Die Unendlichkeit unserer Potentiale...

 

BETENDER RUF

 

(6:30 Minuten der Stille)

 

Die Schöpfung, von ihrem Mysterium aus, handelt unter den Augen des gewöhnlichen menschlichen Bewusstseins… unbegreiflich.

Man könnte sagen, dass, als das Wesen nicht „sapientiell[1] war –er war nicht sapiens, er wusste nicht- sein „Wissen” –in Anführungsstrichen-, es sich nach der Beziehung, nach der Reaktion, die sich gemäß der alltäglichen Reaktionen erzeugten, richtete.

Wir könnten es „primitiv” nennen, aber man muss vorsichtig mit den Worten sein.

In dem Maße, wie dem Wesen die Fähigkeiten von Wissen (span. ‚sapiencia‘) verliehen werden, das bedeutet, zu kennen, zu wissen, zu interpretieren, zu analysieren, zu überlegen… –aber, Vorsicht(!), hier kommt ein erster bedeutender Betender Ruf-, ihm diese Befähigung gegeben wird, fängt es an sie zu entwickeln, er entwickelt sie, aber…  er kommt „bis zu einem bestimmten Punkt“.

Das ist ähnlich der Geschichte, die die Genesis erzählt, gemäß der er vom „Baum des Wissens über Gut und Böse” isst… und er wird aus diesem Bewusstseinszustand ausgestoßen –und mit ihm das Wissen über Gut und Böse-, nicht, dass er vom Baum isst, der sich im Zentrum des Paradieses befindet, was ihn unsterblich macht.

Die Schilderung dient uns in dem Betenden Sinn von heute als Modell, um zu sehen, wie die Menschen der Menschheit nach und nach die Welt gemäß ihres Wissens fabriziert haben, welches begrenzt ist… weil es kein eigener Erwerb ist, sondern es ist ein Erwerb, der ihm erleichtert wurde.

Aber es, das Wesen, erkennt das so nicht.

 

Wir haben eine sehr klare Dualität, die uns sofort hilft: der „Islam” spricht von Unterwerfung (span. ‚sumisión‘) und bedeutet Unterwerfung. Alles ist… unterworfen. Nicht im Sinne des Sklaven und im Sinne der Bestrafung, es ist „dem“… Schöpfer Mysterium unterworfen.

Umgekehrt ist in dem mächtigen Christentum alles der Entscheidungsfreiheit des Willens des Menschen unterworfen. Christentum-Judentum, um mehr zu erläutern.

Und was geschieht? Das offensichtlich dieses „Du wirst die Erde bevölkern und alle werden Dir gehorchen… und Du wirst alle Abstammungen beherrschen und                  –selbstverständlich(!)- wirst Du die Frau beherrschen”… etc., hat eine Macht, des Befehls, der Anordnung, des Gesetzes kreiert… und wurde bis zu dem Punkt globalisiert, dass alles durch eine wissenschaftliche, rationale, logische Bewusstseinsebene geführt wird, offensichtlich mit seinen Variablen und Ausnahmen.

Er braucht weder Beistand der Schöpfung, noch das Mysterium. Obwohl es offensichtlich ist. Wenn es nicht so wäre, wären wir nicht da.

Aber auf der Ebene des alltäglichen Bewusstseins ist das nicht da. Die kognitive Fähigkeit des Wesens wurde behandelt, gelenkt, manipuliert… durch das, was die Generationen empfangen haben. Und heutzutage… jedwedes Ereignis, das sich nicht in der Form[2]des Schuhs eines jeden einzelnen oder von jeder Gruppe, oder von jeder Kultur, oder von jedem Kontinent befindet… all das, was nicht da nicht drin ist… also, nein, nein… Weil es der Beherrschung entflieht. Es entflieht der persönlichen Wichtigkeit. Es entflieht dem Einfluss. Und infolgedessen wird jedes Ereignis, das sich nicht in dem aufgestellten Kriterium befindet als schlecht angesehen, verurteilt, abgesondert…

 

Das ist einer allgemeinen Art und Weise, aber vor allem, wenn das, was abläuft und was geschieht… –ach(!)- unvorhergesehen, unerwartet, war… wenn es… ein Mysterium war.

 

Und von daher ist es, dass das Wesen… seinen Grundsätzen gegenüber treu ist(!), aber total kämpferisch gegenüber dem… –nicht nur gegenüber denen, die nicht an seinen Grundsätzen teilnehmen, das kann er mehr oder weniger in Ordnung bringen-, aber es ist total kämpferisch gegenüber dem Unvorhergesehenen, Unerwarteten, den Grundsätzen des Mysteriums gegenüber.

Das geschieht vor allem –das ist klar- bei den Dingen, die der Intellekt, die Vernunft, die Logik… das Kognitive nicht bewältigen kann, gemeint sind Schmerz, Leid, Krankheit, Liebe, Treue, Glaube(!)… Versprechungen, Verbindlichkeiten… In diesen Faktoren! Wenn diese Faktoren ins Spiel kommen. Und klar(!), bei vielen Gelegenheiten stimmen die nicht mit den persönlichen, logischen, vernünftigen Plänen überein.

Aber von daher, dass das betende Wesen –und hoffentlich, hoffentlich(!) (span. ‚ojalá‘), oh Allah(!) vertiefen diejenigen sich darin, die jetzt  Ramadan machen-, die betenden Wesen, alle –aber manchmal unter speziellen Umständen, die wir gerade zitiert haben-, müssen sie aufmerksam werden, bemerken, dass unsere kognitive Fähigkeit zu kennen und zu wissen eine Gabe ist, welche als Ziel hat zu bewundern, beeindruckt zu sein, zu bemerken, dass man uns entdecken lässt; zu bemerken, dass SIE uns… die unglaubliche Schöpfung(!) entdecken lassen… welches ein Instrument ist, was SIE uns –sozusagen- „geliehen“ haben, damit wir sehen und Dank sagen und das annehmen, was wir nicht verstehen, was wir nicht begreifen, was wir nicht akzeptieren. Dort tritt die Unterwerfung ein und das sich führen lassen durch den Glauben. Sich nicht in die voreilige Verzweiflung des Willens werfen.

 

Ja, langsam… langsam bemerken wir, wird uns klar, dass wir zu einer bestimmten Ebene der Wahrnehmung kommen und uns  sofort der Halo des Mysteriums umgibt.

Wir erreichen eine bestimmte Ebene des Wissens über die Umgebung und über uns selbst, und erneut hüllt uns ein Halo des Mysteriums ein.

 

Der verbissene Eifer…, die Welt nach unserem Geschmack zu machen…!

Die verzweifelte Anstrengung, um zu erreichen…(!), was andere vorschlagen, die Moden, die eingeführt werden, die Anregungen der Mächtigen –oder die eigenen-…

Kürzlich unterlegte ein junges Mädchen die Charakteristika ihres Wesens einer Abstimmung. Und einige wählten dafür, dass sie sich umbringen sollte und andere dafür, dass sie es nicht tun sollte. Der Selbstmord gewann und das junge Mädchen brachte sich um.

Jetzt bestätigen bestimmte Kommentare der Justiz, dass man die verurteilen sollte, die für den Selbstmord gestimmt haben.

Auf welcher… Ebene wird das Leben angeordnet?

Zweifellos ist es ein… Einzelfall?

Wenn wir sooft hören: „Also die Umstände haben mich dazu gebracht…“. „Also das, was mir geschehen ist, das hat mich dazu gebracht zu…”„Also das, was mir passiert ist, hat verursacht, dass…”„Also, es ist so, dass…”

Die Rechtfertigungen, um nicht… die himmlischen Projekte anzunehmen, die im Allgemeinen unverständlich, widersprüchlich sind. Und das Wesen beharrt wegen seines Wissens darauf, dass das Göttliche klarer sprechen müsste und vor allem müsste ES wie ein Mensch denken.

Es ist das, was im Grunde gesagt wird.

Wodurch die Mehrheit –selbstverständlich außer ausnehmenden Ausnahmen- jedwede Art von Glauben, von Hoffnung, von Glaubensvorstellung… unter der Sichtweise seines Wissens aufgibt. „Er braucht ihn nicht.” Er muss kontrollieren und dominieren, was er weiß. Jenes, was er nicht beherrscht, das will er nicht.

Und obwohl sich das Schöpfermysterium faltet, sich anpasst, uns mit seinen Zufälligkeiten, mit seinen Zeichen überrascht… scheint es so, dass der Mensch taub(!), blind(!), stumm(!) ist. Der Geruchssinn… ufff(!), was wird wohl aus ihm geworden sein? Und der Tastsinn, keiner.

Der Betende Sinn rät, dass die Sinne dafür da sind, um uns Sinn zu geben. Sie sind dafür da, damit wir uns freuen. Sie sind dafür da, um unser Dasein in Einklang mit dem Mysterien zu bringen, die uns umgeben, die uns lenken, die uns tragen.

 

Es ist ein Betender Schrei, der uns… auf die Befolgung unserer  Gaben, unserer Talente ersucht(!), aufmerksam hin zur Akzeptanz dessen machen möchte, was verstreicht und was sich ereignet.

Auf dass es nicht eine ausnehmende Ausnahme sei, die in dieser Frequenz vibriert, sondern dass es eine kommunale Verbindlichkeit ist, die diese Prämissen berücksichtigt. Und das wird uns keine Befähigung, Begründung, Logik… nehmen. Aber die werden  wir schon anpassen(!), wir werden sie schon „von” dem Schöpfer Mysterium abhängig machen. Und demnach werden sich die Potentiale, von denen wir fühlten, dass es unsere seien, in Dienend verwandeln. Und infolgedessen werden unsere „Entdeckungen“ –jetzt schon- unbegrenzte Quoten erreichen.

 

Wenn wir in einem unbegrenzten, unendlichen Universum wohnen –so viel die Astronomen es auch annähern wollen-, die Unendlichkeit unserer Potentiale steht in direktem Bezug zu unserem Glauben an das Schöpfer Mysterium.

 

(6:30 Minuten der Stille)

 

(Gesang des Meisters)

 

 

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[1] Im Original steht „sapienscial“ (eine neue Wortbildung). Gemeint ist „sapiens“, „wissend“.

[2] Im Original heißt es „horma“ das auch mit „Schuhspanner“ übersetzt wird. Dadurch ergibt sich das weiter Textverständnis.