Angesichts der erschütternden mentalen Schleife die GRACIAS (Gnade, Grazie) entdecken, die SIE uns geben

 

BETENDER RUF

 

(6:30 Min. der Stille)

 

Das Sprichwort sagte… und sagt: „Niemals regnet es nach dem Geschmack von allen[1]; obwohl man im rationalen Bewusstsein weiß, dass es notwendig ist, dass es regnet, denn der Regen bringt uns Wasser, das wir benötigen. Aber das Bewusstsein und seine individuelle Entwicklung bewirkt, dass… in dem Fühlen desselben –des Bewusstseins-, wenn es regnet, dieses sagt, dass es viel zu wenig regnet, der andere sagt, dass es viel regnet, der nächste sagt, dass es dicke Tropfen sind, der andere sagt, dass es feine Tropfen sind…

Was bedeutet das im Zusammenleben? Dass bevor der andere denkt, ich ihm eine Antwort gebe. Und bevor der andere weiß, was er wissen muss, ich es wissen will.

Wie schrecklich…!

Von daher ergeben sich Kontroversen in einer unglaublichen Geschwindigkeit.

Dieser Verlust der Fähigkeit Gruppen zu bilden, der Verlust der Solidarität, eines „gemeinsamen Daseins“… nimmt das Wesen  hin zu einem „Ganzismus“ gefangen. Was ist ein „Ganzismus”? Alles umfassen zu wollen, alles haben zu wollen… Nicht „alles” wie „Das Ganze“. Nein! Das „Alles” von allen.

Klar, das ist nicht möglich und in dem Maße wie man lebt, was nicht möglich ist, gibt es eine gewisse Ernüchterung im Dasein, im Zusammenleben, eine gewisse Neigung –fast am Rand der Lippen und des Wortes-, um… um zu explodieren, damit…

Der betende Sinn sagt uns mit dieser Einleitung, dass wir die Flexibilität unseres Bewusstseins wiederherstellen müssen; wir müssen amplifizierter sein, ohne zu beabsichtigen zu besitzen, zu kontrollieren, zu dominieren, zu wissen…

Das alltägliche Dasein, das nicht zweifelt, das dem anderen an der Seite nicht argwöhnisch gegenüber ist. Dass das Kognitive zunächst annimmt und flexibel ist, je nach Notwendigkeit. Aber eine Notwendigkeit, die nicht fordert, die nicht aufzwingt.

Die inquisitive Gegenwart des inquisitorischen Bewusstseins, die meint im Besitz der Wahrheit zu sein… ist keine gute „Einnahme“; sie stimmt nicht.

 

So ist es in diesen Positionen machbar, dass man fast permanent erzürnt über jedwede Sache ist: über den Stein auf dem Weg, darüber, wie der Bürgersteig verläuft, über der Farbe des Tagesanbruchs, über… „Ich habe heute pünktlich gefragt und man hat mir nicht vor dem Punkt geantwortet.” Im Grunde eine maßlose Forderung… zu bitten und zu fordern und zu befehlen, damit  es „nach meinem Geschmack regnet“ oder damit die Welt sich nach meiner Notwendigkeit faltet.

Und genauso der Neid und die vergleichbaren Beeinträchtigungen: Warum dem das und mir nicht? Warum angesichts der Forderung von dem ja und meiner Forderung nicht?

Es ist eine überwältigende erschütternde mentale Schleife! Erschütternde mentale Schleife!

 

Wenn wir hinweisen, dass jedes Erwachen ein Tagesanbruch versehen mit Dank (span. ‚gracias‘)ist!

Wenn wir uns auf diesen Dank(span. ‚gracias‘) beziehen…

Und wir uns nicht auf das Pech (span. ‚desgracias!)... beziehen, sondern auf den Dank, das Bewusstsein dafür wiederherzustellen, dass wir atmen, sehen, hören können …

Aber nein! Die Bezugspunkte, in denen wir uns betend befanden, werden schwächer, werden schwächer, werden schwächer… bis man sich darüber beklagt, dass die Zahnbürste heute Morgen nicht geeignet war und jemand hätte sie austauschen müssen und hat es nicht getan… und ich selbst habe sie nicht ersetzt und ich ekel mich. Was für eine Form, den Tag zu beginnen! Verwandelt in eine Zahnbürste. 

Klar! Wenn der Bezugspunkt der ist! Wenn der Bezugspunkt kognitiv ist, die ‚endoperonale‘, endogamische, endomorphische Schleife(!!)… –was für Schimpfworte(!)-..., dann ist es schwierig abzuheben, um etwas Licht(!), etwas Lächeln, etwas Freude, etwas an Witz, etwas Projekt, etwas… zu sehen.

 

Eine abgerundete Struktur, an den Polen abgeflacht, von 590Millionen Quadratkilometern befindet sich unter unseren Füßen. Und sie dreht sich…! Und die verschiebt sich…! Und sie verleiht uns die Gunst, dass wir nicht runterfallen…!

 

Und es ist keine Frage in Groß und im großen Stil zu denken! Nein, es ist eine Frage der Offensichtlichkeiten. Und wenn SIE von diesen astronomischen Offensichtlichkeiten aus und von anderen Ebenen des DANKS aus  so reichlich, so üppig(!) sind, wenn wir dann zum Detail des Wortes kommen, zum Aufwachen, zum Beginn… wenn wir dort ankommen, dann können wir nicht den grandiosen Faden des Lebens verlieren. Also bitte!

 

In dem Betenden Ruf werden wir eingeladen, uns mit den Vibrationen des Schöpfer Mysteriums abzustimmen.

In unserer Position des Bewusstseins ist unsere Vibration die des Flehens.

Ein Flehen, das die Bescheidenheit und die Unterwerfung angesichts des Schöpfer Mysteriums repräsentiert und außerdem ein Flehen, das… eine zuvorkommende… Bereitschaft voraussetzt.

 

Das Verhältnis zwischen Schöpfer Mysterium und den lebenden Kreaturen ist nicht begreifbar. Jedweder Versuch des Begreifens, des Verstehens, des Verstandes, der Logik, nervös und ängstlich, ist nicht nur… zum Scheitern verurteilt, sondern führt zu  Spalten zwischen den Zähnen.

Wenn man demgegenüber das Verhalten des sich beziehenden Bewusstseins hin zu dieser Vibration des Mysteriums, hin zur Übereinstimmung ohne Absicht zu verstehen gemacht wird, aber mit der Absicht zu fühlen… werden wir vielfältige Spritzer der Gefühle an jedem Tag finden, die… ein Bild ohne Grenzen … der Interpretation, der Führung formen.

Ähnlich wie das Schultertuch, welches die Kreatur einhüllt, um ihm diese weiche Zärtlichkeit der Wärme zu geben.

 

Aaaach...! Denn wenn wir den Beginn des Schaukelns der Flügel des Schmetterlings fühlen… dann wird sich unser Hauch des Lebens mit Vorschlägen, Anregungen, Zufriedenheit… und mit sanftem Bewusstseinszuständen füllen, die unsere Zerbrechlichkeit erkennen.

 

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[1] Im Originaltext wurde wortwörtlich übersetzt. Hier die umgangssprachliche Übersetzung: „Man kann es nicht allen recht machen.“  Das ist wichtig für das weitere Textverständnis.