13. Geboren werden, tun

 

BETENDER RUF

 

(7 Minuten der Stille)

 

Es wird Frühling. Und er macht das… alleine, abseits unserer Aktionen.

Und das wird… in dem Sinne so gemacht, um uns zu dienen und außerdem mit der Verzierung, die das mit sich bringt, dem Beweis der Vitalität, die alle Böden ausstoßen.

Es wird Frühling… und nicht wir machen ihn!

Und was machen wir mit ihm?

 

Es wird Morgen und… auch den machen wir nicht. Das Licht zeigt sich ohne irgendeine Rechtfertigung… Und es weckt uns, es trägt uns zum Wachzustand.

 

Indem es Morgen wird, indem es Frühling wird, was repräsentiert das für das Wesen...?

 

Der Betende Sinn mit seinem Ruf, mahnt die Ausübung unseres Lichts an, von dem wir absolut abhängig sind.

 

Der Frühling ermahnt uns daran geboren zu werden, das vorherige Ereignis, das vorherige Ereignis, das nach und nach diesen… abrupten Ausdruck geboren zu werden vorbereitet hat.

Ah! Geboren werden...!

„Geboren werden (span. ‚nacer’) und „tun” (span. ‚hacer’), vielleicht ist es dasselbe Wort, aber mit unterschiedlichem Klang. Und wenn es so wäre, so wie es uns der Betende Sinn anzeigt, dann wäre jedes Tun –egal welcher Beschaffenheit- ein Geboren Werden... Wodurch wir permanent geboren werden würden.

Es gäbe keinen Platz für sich wiederholende Räume, sondern nur für das immer Neuheitliche. Nicht ein Frühling ist gleich dem anderen.

Infolgedessen sind wir Lichtwesen und deswegen Reisende. Egal welche Beschaffenheit das Licht auch haben mag…, es reist. Und dort, wo es vorbeigeht, wird es geboren! Und indem es geboren wird (span. ‚nace’), tut es (span. ‚hace’)!

Es kann nicht aufstauen, weder im geboren werden, noch im Tun, noch auf der leuchtenden Reise.

Wenn wir uns so akzeptieren, als Lichtreisender/-reisende, der/die geboren wird und in seinem/ihrem Verlauf tut… dann ist die Natur dieses Prozesses unaufhaltbar.

Und wenn wir sagen unaufhaltbar, bedeutet das zu sagen: „Volles Vertrauen”; zu sagen: „Augenblickliche Entscheidungen”; zu sagen: „sichere Entscheidungen(!)”; zu sagen: „effiziente Diener(!)”; zu sagen: „unaufhörliche Anarchisten“; zu sagen: „unvergängliche Geliebte... immer aufmerksam”.

 

Und mit diesen Charakteristika... welches Element kann uns da aufhalten?

Die Scheinbarkeiten. Ja, die Scheinbarkeiten, die wir vorbeiziehen lassen, können in dieser Lichtbeschaffenheit –geboren werden und tun… mit vollem Bewusstsein.

Wenn sich das Misstrauen andeutet, wenn die Unentschiedenheit unruhig wird(!), wenn das Dienen gemacht wird… um zu erfüllen, aber nicht, um sich einzubringen, dann versucht sich das angedeutete Misstrauen –das der anderen und das eigene-  zurückzuziehen, sich zu verstecken, es wird… die Angst geboren.

Und geboren werden war Frühling! Geboren werden war tun! Geboren werden war Kreativität und permanente Schöpfung.

 

Der Betende Sinn unterstreicht unsere Beschaffenheit –in diesem Jahr des Kreuzungsweges-, damit wir die Vortäuschung der Hindernisse bemerken, die zu eben diesen Hindernissen werden, wenn wir aufhören diese als fiktiv anzusehen…, wenn wir sie als real akzeptieren.

 

Aber gewiss hat sich das menschliche Leben in eine Glaubensvorstellung des Anscheins verwandelt, in einen Sinn der Realität, die dominiert wird, die kontrolliert wird oder vom Menschen überschritten wird.

In minimaler Menge wird der Betende Sinn beachtet und man beschränkt sich in maximaler Aufmerksamkeit auf das Materielle, den Artikel, das Gebot, die Anweisung. Auf das, was als „Sicherheit” verkauft wird.

 

Ist nicht genügend Zeit vergangen, sind nicht genügend Dinge geschehen und ausreichend Zivilisationen vergangen, um zu bemerken, dass dieser Sinn nicht der angemessene ist?

Trachtet man immer noch danach, der König der Schöpfung zu sein, der Gott-Mensch der Menschen...?

 

Und unter diesen unglaublichen, realen Gesichtspunkten des Anscheins ist der Krieg das nützlichste Instrument. Er ist das einzige Instrument, dass uns einleuchtende Realitäten bringt –„Anschein”-, aber... Ereignisse des Zusammenziehens des Odems, die, wenn sie sich im Universum amplifizieren, aufhören Konsistenz zu haben.

 

Und in diesem Krieg besiegen heute die einen, morgen besiegen die anderen… Das bedeutet, alle verlieren.

Ist das eine intelligente Entscheidung? Oder ist das vielmehr eine übereilte ‚Flucht der Selbstverherrlichung..., die uns hin zur Allmacht des Menschen und seiner Schöpfung bringt –kein Kommentar?

 

Der Krieg wird mehr oder weniger gewalttätig. Mehr oder weniger groß oder mehr oder weniger klein und... –und das schon- er fängt an… der Sinn des Lebens zu sein. Dort ist es, wo wir uns des Kreuzungsweges entledigen können.

Weil es so scheinen könnte, als ob die gesamte Menschheit in ihrem kollektiven Bewusstsein einzig den Krieg als Mittel gewählt hat, um… fortzudauern, um weiterzuleben, um zu überleben...!

Und es ist nicht diese Sprache, weder die Haltung noch die Position des Betenden Sinns, der uns heute mit dem Licht des Frühlings weckt, mit dem Geboren Werden und dem Tun als Identitäten, mit dem Bewusstsein in vollem Dienen, im Vertrauen, in Entscheidungen.

 

Dieser Zustand von „kontra, kontra, kontra, kontra”... der einschüchtert, der erschreckt, der verteidigt, der kontra-beleidigt: eine synchronisierte Agonie, die wegen ihrer generellen Forderung die Reise des Lichts einfängt(!)... –beabsichtigt einzufangen. Von daher, wenn wir bewusst unsere Natur fühlen,  dann wird die Verfolgung des Krieges kein Echo finden.

 

Und es werden keine Mauern notwendig sein, weder Mauern, noch Alarm... die das Fließen zwingen, die die Sehnsüchte zu erreichen zerkratzen(!). Danach zu trachten das zu sein, was man ist: ein leuchtendes Licht und ein Windstoß des Lichts im Universum.

 

(5 Minuten Stille)

 

Das Angebot des Kampfes ist immer bereit. Und dort ist es wo der Betende aufmerksam, wachsam sein muss. Weil es der leichte Weg der… „Macht” ist. Wenn man umgekehrt das Angebot des Kampfes ablehnt –ohne dass das eine Konfrontation mit sich bringt- und wir eine Position der Anpassung akzeptieren, mit kreativen Beispielen, als Wesen ohne Zeit, unsterblich, ohne etwas gewinnen zu wollen, weil alles Eitelkeit ist, mit dem Bewusstsein einer Konstante und einer neuen Menschheit, die geboren wird und die jeden Tag tut, mit dem Humor des ausreichend verliebten Gemüts, um keine Karenzen zu haben, dann werden wir damit in der Bereitschaft sein, aufzuhören Sklaven der Zeit zu sein: Ein Verleumder, der ausspäht, der zudrückt. Und je mehr Aufmerksamkeit man ihm schenkt, desto mehr wird er zum Diktator.

 

(2:30 Minuten der Stille)

 

Wenn wir uns in den Tagesanbruch, in diesen Akt des Lichts, das uns liebt einhüllen lassen –und wieviel Intention gibt es dafür-; wenn wir uns als kontinuierlichen Wachzustand wahrnehmen lassen... der lediglich von der inneren Nacht entführt wird, um repariert zu werden,um aufs Laufende für das neue Geboren Werden und Tun gebracht zu werden, werden wir bereit sein, Diener in diesem unendlichen Gehen zu sein und in diesem „Dasein“ der anscheinenden Fiktion, die uns ruft! Aber wir müssen uns in der ausreichenden Aufmerksamkeit und in der Wachsamkeit befinden, um nicht in dieses Universum zu verfallen…, das kein Vers ist, das keine Prosa ist, das das ist… was es nicht sein soll.

 

Mit dem vollen Bewusstsein interagieren, indem wir uns vorher befanden und zeigen(!), unsere Intentionen zeigen und die Evolutionen offensichtlich machen, wenn wir intervenieren, wenn wir da sind wie wir sind… und nicht wie die Aufbürdung von einigen wenigen, die uns so haben wollen, wie sie wollen, dass wir sein sollen.

 

Wir suchen den Klang, der das Abenteuer des Lichts am besten annehmen kann… in seinem Geboren Werden und  seinem permanenten Tun.

 

AAAAAMMMA... AAAAAMMMA... AAAAAMMMA...

AAAAAMMMA... AAAAAMMMA... AAAAAMMMA...

AAAAAMMMA... AAAAAMMMA... AAAAAMMMA...

 

 

(2:30 der Stille)

 

 

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