Das Wesen nutzt sich unnützerweise in der Forderung seines Verstandes ab

 

BETENDER RUF

 

(6:00 Minuten der Stille)

 

Es scheint nicht, dass das Quantum an Kraft oder Energie oder Leistungsfähigkeit –oder wie man es nennen will-, welches gegenwärtig ist… nicht nur in den Lebenssystemen, sondern allgemein im Universum… es scheint nicht so zu sein –so auf den ersten Blick-, dass sich diese Kraft verbraucht, obwohl gemäß Theorien der Moment kommen wird, an dem sie aufhören wird zu existieren.

Schwierig vorzustellen…! Denn wer kann diese Tatsache bestätigen?

Aber jedenfalls scheint es zumindest, dass die Kraft, die dieses Universum belebt, und dass speziell das Leben keine Anzeichen zeigt, sich aufzubrauchen…; oder aber im schlimmsten der Fälle macht es das in Bezug auf das menschliche Leben, ganz langsam.

Das erlaubt es uns sehr lange zu leben –könnte man ableiten.

Nun ist es aber so, so wie sich das Wesen in seinem Dasein, in seiner kognitiven Fähigkeit, in seinem allgemeinen Bewusstsein verhält… ist der Verbrauch, den es realisiert, um sich zu ärgern, um Recht zu haben, um andere zu überzeugen, um sich mit anderen zu streiten, um mit anderen nicht einverstanden zu sein… wirklich beeindruckend.

Man könnte sagen, dass es beeindruckend ist –dass es beeindruckt- zu sehen, wie das Leben in Diskussionen, die überzeugen wollen, in Diskussionen der Begründungen, der Erklärungen, des… „Krachs” –könnte man das so nennen(?), verbraucht wird?

 

Wegen der Vorherrschaft, die jedes Wesen in Bezug auf die anderen zu haben fordert, ist jedwedes –jedwedes- Detail potentiell nuklear. Ja, wir sagten „nuklear”, um die Kraft zu erklären, die es hat…! Die Tragweite, die der Wettkampf und das permanente Gespräch mit sich bringt, das beabsichtigt zu gewinnen, zu triumphieren,  Recht zu haben und alles zu ‚über-zeugen’, auf das es trifft.

Wenn man nur einen minimalen Teil dieser alltäglichen Verbrennungs-Energie einsetzen würde, nur einen minimalen Teil –einen minimalen Teil(!)-… in etwas(!)–etwas(!)- von Glauben(!), etwas von Vertrauen(!), etwas davon, jemandem Glauben zu schenken(!)..., dann hätten die Personen wahrscheinlich weniger Kriegslast, weniger Abnutzung der Position… und ein Verhalten des Begreifens, das das der Anderen als „eine Möglichkeit“ wertschätzt, nicht dass man es gleich zu Beginn als eine permanente ‚Leugnung‘ bekämpft.

 

Der Betende Sinn ruft uns danach… die engen Argumentationen der persönlichen Wahrheiten zu lockern. Er ruft uns danach, irgendeine andere Option zu erwägen, zumindest als „kurios“.

In diesem Maße… bemerkt das Wesen in dem kontinuierlichen Verbrauch durch den Personenkult…, dass es abgenutzt (span. ‚deslucido‘) ist: Es hat wenig Licht (span. ‚tiene poca luz‘). Aber es ist eigenartig, dass die Person, obwohl sie glanzlos ist, denkt, dass sie eine … große Beleuchtung ist. Und dabei ist sie verblichen.

„Sie berücksichtigt die Bezugspunkte nicht.” Das Wesen hört auf, sich zu beziehen und es bezieht sich auf seine eigene Beleuchtung. Und wegen seines eigenen Lichts ist es verblichen.

Und es geht nicht darum, zu vergleichen, nein! Es geht darum, sich zu beziehen!

Und da das Wesen der Menschheit ein sich beziehendes Wesen ist, in dem Maße, wie es sich einen Reim darauf macht –das bedeutet, es bringt diese Referenz mit der und mit der und mit der zusammen-… schließlich bemerkt es, dass auf sich selbst gestellt glanzlos ist. Wenn es sich aber nicht in Beziehung setzt, wenn es sich keinen Reim darauf macht… also gut(!), dann gehen wir zum „Sonnenkönig“ zurück… und jeder einzelne hält sich für eine fantastische Beleuchtung.

Die Gegenständlichkeit vernichtet mit ihren Forderungen. Die Höhe des Gewinns ist –koste es, was es wolle- vorrangig. Und das Wesen nutzt sich unnützerweise ab.

 

(3:00 Minuten der Stille)

 

Die gerechtigkeitsliebende Sense der Vernunft wird nicht müde. Sie reißt jedwede spaßige oder entspannte Anspielung mit sich. Sie hasst die Stille… und die Ruhe. Und sie sucht den Konflikt und die Oberhoheit. Angefangen bei den kleinsten Dingen. Es ist der Eifer der Herrschaft, der sich im Wesen entfacht…, um dem Göttlichen ähnlicher zu sein.

 

Der Druck dieser Position –und es könnte gegenteilig erscheinen- ist immer größer. Und wir sagten „und es könnte gegenteilig erscheinen” wegen der Diversität, der Diversifikation…, aber jede Diversität oder Diversifikation hat sich in kleine Reichskerne verwandelt …

Sie provozieren den kontinuierlichen Kampf. Es gibt keinen anderen Ausweg.

 

Existiert die Nächstenliebe…?

 

Die unersättliche Suche von Schuldigen, Feinden und Gegnern ist… vernichtend.

 

Gütig…?

 

Manchmal, in diesem Eifer zu gewinnen, tauchen so etwas wie… Stimmen auf(!) –ja, Stimmen, die nicht da nicht hingehören(!)-, so als wollten sie etwas sagen. „Paranoia.”

(2:30 Minuten der Stille)

 

Stütze…!Verständnis...!

 

Und in dem Gespräch des Gewinns und der Abnutzung –des Verlustes-, manchmal scheint es, dass sie klappern… „kaputte Teller”.

Man muss ihnen nicht viel Aufmerksamkeit schenken. Das sind für gewöhnlich Nebeneffekte zum… „Triumpf“, zum „Erreichen”.

 

(3:30 Minuten der Stille)

 

Ach…! Wie lang wird die Nacht, wenn man in der Nachtwache lebt und was für eine schlaflose Nachtwache, wenn die Nacht sich aufdrängt…

Ach! Was für ein subtiles Leiden, welches keine Erleichterung findet(!), weil es sich  der Zärtlichkeit widersetzt…, weil es sich in seinem Wissen schützt.

 

Wo… wo sind die Tagesanbrüche des Enthusiasmus?

Wo verstecken sich die festlichen Tagesanbrüche?

 

Sie rufen… und rufen und flehen von den Lieben aus, die „Geborene” geben, die neue Möglichkeiten geben. Aber… ihr stilles Heulen muss so still sein, damit sie nur wenig gehört werden, damit sie nur wenig beachtet werden.

Jeder Einzelne kümmert sich so sehr um sich selbst, dass die anderen in Wirklichkeit nicht existieren.

 

„Ich bin hier!” –schreit der Schiffbrüchige,  während eine große Anzahl an ihm vorbeigeht und niemand angesichts seines Rufs anhält.

„Ich bin hier…!”

 

***

Das Wesen nutzt sich in der Forderung seines Verstandes ab