, dass wir dieses Modell… beim menschlichen… Zusammenleben anwenden? Und wenn wir uns jeder Einzelne als „unterschiedlich“ erkennen, werden wir deswegen nicht über die Wahrheit, die Authentizität, das was stimmt streiten… nein, sondern wir  werden uns zusammentun, wir werden uns annähern, wir werden uns bewundern, wir werden einander unterstützen, wir werden uns mit einander teilen, wir werden uns solidarisieren… und eine lange Warteliste an Worten.

Ah! Warteliste!

Ja. Worte, die auf der Warteliste stehen, damit man sie in die Tat umsetzt. Um Ängste aufzulösen. Um–bitte(!)- das Misstrauen zu schmählern. Um zu glauben… so wie der Wind an den Tagesanbruch glaubt, wie das Wasser an das Meer oder an den Fluss glaubt; so wie das Blau an den Himmel glaubt, so wie die Erde an ihren Sand glaubt.

Dass einer dem anderen glaubt… scheint nicht eine Verrichtung des Studiums, der Vorbereitung, des Opfers, des Schmerzes zu sein. Es scheint eine Verrichtung zu sein, die  Bereit ist…! Weil wir… Leben sind.

 

Könnte es sein, dass es für Augenblicke –so wie ein Pulsieren, das pocht, sein Licht aussendet und später dann erlischt, aber es kommt nicht so weit, dass es ganz ausgeht-… könnte es sein, dass dieser Lebenskern, der wir sind, im selben Sinn des Lebens pocht und nicht im usurpierenden Sinn(!)... dem Leben gegenüber?

Es scheint als ob es Angst macht, zu leben! Und dass das Leben zum prinzipiellen Feind wird. Da man Angst vor ihm hat… muss man es bekämpfen.

Es schein absurd, nicht?

„Es scheint.“

 

Es scheint ein Absurdum, aber so verhält es sich. Und es ist eigenartig, dass „das Normale“ und „das Verwirrte” immer dazu neigt zu… beunruhigen, zu verwirren, weh zu tun, falsch zu liegen…; es ist eigenartig, dass „das Normale“ und „das  Verwirrte“ nicht dazu neigt zu dienen, zu respektieren, zu erleichtern, zusammenzuarbeiten… Es scheint so, als ob… uns die Schöpferhand verlassen hätte!

Ach! Aber aufgepasst. Dieses Letztgenannte ist ein Hochmut: „Es scheint so, als hätte uns die Hand Gottes verlassen!” Oh! Sind wir so wichtig, haben wir so viel Einfluss auf Gott, dass wir ihn verärgert haben und er uns verlässt!? Egozentriker! Nein! Nein. Wir haben zwei Hände.

Ja. Der Mensch hat losgelassen, weil SIE es zugelassen haben. Aber die andere Hand nicht. Die andere ist fest und großzügig, die andere ist mitleidig und barmherzig. Die andere Hand Gottes, die uns hält, die uns erhält und aufrecht erhält… sie ist üppig, unglaublich und mysteriös. Es ist die, die uns zum Beten ruft und uns zieht… damit wir zuhören(!), damit wird entdecken(!), damit wir wirklich lernen(!)... und das praktizieren, was es bedeutet,… unter der Dynamik des Staunens, der Bewunderung, der Großzügigkeit… und des Spiels zu leben….

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Jede Sekunde des… ‚wachen’, erwachten… Bewusstseins… ist eine Gelegenheit, die uns das Leben bereitet, damit wir es ehren.

 

(4 Minuten der Stille)

 

Als Spezies haben wir dem Leben gegenüber „Schulden”, unbezahlbar. Wir sollten zumindest… im Schoß unserer Spezies vermeiden, dass die Schulden noch mehr werden. Und zusätzlich wird sich unsere… Zerstörung anderer Spezies verbessern.

 

Eine wichtige Warnung ist die, dass man in diesem „Vernachlässigen” zu leben, in diesem Zusammenzuleben, Schuldige, Verantwortliche zu finden pflegt… –und ein langes etcétera- und andere, die sich für unschuldig, rein, transparent, wahrhaftig… erklären.

Das ist eine sehr schlechte, falsche(!) Strategie.

In dem Maße, wie jedes Wesen seine Position annimmt… und seine Rauheiten zurechtfeilt, seine Widersprüche erleichtert, die Beziehungen untereinander annimmt, die Vorsicht erleichtert… bedarf es keiner Schuldigen.

 

Das ist die treue Botschaft des Betenden Sinns von heute zu wissen, dass wir an einer Hand festgehalten werden. Dass wir die andere losgelassen haben, weil SIE uns gelassen haben, damit wir in der Lage sind, die schöpferische Großartigkeit zu entdecken, die in dem zu leben, im Leben repräsentiert wird, und damit wir ausreichend an dieses zu leben glauben(!), indem wir es mit unseren besten Vorschlägen, Anregungen, Dispositionen schmücken …

Dass man sie… in einer Realisierung ohne Propaganda(!), ohne Prämien(!) widergespiegelt sieht…! Mit spontaner Einfachheit. Mit einem Verhalten… der unwissenden Unschuld: die, die es versteht zu genießen… sich lebendig, geliebt und Liebender zu fühlen.

 

 

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24. Das Leben ist keine Beugung, es ist eine wohlwollende Übereinkauft