15. SIE ermahnen uns Zeugen eines ewigen Aktes der Liebe zu sein

 

BETENDER RUF

 

(5:30 Minuten der Stille)

 

Aufgrund der Bedingungen dieser Zeit der Menschheit wird es möglich –durch die Mechanismen, die die Spezies in Bezug auf die Macht erreicht hat-… wird es möglich, dass ein Ereignis die gesamte Aufmerksamkeit der Mehrheit der Spezies besetzt, die gesamte Aufmerksamkeit.

Die Ebenen der Propaganda, des Marketings, der Kommunikationsmittel, der Unmittelbarkeit der Meinung machen es möglich, dass sich mit einer angemessenen Vorbedacht, eine Tatsache, die eine Bewertung von 3 oder 4 hätte, in eine Tatsache verwandelt, die eine Bewertung von 20 oder 50 hat. Das bringt mit sich, dass es machbar ist, dass die Mehrheit „gemäß dem Vorgesehenen” reagiert.

Und das lehrt uns, dass die Evolution der Spezies im Laufe der Zeit –durch die Beherrschung der einen über die anderen- nicht aufgehört hat. Und diese Macht hat nach und nach –aufgrund ihrer Vorherrschaft- untergraben… hat nach und nach die Entwicklung und die Fähigkeiten derer untergraben, die unterworfen waren. Und so ist es möglich, sie zu erschrecken, sie zu steuern, sie zu kontrollieren…

Und kurz nachdem wir diese Situation realisiert haben werden wir uns bewusst, dass jeder Einzelne des „Ganzen” –der ganzen Menschheit-, dass jeder Einzelne seine Teilhabe in diesen großen Ereignissen hat.

Vielleicht hat die Menschheit das bis jetzt am üppigsten gelebt. Dadurch befinden wir uns in einem Ereignis, wir sagen nicht neuartig, aber schon der Ausnahme. Und das muss jedes Wesen motivieren, jeden Einzelnen, seine Teilhabe in dieser Ausnahme zu bewerten    –zu bewerten(!).

Ja, weil diese Ausnahme nach und nach ausgearbeitet wurde. Und nach und nach hat jedes Wesen auf seinen Raum der Intimität, der Beziehung, des Denkens, der Akzeptanz, der Demütigung verzichtet…

Es ist jetzt die große Möglichkeit, uns angesichts des menschlichen ungeschützt zu fühlen.

 

Der Grad der generalisierten Korruption durch die Mächte untergräbt nach und nach auch diejenigen, die nicht  Mächte sind, damit auch sie verschleißen und weder ethische, noch ästhetische, noch moralische Kraft haben, um zu fordern, um sich zu organisieren, um vorzuschlagen, um eine andere Perspektive anzustreben, die nicht die Beherrschung, die Kontrolle, der Besitz ist.

 

Der Betende Sinn ruft uns hin zur Verantwortung eines jeden Wesens(!), als Beteiligte –in der einen oder anderen Art und Weise- von diesen ausnehmenden Momenten. Die keine Ausnahme aufgrund ihrer Liebenswürdigkeiten sind(!), sondern genau das Gegenteil: sie sind eine Ausnahme wegen ihrer unverhältnismäßigen Leiden, die uns –geschickt in Einklang gebracht- einen Sinn der Katastrophe darstellen.

Diese Ebene der Korruption, der Steuerung und der Benutzung kann diese Generationen zu einem schutzlosen Zustand bringen, der aufgrund der Toleranz, der Erlaubnis, dem Kriterium, dem Gesichtspunkt… dessen, der die Macht zur Schau stellt, fortbesteht.

Wehrlos, ohne irgendeine Ressource, wo man sich einfinden kann, damit alle „Nachrichten” von anderen Sichtweisen, von anderen Möglichkeiten erhalten könnten. Und wenn andere Empfindungen und Visionen auftauchen, dann werden sie einfach ignoriert. Sie finden keine Bahn sich auszudrücken.

Und genauso wegen des verschärften Individualismus, der zu der Idee führte, dass jedes Wesen allmächtig ist, allgegenwärtig und dass wir nicht über die Eintracht verfügen, über die Zusammenarbeit, über die Solidarität… ausgenommen, wenn diese dem folgt, der befiehlt, der anordnet. Und dass der das mit dem Ziel macht: die Korruption zu bewahren, sich in der Possession einzurichten.

Unfähig zu sehen, dass das Leben als kreative Erfahrung unumgänglich wird, wenn man eine solidarische Zusammenarbeit mit der menschlichen Umgebung und mit der globalen Umgebung entwickeln will.

 

Im Weiterleben und im Überleben der Spezies ist noch alles zu tun.

Und der Betende Sinn führt uns vor Augen, dass unter dem Bezugspunkt des menschlichen Musters die Herrschaft und die Kontrolle von einigen über andere –und über alles-, nicht lebbar ist… um aus dem Leben ein wohlwollendes Ereignis zu machen.

 

Und der Betende Sinn ruft uns(!), wie eine dringende Notwendigkeit, dass wir uns beziehen, nicht auf die eigene Macht –und noch weniger der Herrschende-, sondern dass wir uns auf unsere Position im „Leben” beziehen, die nicht von jemand anderem, von anderen menschlichen Ereignissen abhängt –auch wenn es dem Anschein nach so ist-, sondern –wie der religiöse Ausruf sagte: Unsere Hilfe ist der Name „von“, um sich darauf zu beziehen, dass sich dort unsere wahrhafte… unsere wahrhafte Dimension befindet.

 

Als Menschheit haben wir in unsere Hände, in unsere Muskelkraft, in unsere Ideen, in unsere Jagd, in unsere Fallen, in unsere Anpflanzungen, in unsere Bomben vertraut… Und dieses Vertrauen können wir sehen –nicht nur jetzt(¡)-, dass es nicht, nicht zuverlässig war.

Es war nicht zuverlässig. Diese Dinge sind nicht zuverlässig.

Und das unmittelbare Bewusstsein ist, „sich alleine(!)” zu fühlen, ohne Ressourcen, ohne Ort, wo man sich einfinden kann, um zu denunzieren, um zu protestieren, um zu fordern, zu sagen, um zu stammeln… und um angesichts des Gesetzes zu unterliegen!

Die aufeinanderfolgenden Mächte, angefangen bei den kleinsten bis zu den größten, haben die Kontrolle und die Herrschaft des Lebens durch die Bedrohung mit dem Tod verfolgt…

So als würden sie den vorgesehen Tag und die vorgesehene Stunde kennen. So als ob sie wüssten…, dass sich Morgen der Haarflaum im Ellenbogenwinkel… von irgendeinem Arm bewegen würde.

 

Das Ereignis –klein oder groß- das auch geschehen mag, ergibt sich durch die Bereitschaft… ergibt sich durch die Bereitschaft des Schöpfer Mysteriums!

Und der Mensch besetzt diesen Protagonismus(!) und er glaubt, dass sein Dasein auf diese eine oder andere Weise von... von ihm abhängt! Für gewöhnlich geben seine Sinne –und sein Bewusstsein- nicht mehr her! Sie sind erzogen und geschaffen worden, um sich als Zentrum des Universums zu fühlen. „Sie wurden erzogen und geschaffen, um sich als Zentrum des Universums zu fühlen.“

Mehr noch… auch die Stimme, die „von-von-von…” der Wüste aus predigt, die, die sich durch das Schöpfer Mysterium gerufen weiß(!), pocht dort. ES war da. ES ist da. ES ist niemals verschwunden! Manchmal überlebt es als Reliquie, andere Male ist es wie eine Verzierung da, andere Male als soziale Umgebung.

Aber die Stimme, die in der Wüste predigt, macht das nicht aus ihren eigenen Fähigkeiten heraus, sondern wegen der Inspiration der Schöpfung! Aus diesem mysteriösen Ereignis heraus, das uns inspiriert, das uns einflößt!

Nein! Nein, wir sind nicht alleine!

Wir können von denen, die nicht mit deiner Idee, mit deinem Projekt, mit deinem Tun  einverstanden sind verlassen werden. Wir können getrennt sein, nicht dass wir uns anstecken oder nicht, dass wir uns überzeugen „zu”. Wir können uns fühlen, ja; wir können die menschliche Einsamkeit derer fühlen, die da waren, aber nicht da sind, derer, die glaubten, aber die jetzt nicht mehr glauben, derer die liebten… –liebten(?)-, aber jetzt tun sie es nicht mehr, weil ihre Reife, ihre Kreation und ihre Wichtigkeit nicht mehr der Verbindung zu lieben bedarf, sondern sie fordern, dass sie geliebt werden.

Ah…!

 

„SIE haben mir den Mond, die Sterne, die Meere, die Flüsse, die Vögel gegeben…

SIE haben den Gobelin der auftauchenden Erde mit Ressourcen geschmückt, um mir zu dienen.

Und anstatt zu danken, glaubte ich sie verdient zu haben(!) und ich interpretierte, dass sie da waren, um sie zu beherrschen, um sie zu kontrollieren…(!) und um mich ihrer zu bemächtigen. Sogar die meiner eigenen Spezies eingeschlossen!”

 

Die Spezies verstand nicht, noch versteht sie, dass das noch die wertvolle Gabe einer unglaublichen Aktion einer Instanz ist und war, die uns übersteigt, die uns aber ruft, um sich zu präsentieren(!), die uns ruft, um uns hinzuweisen(!), die uns benutzt, um in der Wüste zu brüllen.

 

Es scheint… dass die Stunden kommen, um sich zu entdecken, um unsere Bezugspunkte zu erkennen, „unseren Bezugspunkt”, der sich in… vielfältige von ihnen diversifiziert.

Es scheint, dass die Stunden gekommen sind zu erkennen, wo sich unsere Hilfe befindet, wo sich unsere Begleitung befindet. Um sich von da an mit sich, mit allem Lebendigen in Einklang zu bringen.

 

Die Schöpfung hat sich nicht auf der Basis der Angst ergeben. Nein! Sie hat sich auf der Basis des Neuen, des Unvorhergesehenen, des Unerwarteten ergeben, aufgrund des Lebens der Bakterien im Magma der Vulkane; aufgrund dessen, in 10.000, 15.000 Metern Meerestiefe mit Eleganz und Lumineszenz zu wohnen.

Nein! Sie hat sich nicht aus Angst, mit Angst(!) ergeben! Sie hat sich mit Kunst(!), mit Zärtlichkeit(!), mit… Liebe ergeben.

Die Sterne wurden dort gehalten, verliebt und sie wurden zu Rhythmen, Fantasien… und sie schufen uns Poesien. Währenddessen sangen die Vögel… man weiß nicht was, aber sie sangen. Nicht aus Angst(!), sondern aus Wohlgefallen.

Und die Gräser brachen im Frühling hervor, indem sie uns das strotzende Grün gaben, während die Felder mit der unvergleichlichen Schönheit der Blumen besprenkelten. Und ihre Düfte zogen mehr und mehr Leben an(!), um es auszudehnen.

Nichts wurde wegen der Beugung vor der Beherrschung gemacht, aus Angst davor zu leben, sondern aus dem Genuss heraus da zu sein und zu fühlen. Aus der einzigartigen(!) Erfahrung heraus zu lieben… in der mysteriösen Matrix des Schöpfer Geliebten gezeugt worden zu sein.

Und können wir… angesichts dessen wirklich fordern? Können wir uns wirklich in Sklaven oder in Herren verwandeln? Ist das Beispiel nicht ausreichend zu sehen, wie die Sterne blinken und andauern, damit wir es als Spezies verstehen, das aufzunehmen, was SIE uns geben und um uns in Kreativität zu geben?

Wir sind kein Ausdruck der Angst! Wir sind Ausdruck des Glücks!

 

Vieleicht sind die Stunden gekommen –ja, die Stunden (span. ‚horas‘)- mit den Wellen (span. ‚olas‘) des „Liebens”, um jedes Wesen anzumahnen –angesichts der Hilfe des Namen-…, um jedes Wesen in seiner Bereitschaft, seiner Position, seiner Haltung gegenüber seines Sinns, seiner Richtung, seiner Sinne (span. ‚sentidos‘), hin zu seinem Fühlen (span. ‚sentir‘), hin zu seiner Richtung seines Gehens „zu”, „nach” anzumahnen.

Vielleicht sind die Stunden gekommen die Herkunft, die Immanenz, die Präsenz und die Stütze dessen zu kennen –ohne zu kennen(!)-, was wir „Leben” nennen, dass sich nicht da draußen befindet, sondern dass in allem ist.

Und wenn SIE uns zum Beten rufen(!), dann rufen SIE uns nicht aus der Stratosphäre heraus oder von jenem eigenartigen Ort oder jenem entfernten Stern aus. Auch! Aber ES macht das auch von hier aus, vom Fußboden aus, aus der unsichtbaren Luft, aus unserer Reaktion heraus(!), von unseren Träumen aus.

Das Liebende Mysterium ISSSSSTES IST!

Und alles Übrige ist da…, weil ES IST. Und nichts ist da und nichts besteht weiterhin ohne SEINE Zustimmung, sondern das geschieht durch SEIN ES IST.

 

Wir können rufen:

AMMAAAAAaaaAAAAA

 

(2 Minuten der Stille)

 

ES ermahnt uns durch das Ewige zu unserer Lebensgeschichte.

ES ermahnt uns(!)... hin zur Tugend. ES ermahnt uns(!)... hin zum Fühlen des Respekts, der Vorsicht, der Wertschätzung!

ES ermahnt uns zur Treue dem Offenbarten gegenüber. SIE ermahnen uns in den jetzigen Stunden, Zeuge eines ewigen Aktes der Liebe zu sein.

SIE ermahnen uns, jetzt, die kleine Flamme zu sein, die in einem Gefäß aus Öl und Wasser klingelt… anscheinend ganz kleine, ohne Ruf nach Macht noch Kraft(!), aber präsent.

SIE rufen uns nach den Liebenswürdigkeiten, mit denen wir geschmückt wurden! Verzierungen des Enthusiasmus, des Einklangs, der Disposition.

SIE ermahnen uns einfach zu dem, was wir sind!

SIE ermahnen uns nach unserem Erbe als Universen!

Es sind die Stunden, die das Wesen manipuliert… und es nimmt sie weg und gibt welche hinzu. Ein Beispiel mehr des schon natürlichen Hochmuts.

 

Beachten wir den Ruf dieser Intimität der verliebten Universen.

Beachten wir diese Rufe derer, die wohlwollend bereitet sind zu tun und die… es verstehen, Ehre zu hüten(!), es verstehen, Bewunderer zu sein!

Es zu verstehen, sich… ungeniert zu geben.

 

Stunde… sie sind Stunden. Stunden sind da. Stunden rufen…

 

 

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