Das rationale Wissen hat eine Schlacht gewonnen...

 

BETENDER RUF

 

(7 Minuten der Stille)

 

Die hominide Vielfalt, die es erreichte „zu triumphieren” –um es so zu nennen- waren die Sapiens. Die anderen fünf Formen, die wir heute kennen, verschwanden nach und nach.

Vielleicht –sicherlich- waren die Charakteristika wissen zu wollen –und in dem Maße, wie sie „eine Ebene der Interpretation” eines Phänomens kannten, besaßen sie es- sicherlich waren sie eine der Faktoren, die bewirkten, dass die Spezies triumphierte.

Das bedeutet das mit dem „Triumpf”. Denn als sie nach und nach sah, wie geschlagen, misshandelt, verdorben sie ist… durch sie selbst war(!), konnte man nicht von einem Triumphator oder einer triumphierenden Spezies reden –die sich in dem Kokettieren ihres Verschwindens befindet.

 

Dieses Verlangen in einem Ausschnitt der Grundsätze wissen zu wollen –das heißt in geschlossenen Koordinaten-, der es erlaubt „zu besitzen“ ist eine befristete Form als Spezies fortzudauern.

Offensichtlich kann er das, was er nicht weiß, das, was er nicht versteht, das, was er nicht begreift nicht besitzen.

Und so ist es wie… er –als Spezies- das Unbekannte behandelt.

Einerseits die Optimisten: wie etwas, was man früher oder später kennenlernen und dominieren, besitzen wird.

Und andererseits… sieht man die die ‚Evidentialisten’ nicht, die die Offensichtlichkeiten handhaben –man sieht sie nicht, man sieht sie nicht-, die in der Zukunft die Mysterien kennen, kontrollieren und dominieren.

 

Das Wissen hat die Spezies andererseits dazu gebracht, sich überlegen zu fühlen, weil abgesehen davon zu kontrollieren, zu beherrschen und zu besitzen, manipuliert, kultiviert und versklavt sie… nicht nur die übrigen Spezies, sondern auch sich selbst. Als Spezies hat sie die ausreichende Macht, um ihren gesamten Lebensraum der Spezies zu zerstören.

Man müsste sich fragen, warum sich diese ‚Wissende‘ (span. ‚sapiencia‘) sich darin entwickelt hat zerstörerische Ressourcen gegen die eigene Spezies zu erzeugen.

Ein präventiver und unterstützter, zukünftiger Suizid…?

 

Eine verzweifelte Handlung, wenn sie es nicht schafft das zu erobern… was sie  sich vorgenommen hat?

Angesichts der quadratischen, geschlossenen Systeme hat das rationale Wissen eine Schlacht gewonnen. Aber sobald sie sich in spiralförmigen, offenen Räumen platziert… erscheint sogar jedwede Schlacht lächerlich.

Der betende Sinn von heute weist uns auf… diese wachsende Tendenz zum Beherrschen, zur Kontrolle, zur Manipulation, zur Possession hin…, welche das Wissen (span. ‚sapiencia’) verleiht, wegen seiner Wissenschaft und seiner Technologie und dem  Fliehen –Fliehen(!)-  vor dem Unbegreiflichen, vor dem Unverständlichen, vor dem Mysteriösen, weil man es nicht ansammeln kann.

Es ist… –um ein Bild zu haben, nichts weiter- es ist, als wäre der Kopf quadratisch und das Herz eine Spirale.

Das Quadratische regiert wie zufällig geworfene Würfel.

Umgedreht dreht die Spirale, sie verschiebt sich, sie öffnet sich… und sie entdeckt ohne zu besitzen, ohne zu dominieren, ohne zu kontrollieren …

Aber…!

 

Das große „Aber” ist, dass die Entwicklung des Wesens quadratisch geworden ist, sie ist verschlossen geworden…! Und seine Spirale ist… ist schwach!

Sicherlich war es, bevor es sein Wissen verschlossen hat intuitiver, vorsichtiger… Aber das Quadratische hat die Spirale unterworfen. Und es hat Normen aufgestellt, um zu fühlen. Es stellt Normen für die Kunst auf. Es stellt Normen für die Schönheit auf. Es stellt Normen für die Zuneigung auf. Es stellt Normen für die Emotionen auf. Es stellt Normen… für die Lieben auf. Es stellt Normen mit der dazugehörigen Information über „Geld, Alter, Geschlecht, Beruf…“ auf!

Alles in allem ein kalkulierter Rassismus, ausgehend von dem Quadratischen, das die Unsicherheit des Fühlens gerührt zu sein, sich vorzustellen, Phantasien zu haben nicht erträgt –nicht, weil es unsicher wäre, sondern weil es offen ist…

 

Und deswegen „verpflichtet” sich jedes Wesen mit seinem Namen, seinem Erbe, seinem Besitztum, seinen Gewinnen, seinen Altern, seinen Errungenschaften, seinem Scheitern… Und schon setzt man es in „little boxes, little boxes”… in kleine Schachteln, in denen es seine Aktivitäten haben wird wie… der, der in einer Psychiatrie eingesperrt ist oder in einer Haftanstalt oder einem Heim oder in… oder in einem Appartement! Dort in dem Schoß davon wird es dann um 5 Uhr nachtmittags Kartenspielen können… und manchmal mit irgendeinem Freund oder Familienangehörigen in den Park gehen können.

Das Quadrat ist sehr strick! Das Quadrat hat alles vorgesehen.

 

Die Frage, die der betende Sinn aufwirft ist… ob diese Position, die die Spezies heute einnimmt etwas Irreparables, etwas Unvermeidliches, etwas Unausweichliches ist oder… oder können wir es anders machen??

 

Wegen der Beschaffenheit des Gebets, von dem Einklang aus, von dem uns das Ewige uns ruft, müssen wir sagen, das ja, dass eine andere Perspektive, ein anderer Ansatz möglich ist…

Dass man effektiv (span. ‚efectivo’) und zuneigend (span. ‚afectivo’) gleichzeitig sein kann.

Dass sich die Spirale sich ohne Ecken einstellen kann(!)... aber sich einstellen und effizient mit einer Pipette, einem Reagenzglas, einer Rakete oder eine Bombe sein kann.

 

(3 Minuten der Stille)

 

Die Macht mit ihrer vernünftigen, aufgestellten Gewalt, mit ihrer gewohnheitsmäßigen Lüge beschwert sich, weil sie Garantien(?) der Sicherheit anbietet, weil sie die Arbeit beherrscht, die Produktion, das Einkommen, den Vorteil, die Gewinne, die Verluste…, die persönliche Wichtigkeit mit den Studien, den Diplomen, den Titeln, den Meistertiteln…

Ah! Und sie ist überall: so wie Gott.

Ja! Sicherlich, im Grunde ist es das, was das Wissen bewegt. Diese alte Idee des Gottes „unendlich weise”, die hat der Sapiens bereits in sich aufgenommen. Und wie wir sehen, mischt sie sich in alle Ecke ein.

Sie lässt noch nicht einmal eine Poesie in Ruhe! Und sie setzt eine Metrik, und sie setzt einen Rhythmus, und sie setzt eine Nummer…

 

Es wurde eine Sklaven-, eine „Diener“-Menschheit.

Das Schwierigste war es, ein menschliches Wesen zu domestizieren… wegen dem, dass es dachte und dass es fühlte…

Und so kommt es zu einem Verhältnis der Spezies, als ob man „ein Begleittier“ hätte.

Klingt das grausam oder respektlos? Oder wenn man mal richtig darüber nachdenkt, dann… funktioniert das wahrscheinlich so?

 

Begleittier der Firma, Begleittier der Schule, Begleittier der Familie, Begleittier der Freunde, Begleittier der Universität, Begleittier der Produktivität, Begleittier der Krankheit, Begleittier der Begleitung von…

 

Vielleicht sieht es besser aus, wenn man sagt „Begleitpersonal” anstatt „Begleittier“. Domestiziert. Gehorsam. Wie in den besten Schulen von Oxford oder Cambridge.

Anstatt zu sagen: „Dieser Hund wurde abgerichtet durch, kann man sagen: „Diese Person wurde abgerichtet, vorbereitet und entwickelt, um… zum Beispiel ein Spanier, der wählt…  zu sein”.

Und er wählt zum Beispiel aus Angst. Und drei oder vier sagen: „Ah! Angst, Angst! Angst, Angst, die Schlechten kommen! Man muss wählen, denn wenn Du nicht wählst, kommen die Schlechten und die werden Deine „Eierchen“ essen!”

Also rennst Du zum Friedhof, zur Urne und Du steckst das Papierchen rein. Und dann werden sie Deine „Eierchen“ schon nicht mehr essen.

Aaahhh!

„Lauf, lauf!”

 

Wir befinden uns weder weit weg noch in der Nähe dieser Realität,  wir befinden uns in dieser Realität.

Und in dem Maße wie wir das bemerken, nehmen wir andere Möglichkeiten auf… wir distanzieren uns von der Forderung der Leistung, des Gewinns und der Macht und wir  lancieren uns zur solidarischen und verpflichtenden Handlung… eines Tuns mit Sinn, eines Tuns mit Fühlen, eines bewegenden Lebens… durch ein emotionales(!)… verliebtes(!) Leben…!

 

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